31.1.16

Coaching Initiative begleitet Schulteams in Sachen Lernkultur


Schulen sollen Orte werden, an denen Schüler und Lehrer gerne arbeiten
Die Coaching Initiative und die Initiative Schule im Aufbruch begleiten Schulteams auf dem Weg zu einer selbst bestimmten Lernkultur


Selbst bestimmtes Lernen war das zentrale Thema der Pressekonferenz der Coaching Initiative am 26. Januar 2016 im PresseClub München, die von der Münchner Journalistenakademie organisiert und moderiert wurde. Auf dem Podium diskutierten Lehrer, Schüler, Schulentwickler und Coachs, wie sich Schulen angesichts der Fragen des 21. Jahrhunderts verändern müssen. Und über die aktuelle Herausforderung, Flüchtlingskinder in den Schulalltag zu integrieren.

Die Podiumsgäste Franz Neumeyer, Christian Hausner, Ivonne Borchsenius, Alexander Wiedemann, Lina Scherkamp und Jonathan Gregory mit Moderatorin Jasmin Jobst (v.l.n.r.)

„Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir eine Schulform brauchen, die am Ende selbstbestimmte und selbstbewusste Schüler ins Leben entlässt.“, sagte Franz Neumeyer, Initiator der Coaching Initiative. „Die Welt ist hoch komplex: und hohe Komplexität kann nur durch ein hohes Maß an Kooperation vernünftig“ umgesetzt werden, damit der notwendige Wandel gelingen könne. Sein Fazit: „Hoch komplexe Systeme brauchen keinen Chef".

Christian Hausner, Vertreter der Initiative Schule im Aufbruch und Kooperationspartner der Coaching Initiative, ergänzte aus pädagogischer Sicht: „Lehrerausbildung muss in Deutschland grundsätzlich neu gedacht werden“. Als Lehrer im neuen Konzept müsse man sich als Lernbegleiter und Vorbild verstehen. Man könne sich nicht hinter „Schubladen oder dem System“ verstecken. Seine Erfahrung zeige: „Man ist einfach nicht mehr der, der Recht hat“. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Coaching Initiative: „Wir sprechen einfach die gleiche Sprache“.

Alexander Wiedemann vom Schulteam der Sudbury-Schule hält es für ausschlaggebend, das die Coaching Initiative den Wandel mit dem Ziel „Die Kinder sollen zu sich selbst finden“ lebt. In der Montessori-Schule könne der Schüler „den Lehrplan selbst bestimmen und sich selbst bewerten“, berichtete Jonathan Gregory, rückblickend über seine Schulzeit. Lina Scherkamp, im zweiten Jahr auf der Montessori-Schule, sagt: „ Ich bin viel motivierter, es macht mir viel mehr Spaß, so ist es viel schöner zu lernen“.

Die digitale Pressemappe zur Pressekonferenz der Coaching Initiative bringt  Interviews mit
den Podiumsgästen, Porträts, Hintergrundtexte, Fotos und ein Video


Die Integration der Flüchtlingskinder in den Schulalltag müsse schulübergreifend stattfinden. „Wenn die Flüchtlingszahlen zunehmen, sind neue Strategien nötig“, erläuterte Schulentwicklungsbegleiterin Ivonne Borchsenius. Ihr Vorschlag: Die Coaching Initiative solle „einzelne Schulen begleiten, um Best-Practice-Modelle zu entwickeln“. Drei Coaching-Dachverbände und die Coaching Initiative arbeiten hier zusammen. „80 Coachs spenden deutschlandweit Zeit und Engagement, um Lehrer in Übergangsklassen zu stärken“, freut sich Franz Neumeyer.

An fast allen Schulen arbeiteten Schulentwicklungsteams. Dabei gehe es darum, Insiderwissen und Erfahrungen aus dem Change Management für die Schulentwicklung zu nutzen, erläuterte Ivonne Borchsenius. Ihr Ziel: „Schulen sollen Orte werden, an denen Schüler und Lehrer gerne arbeiten“.

Digitale Pressemappe: Interviews mit den Podiumsgästen, Porträts, Hintergrundtexte, Pressefotos und ein Video hat die Journalistenakademie unter www.journalistenakademie.de/presse zusammengestellt. Weitere Informationen zur Coaching Initiative finden sich auf www.coachinginitiative.de.

