28.12.13

Was Journalisten und Zuschauer von Interaktivität halten

Welche Rolle spielt Publikumsbeteiligung beim Polittalk? Journalisten und Publikum schätzen das weitgehend ähnlich ein. Insgesamt neigen Journalisten dazu, die Publikumserwartungen bezüglich aktiver Inklusionsformen zu überschätzen, hingegen die Erwartungen an die Transparenz der redaktionellen Arbeit zu unterschätzen.

Demgegenüber erwartet das Publikum vom Polittalk deutlich stärker die Erfüllung der Aufgaben Kritik und Kontrolle, als es die befragten Redaktionsmitglieder als Teil ihrer Arbeit sehen. Das ergab eine Studie von Wiebke Loosen, Jan-Hinrik Schmidt, Nele Heise und Julius Reimer, die soeben in der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts als Nr. 28 erschienen ist.

Die Studie zeigt, dass die neuen technischen Möglichkeiten, das Publikum einzubeziehen, gerade bei klassischen journalistischen Formaten wie dem Polittalk auch veränderte Erwartungen bei den Journalisten ebenso wie beim Publikum erzeugt haben.

Die Studie kann beim Hans-Bredow-Institut komplett als PDF heruntergeladen werden.

20.12.13

Nutzerforschung: Für Online-Nachrichten zahlen?

Wie Nachrichten unter den Bedingungen einer digitalen Medienlandschaft gefunden und genutzt werden, hat der Reuters Institute Digital News Survey 2013 erforscht. In einer vergleichenden Studie wurden die Nachrichtenrepertoires in fünf europäischen und drei außereuropäischen Ländern untersucht. Die Ergebnisse präsentieren Sascha Hölig und Uwe Hasebrink in der aktuellen Ausgabe der Mediaperspektiven.

Hauptproblem für die Anbieter von Onlinenachrichten ist demnach die kaum vorhandene Zahlungsbereitschaft der Nutzer: "In allen Ländern gibt nur eine klare Minderheit der Internetnutzer an, bereits für digitale Nachrichten gezahlt zu haben." Ansätze für mögliche künftige Verschiebungen sehen die Autoren vor allem bei Jün­geren. Zudem seien die Nutzer mobiler Endgeräte eher bereit für Nachrichten zu zahlen.

15.12.13

Sanktionen bei ALG II abschaffen: bis 18.12. unterschreiben!

Noch bis 18. Dezember kann man die E-Petition 46483 an den Deutschen Bundestag zum Arbeitslosengeld II unterschreiben. Gefordert wird die Abschaffung der Sanktionen und Leistungseinschränkungen (SGB II und SGB XII). Initiatorin der E-Petition ist Inge Hannemann, zurzeit beurlaubte Mitarbeiterin des Jobcenters Hamburg. Sie wurde inzwischen mit dem taz-Panter-Preis 2013 für Zivilcourage ausgezeichnet.

Ihre Forderung: die Paragrafen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Grundsicherung für Arbeitsuchende, § 31 bis § 32 SGB II) und im Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe, §39a SGB XII) sollen ersatzlos gestrichen werden. Begründung: "Wem ganz oder teilweise die Grundsicherungsleistung gestrichen wird, dessen Existenz und gesellschaftliche Teilhabe ist bedroht."

Benötigt werden 50.000 Unterschriften. Mehr als 44.000 liegen bereits vor. Noch bis 18. Dezember kann man die Petition hier unterzeichnen.
Nachtrag: Inzwischen wurde das Quorum (50.000) erreicht und weit überschritten.

10.12.13

Neues Dossier Veränderung ist online

Veränderungen: Alles verändert sich, täglich und unaufhaltsam. Die Autorinnen des Seminars „Journalismus Crossmedial“ an der Journalistenakademie München haben in Reportagen, Features und Interviews die verschiedenen Aspekte von Veränderungen beleuchtet: Wie wandeln sich Stadtteile? Warum ändern Menschen ihr Geschlecht? Wie beeinflussen Medien wie Facebook, Twitter und Co. den Alltag? Was passiert, wenn verlorene Wahlen das Leben durcheinander bringen? Wie verändert Lohndumping das Selbstwertgefühl von Menschen und das Bild vom Staat? Was geschieht mit Menschen, wenn sich das Wetter um sie herum ändert? Die Videojournalisten des Seminars „Audio- und Videoproduktion“ haben eigene Filme zum Thema beigesteuert.



