29.1.17

Mobiler Journalismus: Björn Staschen zeigt Tools und Techniken

Wer setzt „mobile journalism“ wie ein? Mit welchen Erfahrungen, Erfolgen und Misserfolgen? Hilft #Mojo, wenn es darum geht, Inhalte für die mobile Nutzung auf Smartphones zu produzieren? Taugt #Mojo“ vor allem dazu, Geld zu sparen? Wie verändert sich das Berufsbild des Journalisten?

Allen, die journalistisch viel unterwegs sind, zeigt der neue Band aus der Gelben Reihe Journalistische Praxis "Mobiler Journalismus" von Björn Staschen, wie mobiler Journalismus funktioniert, und was sich dadurch für die journalistische Arbeit verändert. Björn Staschen, Redakteur der Tagesschau beim NDR, stellt aktuelle Technik und Tools vor, erklärt Software und Plattformen und erklärt Schritt für Schritt die journalistische Planung und Produktion. Tipps von erfahrenen Praktikern, die ihre Ausstattung vorstellen, runden das Praxisbuch ab.

Hier kann man das Buch "Mobiler Journalismus" bestellen, hier gibt es auch das E-Book "Mobiler Journalismus".

24.1.17

Lange Nacht des Menschenrechts-Films: ARRI-Kino, 8.2.2017, 19 Uhr


Bei Menschenrechtsverletzungen: Nicht wegschauen – hinsehen!
Lange Nacht des Menschenrechts-Films in München am 8. Februar 2017
ARRI-Kino, Türkenstraße 91, 19 Uhr, Eintritt frei


43 Studenten verschwinden spurlos in Mexiko. Aber ihre Eltern, Geschwister und Freunde geben sie nicht auf und kämpfen unbeirrt weiter: für die Vermissten, für Aufklärung – für die Menschenrechte. Bei der Langen Nacht des Menschenrechts-Films können sich Interessierte davon beeindrucken und berühren lassen, wie couragierte Menschen in aller Welt elementare Rechte täglich neu erstreiten: Am Mittwoch, 8. Februar, zeigt das ARRI-Kino München die Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016. Die Geschichten führen uns nach Mexiko, Indien, Zentralafrika, Israel – und Deutschland.

Preisträger Kategorie Kurzfilm: Esperanza 43 von Oliver Stiller
„Unsere Idee ist es, Menschenrechtsverletzungen anzuprangern“, erläutert Marko Junghänel, Gesamtkoordinator des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. „Darüber hinaus geht es darum, Erfolgsstorys zu schildern, bei denen der oft gefährliche Kampf für das empfindliche Gut der Grundrechte am Ende mit Erfolg gekrönt war: als Vorbild und zur Ermutigung für andere.“

Preisträger Kategorie Magazinbeitrag: Mexiko - Künstler gegen das Verbrechen
von Alexander Bühler und Jens-Uwe Korsowsky
Nicht nur im Inhalt, auch im Stil setzt sich der Preis dezidiert von herkömmlichen Film- und Medienpreisen ab. „Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist keiner, bei dem sich die Filmbranche selbst feiert“, sagt Junghänel. „Bei uns zählen einzig und alleine ein überzeugendes Thema und eine überzeugende filmische Darstellung. Wir können Auszeichnungen unabhängig von den Interessen von Verwertern oder Rechteinhabern vergeben. Damit machen wir dem Publikum Filme zugänglich, die im kommerziellen Kino kaum eine Chance hätten.“

Preisträger Kategorie Amateure: Morgenland
von Sonja Elena Schroeder, Luise Rist, Hans Kaul und Thomas Kirchberg
Aus 385 eingereichten Filmproduktionen hat eine 20-köpfige Fachjury die besten ausgewählt. Preise wurden in den fünf Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule und Amateure vergeben. Zusätzlich wurde ein Preis in der Sparte Bildung verliehen. Bei der Filmnacht im ARRI-Kino sind Filmemacher anwesend und stehen für ein Publikumsgespräch zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.  
 Kartenreservierung: muenchen@menschenrechts-filmpreis.de oder Telefon 089 74389657.