23.1.16

Zeit und Kunst: Neues Dossier Begegnung der Journalistenakademie


Begegnung ist das Thema des neuen Dossiers der Münchner Journalistenakademie. Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der aktuellen Lehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC5 und Pressereferent/in Crossmedia PC5 stellen sich dem Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Als Rubriken hat das Redaktionsteam die Schwerpunkte Zeit der Begegnung und Kunst der Begegnung gesetzt. Für die Beiträge haben die Autorinnen und Autoren die jeweils passende journalistische Darstellungsform gewählt: Bericht, Interview, Reportage, Porträt oder Kritik.

Das neue Dossier Begegnung befasst sich mit den Themenfeldern Zeit der Begegnung und Kunst der Begegnung

Wie wir Begegnungen erleben und ob sie überhaupt zustande kommen, bestimmt die Zeit – die Jahreszeit, das Alter, das Zeitalter. „In unseren Beiträgen spüren wir nach, wie Begegnungen für Menschen mit Alzheimer zur Herausforderung werden, wie sich der Nikolaus auf die Kinder freut, wie Kinder aus aller Welt gemeinsam Weihnachten feiern und wie Menschen aus anderen Nationen einander in einer neuen Stadt begegnen“, beschreibt das Redaktionsteam seinen Blick auf das Themenfeld Zeit der Begegnung. Das Fazit: „Manchmal ist es auch umgekehrt und man muss sich gegen den Strom der Zeit stellen, wie wir von einer Biobäuerin lernen“.

Menschen mit Würde zu begegnen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, gleicht einer Kunst. Denn oft ist Kommunikation wie ein Minenfeld, gerade wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen. Das kreative Team hat sich dem Themenfeld Kunst der Begegnung einfühlsam und zugleich mit journalistischer Neugierde genähert: „In unseren Texten beobachten wir, wie Migranten den ankommenden Flüchtlingen helfen. Wir befragen einen PR-Experten über die Kunst der Kommunikation und begegnen unseren Grenzen am Polarkreis", schreibt die Redaktion über Kunst der Begegnung. Und stellt fest: "Manchmal ist es auch die Kunst selbst, die zur Begegnung führt – wenn wir Musik hören, oder gemeinsam etwas Neues erschaffen“.

Die Autorinnen und Autoren haben ihre Beiträge in den journalistischen Workshops und der folgenden Dossierphase entwickelt. Alle Texte wurden sorgfältig gegengelesen. Fast alle Fotografien wurden extra für das Dossier Begegnung aufgenommen und bearbeitet. Ein Beitrag kombiniert den Onlinetext mit einer selbstgestalteten Audio-Slideshow. Die Journalistenakademie gratuliert der Redaktion zum neuen Dossier Begegnung. Lob, Anregungen und Kritik sind erwünscht. Die Autorinnen und Autoren freuen sich auf Feedback zu ihren Beiträgen!

16.1.16

Journalismus: Fünf Trends für 2016

"Fünf Trends, die ich mir wünschen würde" hat Gabriele Hooffacker für Springer Professional zusammengefasst. Dabei bezieht sie Stellung zu aktuellen Entwicklungen im Journalismus und fordert eine Rückbesinnung auf die klassische Funktion des Journalismus ein. Die fünf Forderungen:
  1. Die Rolle des Journalismus weiter diskutieren 
  2. Wieder klare Trennung von Information und Meinung 
  3. Handwerksregeln transparent machen 
  4. Technik verstehen und einsetzen können 
  5. Gegen den Strom: Öffentlichkeit herstellen.
Ihr Fazit: Weniger Selbstbezug, mehr Öffentlichkeit.

Buchtipp: Einführung in den praktischen Journalismus

15.1.16

Auslandsberichterstattung nimmt zu, parallele Nutzung stagniert

In den Nachrichtensendungen der vier großen deutschen Fernsehsender hat in den letzten Jahren der Umfang der Auslandsberichterstattung zugenommen. Zu dieser Entwicklung beigetragen haben vor allem Krisen und Konflikte in- und außerhalb Europas, global agierender Terrorismus, internationale Verflechtungen in Politik und Wirtschaft, Migration und Flucht aus Krisenländern. Das berichtet die Fachzeitschrift Media-Perspektiven in ihrer aktuellen Ausgabe.

Das Schlagwort "Second Screen" prägte in den vergangenen Jahren die Diskussion darüber, welche Medieninhalte wie aufgenommen werden. Die parallele Nutzung von Medien wurde intensiv untersucht. Jetzt zeigt sich: Das parallele Nutzen von Medien ist offenbar an seine Grenzen gestoßen. Die ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation hat festgestellt, dass trotz Smartphones, Tablets und zusätzlicher digitaler Medieninhalten ein Sättigungseffekt eingetreten zu sein scheint. Zum Beitrag Parallele Mediennutzung stagniert bei Media-Perspektiven

10.1.16

Mobile Nutzung wächst weiter

Das rasante Wachstum der mobilen Nutzung zeigt ein Bericht auf Flurry. Er belegt auch, dass die Anzahl der News-Apps dramatisch wächst - und dass sich das Zwitter-Gerät Phablet durchgesetzt hat. Dazu gibt es auf BR24 einen Beitrag von Christian Jakubetz.