Auf den folgenden Seiten sind die Antworten so vielfältig wie das Thema „Veränderung“.

9.12.13

Tipps fürs Corporate Blogging

Klaus Eck gibt auf prblogger.de zehn Tipps für das Schreiben in Corporate Blogs. Darunter Klassiker wie "Fassen Sie sich kurz!", Dauerbrenner wie "Erzählen Sie Geschichten", aber auch Praktisches wie "Verbessern Sie Ihren Google Pagerank". Gute Zusammenstellung.

4.12.13

Video: Ein Dorf im Wandel

Kleinschelken - Ein Dorf im Wandel über ein Dorf in Siebenbürgen, dessen deutsche Bewohner zurückkehren, ist Thema eines der Abschluss-Videos zum berufsbegleitenden Lehrgang Audio- und Videoproduktion an der Journalistenakademie. Den Film von Anne Lassner kann man auf YouTube ansehen. Weitere Abschluss-Filme handelten vom Aufbau einer frühmittelalterlichen Klosterstadt bei Messkirch sowie vom Skandal um ein satirisches Titanic-Titelbild unter dem harmlosen Titel "Kirche heute". Alle Videos sind im YouTube-Channel der Journalistenakademie zu finden. Viel Spaß!

Der nächste Lehrgang Audio- und Videoproduktion startet am 31. Januar 2014.

26.11.13

Die besten Twitter-Tools

Die Journalisten-Community Torial stellt in ihrem Blog die besten Twitter-Tools vor. Darunter sind Klassiker wie Topsy oder Twitter-Trends, aber auch Auswertungstools wie Mentionmapp oder Socialmention.
Twitter-Tools Teil 1
Twitter-Tools Teil 2

23.11.13

Mitgliedermagazine und Jahresberichte gestalten

Wie man Jahresberichte informativ und ansprechend gestaltet, zeigt "Der Verbandsstratege" in seiner neuen Ausgabe. Er empfiehlt einen Mix aus Agendasetting, Storytelling, Konjunkturdaten und Berichten aus der Verbandsarbeit im Magazinstil. Sein Tipp: bei der Fertigstellung Pufferzeiten einplanen!
In einer vorangegangenen Ausgabe ging es um Mitgliederzeitschriften. Hier sollen, so das Fachblatt, die Rubriken Verbandspersonalien, Stellenmarkt und „Internes aktuell“ als Dauerbrenner gelten, die in keiner Ausgabe fehlen sollten.
Jahresberichte gestalten (PDF)
Mitgliederzeitschriften texten und konzipieren (PDF)

Wer das Seminar "Die Kundenzeitschrift" am Wochenende in der Journalistenakademie verpasst hat, kann es im Jahr 2014 nachholen!

21.11.13

Qualitätsiegel des MedienCampus für die Journalistenakademie

Die Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG freut sich über das Qualitätssiegel des MedienCampus Bayern e.V. Gemeinsam mit zwölf weiteren Ausbildungseinrichtungen aus Bayern erhielt sie die Auszeichnung am Montag, 11. November 2013, bei der Mitgliederversammlung in München. "Das Qualitätssiegel bestätigt die herausragende Arbeit der Einrichtungen in der Aus- und Weiterbildung im Medienbereich", so der MedienCampus in seiner heutigen Pressemitteilung. 

Franz Josef Pschierer, Medien-Staatssekretär sowie Vorstandsvorsitzender des MedienCampus Bayern und Vorstandsmitglied Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), überreichten die Siegelurkunde an Journalistenakademie-Geschäftsführer Peter Lokk. Mehr als 1500 Online-Journalisten, Pressereferenten, Videojournalisten und Medienmanager haben seit 2000 die Lehrgänge der Journalistenakademie erfolgreich absolviert. "Mit dem Qualitätssiegel wird unsere nachhaltige Weiterbildungsarbeit gewürdigt", so das Fazit von Peter Lokk. 

                                                    Foto: Marita Reich, MedienCampus Bayern e.V.

20.11.13

Wie gut ist mein Text?