Preisträger Kategorie Bildung: Durch den Vorhang von Arkadij Khaet
Die Lange Nacht des Menschenrechts-Films veranstalten Amnesty International, Bezirk München und Oberbayern, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern, Landesmediendienste Bayern, missio – Internationales Katholisches Missionswerk, medien und kommunikation – Fachstelle der Erzdiözese München und Freising, Münchener Anwaltverein sowie die Stiftung Journalistenakademie. Neu im Kreis der Veranstalter ist die Gesellschaft für bedrohte Völker, Regionalgruppe München. Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München fördert die Filmnacht.

Preisträger Kategorie Hochschule: Where to, Miss? von Manuela Bastian
Pressekonferenz: Lange Nacht des Menschenrechts-Films im ARRI-Kino München
Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016 

Im Vorfeld dieser Filmnacht läden wir für Dienstag, 31. Januar 2017, 10.30 Uhr, zu einer Pressekonferenz in den PresseClub München ein (Tal 12, 2. Stock, U-/S-Bahn Marienplatz).
Termin: Dienstag, 31. Januar 2017, 10.30 Uhr
Ort: PresseClub München, Tal 12, 80331 München, U-/S-Bahn Marienplatz

Die Stiftung Journalistenakademie als Mitveranstalterin unterstützt den Deutschen Menschen­rechts-Filmpreis bei der Pressearbeit für die Lange Nacht des Menschenrechts-Films in München. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter presse.langenacht@gmail.com oder per Fax an 089 131406.



 

23.1.17

Ein ungewöhnliches Dossier: Schaut her, ich bin anders!

Wollen wir nicht alle gern anders sein – wenigstens ein bisschen? Wenn wir nicht anders sind, sind wir gewöhnlich, so wie alle anderen – langweilig. In Zeiten von Facebook und Co. kann man allen Interessierten und Desinteressierten zeigen: Schaut her, ich bin anders! Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der aktuellen Lehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC09, Pressereferent/in Crossmedia PC09 und Videoreporter/in Crossmedia VC02 an der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker haben mit „Anders“ ein besonderes Thema und für die Beiträge unterschiedliche journalistische Darstellungsformen gewählt. Entstanden ist eine vielseitige Momentaufnahme Münchens, gut recherchiert und mit ungewöhnlichen Themen garniert.
Andere Berufe können  Auswege sein: Das Dossier Anders zeigt individuelle Alternativen auf.
Der Beitrag Beruf Kaffeeröster schildert, dass jeder Kaffee hat seine Geschichte mit sich bringt. Die Getränkehändlerin wird zur Heldin des Alltags. Platz, Zeit und Wissen teilen: Co-Working hilft gegen Isolation im Büro und Alltagstrott bei der Arbeit. Um die Ecke in eine andere Welt: Die Obergiesinger Schuhwerkstätte schenkt Schuhen eine neue Perspektive. Reparieren statt wegwerfen: Das Reparatur Café gibt kaputten Geräten ein neues Leben. Alle Schrauben der Welt: Bei Schrauben Preisinger in München hat man die Wahl zwischen 30.000 Sorten. Plastikfrei leben: Ab heute wird alles anders: Ein Versuch, sich in Plastik-Enthaltsamkeit zu üben.

München anders: In entspannter Atmosphäre erzählen zwei Modejournalismus-Studentinnen, wie sie darauf gekommen sind, über ihre Wahlheimat zu bloggen. Man ist, was man isst: Essen ist ein Teil der Persönlichkeit. Andere Orte kennenlernen kann man in der Reportage Grüne Nadeln im Heuhaufen: Eine Gruppe junger Autoren hat zwischen Kommerz und Konservatismus Fleckchen alternativen Lebens aufgespürt – und einen Stadtführer geschrieben. Wenn plötzlich alles dunkel ist: 2015 hatte Marco Kaulbas einen Unfall auf der Autobahn. Seitdem ist er blind. Der 20-Jährige erzählt, wie sich sein Leben dadurch verändert hat. Winter-Radeln in München: Radfahren ist klimaschonend, gesund und spart Geld. Aber Fahrradfahren im Winter?