3.1.16

Kurse Onlineredakteur/in und Pressereferent/in starten am 25.1.2016


Am 25. Januar 2016, in dreieinhalb Wochen, starten neue Vollzeitlehrgänge an der Journalistenakademie in München. Wer als Journalist oder Akademiker mit Medienerfahrung Wissenslücken schließen, fundierte Onlinekenntnisse erwerben oder in die Berufsfelder Pressearbeit klassisch und online oder Videojournalismus wechseln will, ist für die aktuellen Vollzeitlehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia und Pressereferent/in Crossmedia an der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker bestens geeignet. Aktuelle Referenzen und Arbeitsproben erwerben die Teilnehmenden in mehreren kursbegleitenden Praxisprojekten. Das detaillierte Zertifikat bestätigt den Absolventinnen und Absolventen zum Lehrgangsende die neu erworbenen Kenntnisse. Ausgewählte Praxisprojekte der letzten Monate zeigen, was in den Lehrgängen realisiert wird.

Die November-Ausgabe 2015 des ‚journal digital‘ der Journalistenakademie zum Thema 'Teilen'
Online-Journalismus: Das im November 2015 fertiggestellte Dossier zum Thema ‚Teilen‘, die neueste Ausgabe des ‚journal digital‘ der Journalistenakademie München
Pressearbeit online: Die digitale Pressemappe zur Pressekonferenz Schwerstkranke Kinder und Jugendliche brauchen ‚Große und Kleine Freunde‘ im Juni 2015 des Ambulanten Kinderhospiz München-AKM, das sich schwerstkranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien annimmt. 
Webauftritt: Den im Juli 2015 präsentierten crossmedialen Webauftritt der Münchner Schachstiftung, die sich für benachteiligte Kinder, behinderte Kinder und Jugendliche und Flüchtlingskinder einsetzt.
Video: Das filmische Porträt der Umwelt-Akademie München, das zum 25-jährigen Jubiläums der Umwelt-Akademie im Oktober 2015 gedreht wurde. Es stellt Gründer, Aktive und die Arbeit des Vereins vor.

Ein filmisches Porträt: Die Umwelt-Akademie München stellt sich und ihre Arbeit im Video vor.
Die Journalistenakademie optimiert und zertifiziert die Inhalte und Abläufe ihrer Vollzeitkurse seit 15 Jahren regelmäßig. Mit den aktuellen Lehrgangsbezeichnungen sind sie seit 2014 noch besser auf die Wünsche des Arbeitsmarkts ausgerichtet. Die nächsten Kurse Onlineredakteur/in Crossmedia OC6 und Pressereferent/in Crossmedia PC6 starten am 25. Januar 2016. Jeder der beiden Kurse dauert sechs Monate und ist nach AZAV zertifiziert. Detaillierte Informationen zum Kurs Onlineredakteur/in Crossmedia gibt es online unter http://www.journalistenakademie.de/index.php?p=3 und zum Kurs Pressereferent/in Crossmedia unter http://www.journalistenakademie.de/index.php?p=4. Die Vermittlungsquote ein halbes Jahr nach Lehrgangsende liegt im Durchschnitt bei etwa 90 Prozent.

1900 Absolventinnen und Absolventen in 15 Jahren: Die Journalistenakademie München
Die Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG ist eine verlagsunabhängige Journalistenschule in München. Seit 2000 bieten die Journalistin Prof. Dr. Gabriele Hooffacker und ihr Dozenten-Team Lehrgänge in den Bereichen Journalismus, Pressearbeit und Medienproduktion digital an. Die Schwerpunkte sind crossmediale Onlineredaktion, crossmediale Pressearbeit sowie crossmedialer Videojournalismus. Bis 2015 absolvierten mehr als 1.900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Vollzeit-Seminare und berufsbegleitenden Lehrgänge. Die Akademie ist vernetzt mit Organisationen wie dem MedienCampus Bayern, der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di und der Deutschen Public-Relations-Gesellschaft.

Informationen, Beratung, Anmeldung und Lehrgangsort: Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co.KG, Arnulfstr. 111-113, 80634 München, Telefon 089/1675106, Fax 089 131406, Mail info@journalistenakademie.de, Web www.journalistenakademie.de