Das BlaBlaMeter testet Texte von Journalisten, PR-Fachleuten, Professoren und anderen Vielschreibern auf ihren Gehalt. Das Ergebnis ist ein "Bullshit-Index". Hoher Unterhaltungswert! Hier geht's zum BlaBlaMeter

16.11.13

Dr. Gabriele Hooffacker erhält Berufungsurkunde an der HTWK

Ihre Berufungsurkunde als Professorin an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) erhielt unsere Akademieleiterin Dr. Gabriele Hooffacker am Mittwoch,13. November 2013, vom kommissarischen Rektor Dr.-Ing Markus Krabbes. Die promovierte Germanistin, Buchautorin, Journalistin, Journalistenausbilderin und Gründerin der Münchener Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG arbeitet bereits seit Mai 2013 an der HTWK. Ihr Lehrbereich an der HTWK "Medienadäquate Inhalteaufbereitung" hat die Schwerpunkte Medienkonzeption, Praktische Medienproduktion, Crossmediale Verwertung, Journalistische Grundlagen. Wir gratulieren und wünschen weiterhin viel Erfolg in der Journalistenausbildung!
Prof. Dr. Gabriele Hooffacker und komm. Rektor Prof. Dr.-Ing. Markus Krabbes

13.11.13

Social Media: Nutzer gehen nach Interesse

Möglicherweise ist das Ende des klassischen Newsfeeds bei Facebook gekommen. Diese interessante Beobachtung hat Martin Weigert auf Netzwertig.com veröffentlicht. Denn Facebook laufen die jungen Nutzer davon. Sie wenden sich zur Informationsgewinnung eher interessanten Akteuren auf Twitter oder Instagram zu. Dabei werde, so Martin Weigert, differenziert zwischen dem Interest Graph - also der Nachrichtenzusammenstellung, die sich direkt an den Interessen der Nutzer orientiert - und dem Social Graph, dem Nachrichtenstrom aus den Informationen der "Freunde". Die Nutzer gingen dazu über, diese beiden Funktionen zu trennen, und wendeten sich für die private Kommunikation verstärkt Anwendungen wie WhatsApp oder WeChat zu.
Zum ausführlichen Beitrag auf Netzwertig.com

5.11.13

Neues Dossier Sprache der Journalistenakademie ist online


Sprache ist der Titel des neuen Dossiers der Stiftung Journalistenakademie. Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer  der Lehrgänge Online-Journalismus OJ47 und Pressearbeit online PO40 präsentieren ihre Interviews, Kommentare, Features und Reportagen rund um das Thema Sprache. In den vier Rubriken Laut, Leise, Sprachgewaltig und Sprachmächtig geht es um funktionelle Analphabeten genauso wie um Bühnensprache, den Frauenbuchladen Lillemor's, die Macht der Bilder, Mehrsprachigkeit als Ressource oder die Nachrichtenauswahl im Hörfunk. Leseempfehlung: Das neuerschienene Dossier Sprache



2.11.13

Neue Kurse Online-Journalismus und Pressearbeit: Einstieg noch möglich

Seit 28. Oktober laufen die neuen Kurse Online-Journalismus OJ48 und Pressearbeit online PO41 an der Stiftung Journalistenakademie in München. Wer als Journalist sich neue Arbeitsfelder im Online-Bereich erschließen oder aus dem klassischen Journalismus in die Pressearbeit wechseln will, lernt hier in sechs Monaten das nötige Handwerkszeug. Bis zum 15. November ist der Einstieg für Kurzentschlossene noch möglich. Beide Lehrgänge sind zertifiziert und können durch die Agentur für Arbeit gefördert werden. Die Journalistenakademie freut sich mit den neuen Studierenden: Herzlich willkommen!


28.10.13

Von der Leichtigkeit, mobile Kommunikation abzuhören

Von der Leichtigkeit, die mobile Kommunikation sogar der Bundesregierung abzuhören, berichtet Peter Welchering im DLF-Interview:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/2300363/  

Anfang 2014 plant die Journalistenakademie einen Workshop mit Peter Welchering und Manfred Kloiber zum Thema "Schotten dicht - wie Journalistinnen und Journalisten ihre Informanten und Recherergebnisse besser schützen".