Wer sein Leben ändert, dem öffnet sich der Blick auf neue und kreative Möglichkeiten.
Ich bin ‚selbst‘ und ‚ständig‘: Immer mehr Menschen starten ihr eigenes Business. Doch wie sieht es aus, wenn man vom Traum in die Realität gelangt? Mehrsprachigkeit – ein Kinderspiel! Wie gelingt mehrsprachige Erziehung? Unter der Schwarzbrille sind alle gleich: Aber was, wenn man nichts sehen kann? Wie sieht Mannschaftssport für Blinde aus? Café Katzentempel – Das etwas andere Café stellt sich vor. „Kinder verstehen schon mit zwei bis drei Jahren soziale Normen“: Doch wie lernen wir, was normal ist?

Die Autorinnen und Autoren haben ihre Beiträge für das Dossier Anders in den journalistischen Unterrichtseinheiten und der folgenden Dossier-Phase entwickelt. Alle Texte wurden sorgfältig gegengelesen. Fast alle Fotografien und diverse Videos wurden extra für das Dossier Anders aufgenommen und bearbeitet. Das mit WordPress gestaltete Dossier ist in puncto Gestaltung auf dem neuestem Stand und lesefreundlich aufgebaut. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Lehrgänge an der  Journalistenakademie freuen sich auf Feedback zu ihren Beiträgen!

6.1.17

Wie Jugendliche Medien nutzen

Was sind für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren die wichtigsten Medientätigkeiten? Im Alltag nutzen sie vor allem das Handy (92 % tägliche Nutzung), das Internet (87 %) und hören Musik (82 %). Das zeigt die aktuelle JIM-Studie 2016. Jeder zweite Jugendliche hört demnach täglich Radio, sieht fern, schaut sich Onlinevideos an oder sieht Fotos/Videos auf dem Smartphone an.

Das Radio ist dabei nach wie vor das meistgenutzte Medium zum Musikhören, gefolgt von YouTube und Streamingdiensten. Auch das lineare Fernsehen spielt bei Jugendlichen immer noch eine bedeutende Rolle. 79 Prozent sehen täglich oder mehrmals pro Woche fern. Gleichzeitig findet Fernsehen immer häufiger im Internet statt. Dort sind YouTube und Netflix die bevorzugten Portale, jeder fünfte Jugendliche nutzt regelmäßig Mediatheken.

Unter den Instant-Messaging-Diensten spielt WhatsApp eine herausragende Rolle. Neun von zehn Jugendlichen nutzen den Dienst täglich. Instagram (39 % tägliche Nutzung) und Snapchat (35 %) folgen auf den Rängen zwei und drei.

Mit der Studienreihe „Jugend, Information, (Multi-)Media“, kurz JIM, erfasst der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest seit 1998, welche Medien bei Jugendlichen gerade hoch im Kurs stehen und wie sich der Medienalltag von jungen Menschen gestaltet. Jedes Jahr werden dabei neben Standardfragen aktuelle Aspekte der Mediennutzung aufgegriffen. Schwerpunktthemen der JIM-Studie 2016 waren unter anderem die Relevanz unterschiedlicher Optionen für die Nutzung von Bewegtbild und Musik, der Aktivitätsgrad der Nutzung von Social-Media-Plattformen, sowie Einstellungen zur Smartphonenutzung. Hierzu wurden zwischen Mai und Juli 1 200 repräsentativ ausgewählte Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren telefonisch befragt (CATI).

Quelle: Media-Perspektiven 10/2016