23.10.13

Wikipedia und PR: Zwei, die sich nicht verstehen

Die PR-Branche kommt mit Wikipedia nicht zurecht. Umgekehrt gilt das ebenfalls: Gerade hat die internationale Wikimedia-Foundation bekannt gegeben, dass mehr als 250 Nutzerprofile gesperrt oder aus dem Wiki verbannt worden seien.

Die deutschsprachige Wikipedia ist davon zunächst nicht betroffen. Doch auch hier gibt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Autoren, die von dritter Seite für ihre Tätigkeit bezahlt werden. Wikipedia hatte deshalb Anfang Oktober eine Abstimmung darüber gestartet, wie mit diesen Autoren umgegangen werden soll. Doch die Community konnte sich nicht einigen. Am 21. Oktober wurde das Meinungsbild als solches mit großer Mehrheit abgelehnt.

Für PR-Leute ist damit nach wie vor ungeklärt, unter welchen Umständen sie bei Wikipeda mitarbeiten können. Das Korrigieren von nachweisbaren Fakten mit Quellenangabe ist meist möglich. Aber auch hier kann es sein, dass ein PR-Mitarbeiter, der offen unter seinem Namen auftritt, von einem übers Ziel hinausschießenden Wikipedia-Administrator kurzerhand gesperrt wird. Nach wie vor werden also PR-Leute in Wikipedia "under cover" unterwegs sein.
Tagesschau.de über den Wikipedia-Umgang mit PR

22.10.13

Medientage - Fotonachlese

Die Journalistenakademie war mit einem Stand, vielen Alumni und Alumnae und Vorträgen ihrer Dozierenden auf den Medientagen vertreten. Resad Özkan hat Impressionen von den Medientagen festgehalten.









Fotos: Resad Özkan


18.10.13

"Innovationen in den Medien" kostenfrei herunterladen

„Innovation in den Medien“ heißt die neueste Publikation des MedienCampus Bayern. Sie ist pünktlich zu den Medientagen München erschienen und kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden. Transmediales Arbeiten, Datenjournalismus, Social Media, Live-Berichterstattung, Storywelten, Geschäftsmodelle im Mobile-Bereich, Change Management, Life Balance und Kreativitätstechniken sind Themen der Beiträge. Hervorgegangen ist die Publikation als ausgebaute Dokumentation der „Fachtagung Medien“ des Mediencampus Bayern vom Juli 2013 in Nürnberg.
„Innovation in den Medien“ kann als pdf kostenfrei unter www.mediencampus.de heruntergeladen werden. Wer das Buch als gedrucktes Exemplar möchte, kann es versandkostenfrei hier bestellen.

13.10.13

Studie: Mobile Online-Nutzung ist Alltag geworden

Das Internet mobil über Smartphones und Tablets zu nutzen schürt die Erwartung der Nutzer, dass jegliche Inhalte jederzeit in adäquater Form für alle Endgeräte für sie verfügbar sind. Das ist ein Ergebnis der ARD-Mobilstudie, bei der zunächst 65 Mobilnutzer protokollierten, was sie wann online tun, und 20 davon daraufhin vertieft befragt wurden. Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurden 400 Personen online befragt.

Ubiquität: Das Smartphone kommt überall zum Einsatz. Demgegenüber wird das Tablet vorrangig zuhause genutzt. Substitution: Dabei ersetzt es PC und Laptop nicht, drängt sie aber weiter zurück. Auch das Fernsehgerät wird durch die mobilen Geräte nicht ersetzt. Immer mehr Zuschauer nutzen beides parallel. Die Parallelnutzung scheint für einen Großteil des Publikums immer stärker die Regel zu werden, wobei die Internetaktivitäten zumeist nichts mit dem laufenden Programm zu tun haben.

Das Ergebnis der ARD-Mobilstudie ist in der aktuellen Ausgabe von Media-Perspektiven veröffentlich.

12.10.13

Medientage-Workshop: Tablet-Journalismus mit Malte Burdekat

Am Donnerstag, den 17. Oktober, ab 13:00 Uhr leitet Malte Burdekat, langjähriger Dozent der Journalistenakademie, auf Einladung des MedienCampus Bayern einen Workshop zum Tablet-Journalismus. Der Workshop findet in der Café-Lounge des MedienCampus-Areals statt und ist kostenfrei.

Ist das Smartphone und der Tablet-Computer die Lösung aller Probleme im Journalismus? Auf den ersten Blick steckt in den handlichen Allzweckwaffen jedenfalls eine Menge Potenzial. Wer keine gedruckte Tageszeitung mehr liest, lädt sie sich vielleicht regelmäßig auf sein mobiles Endgerät und trägt somit zur Finanzierung journalistischer Inhalte bei.Wenn künftig die Angebote der großen journalistischen Marken zunehmend ansprechender für diese Geräte konzipiert werden, steigt vielleicht die Anzahl zahlender Leserinnen und Leser.

iPad & Co. lassen sich auch als Werkzeuge zur Produktion von Inhalten einsetzen - wenn es unauffällig, schnell oder mit geringem Budget gehen muss, geht's mit dem Handy an den Ort des Geschehens. Natürlich können die Aufnahmeeigenschaften nicht mit professionellem Equipment mithalten - noch nicht.
Richtig eingesetzt lassen sich heute schon ordentliche Bilder und Videobeiträge komplett mobil erstellen und dank immer besserer mobiler Internetanbindung gleich bei Onlinepublikationen hochladen. In der Journalistenausbildung bieten mobile Endgeräte eine kostengünstige Möglichkeit, alle Darstellungsformen mit Software auszuprobieren, deren Funktionen viele schon privat nutzen

Das Bild von Journalisten, die bei Pressekonferenzen ihr Tablet gegen das Podium richten, löst zwar noch Irritationen aus, das taten die handlichen Camcorder von Videojournalisten vor 15 Jahren jedoch auch.
Der Workshop wird sich mit der aktuellen Lage und den Ausbaumöglichkeiten des Tablet-Journalismus beschäftigen. (Text/Bild MB)



5.10.13

Digitaler Journalismus: Tools für Storys und Visualisierung

20 Werkzeuge für digitalen Journalismus hat Sarah Marshall für www.journalism.co.uk zusammengestellt. Allen voran natürlich Storify fürs digitale Geschichtenerzählen mithilfe von Social Media. Weitere Klassiker sind Bambuser und Soundcloud. Doch auch neue und unbekanntere Tools werden vorgestellt, für die interaktive Timeline ebenso wie fürs Entlarven gefaketer Fotos.

Ergänzen möchte ich die Liste noch um den Public Data Explorer von Google, der öffentlich zugängliche statistische Daten sofort in Grafiken umsetzt.

Zum Beitrag "20 Tools..." (englisch)
Zum Data Explorer

1.10.13

Arbeitsmarkt: Strukturprobleme werden deutlicher

Die Herbstbelebung hat nicht die erhoffte Entlastung bei der Arbeitslosigkeit gebracht. Zwar hat die Zahl der Arbeitslosen von August auf September um 97.000 auf 2.849.000 abgenommen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat allerdings um 25.000 angestiegen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Gegenüber dem Vorjahr waren 61.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Als Begründung nennt Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA): Es seien weniger arbeitsmarktpolitische Instrumente wie Qualifizierung oder Zuschüsse eingesetzt worden. Die Zahl der Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen, ist weiterhin rückläufig. Auch seien Beschäftigung schaffende Maßnahmen und die Förderung der Selbständigkeit zurückgegangen. Heinrich Alt: "Insgesamt zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung, gleichzeitig werden aber strukturelle Probleme immer deutlicher."

Die Aussichten für 2014 sind laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Thinktank der Arbeitsagenturen, durchwachsen. Im Jahresdurchschnitt 2014 werden voraussichtlich 42,09 Millionen Menschen erwerbstätig sein. Das ist ein Plus von 240.000 Personen gegenüber 2013. Die Arbeitslosigkeit werde hingegen nur um 40.000 Personen sinken auf dann 2,9 Millionen Arbeitslose. „Um die Beschäftigungschancen wieder zu erhöhen, sollte die Arbeitsmarktpolitik auf eine substanzielle Qualifizierungsstrategie fokussiert werden“, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen.

Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit
Zur Pressemitteilung des IAB mit Link zur Studie

30.9.13

Journalistenakademie auf den Medientagen

Im Aus- und Weiterbildungsareal des Mediencampus Bayern in Halle B 0 findet sich auf den Medientagen München der Stand der Journalistenakademie. In Halle B 0 bietet der Mediencampus ei umfangreiches Programm: von der Live-Übertragung des Mediengipfels über digitale Storywelten und Corporate Video bis hin zu "Wie nutze ich als junger Journalist Twitter, Youtube und Co.? Das Team der Journalistenakademie freut sich auf Ihren Besuch. Der Zugang zum gesamten Areal im Erdgeschoss ist kostenlos; wer an den Kongressveranstaltungen im ersten Stock teilnehmen möchte, muss sich unbedingt vorher akkreditieren.
Zum Programm des Mediencampus Bayern auf den Medientagen

Studie: Mehr Boulevard und Service bei der ARD

Auch die Öffentlich-Rechtlichen setzen immer mehr auf Boulevard- und Servicethemen. Zu diesem Ergebnis kommt eine bislang unveröffentlichte Studie der Otto-Brenner-Stiftung, die der "Spiegel" ausgewertet hat. Insbesondere die ARD-Sender SWR und NDR würden ihre Programmaufteilung schönrechnen. Ihren Informationsanteil könnten sie nur durch Wiederholungsraten von rund 40 Prozent aufrechterhalten.

Stattdessen hätten sich die Dritten zu Ratgebersendern entwickelt, "in deren Mittelpunkt Garten, Kochen und Tiere stehen", so die Studie. Damit sei die Boulevardisierung der Dritten mindestens genau so weit fortgeschritten wie diejenige bei den Privaten.

Zum Beitrag auf Spiegel online

12.9.13

Berufsbegleitend Pressearbeit lernen ab 11. Oktober

Pressearbeit, Online-PR und Social Media parallel zum Beruf lernen und ein Zertifikat der Journalistenakademie erwerben - für Verdi-Mitglieder geht das zu einem erschwinglichen Preis: Am 11. Oktober 2013 abends startet in München zum zehnten Mal der bewährte 9-monatige Pressearbeits-Lehrgang.  Zur Pressemitteilung der Journalistenakademie

4.9.13

ARD-ZDF-Onlinestudie: Internetkonsum und mobile Nutzung steigen rasant

Onliner in Deutschland verbringen im Schnitt 169 Minuten täglich im Internet. Die Online-Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Die wöchentliche Bewegtbildnutzung steigt binnen eines Jahres um 6 Prozentpunkte auf 43 Prozent. 23 Mio. Nutzer greifen regelmäßig auf Bewegtbildinhalte im Netz zu. Dies sind einige Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013.

77,2 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahren in Deutschland sind online (2012: 75,9%). Für das Wachstum ist ausschließlich die Generation der „Silver Surfer“ (ab 50 Jahren) verantwortlich. Den größten „Sprung“ vom Offliner zum Onliner machen 2013 die Über-70-Jährigen: von 20,1 (2012) Prozent auf 30,4 Prozent.

War ein Tablet 2012 erst in 8 Prozent der Online-Haushalte anzutreffen, sind es 2013 bereits 19 Prozent. Mobile Endgeräte treiben den Internetkonsum voran. Die Unterwegs-Nutzung steigt binnen eines Jahres deutlich von 23 Prozent (2012) auf 41 Prozent (2013). Apps werden mittlerweile von 44 Prozent der deutschen Onliner auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013, für die im März bis April dieses Jahres bundesweit repräsentativ 1.800 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, sind in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ (MP 7-8/2013) dokumentiert und unter ttp://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ abrufbar.
Die einzelnen Beiträge zum Anstieg der Nutzungsdauer, zur Bewegtbildnutzung, zur mobilen Nutzung und zu Social Media:
·   Rasanter Anstieg des Internetkonsums - Onliner fast drei Stunden täglich im Netz
·   Multioptionales Fernsehen in digitalen Medienumgebungen
·   "Always on" - Smartphone, Tablet & Co. als neue Taktgeber im Netz
·   Wer nutzt was im Social Web? 

3.9.13

Täglich 19 Millionen Deutsche bei Facebook

Facebook kann in Deutschland täglich aktuell 19 Millionen Nutzer vermelden. Das teilte das Soziale Netzwerk in seiner aktuellen Statistik über die Nutzerzahlen mit. Mobil sind auf Facebook täglich 13 Millionen Nutzer aus Deutschland aktiv. Monatlich nutzen mehr als 18 Millionen Menschen Facebook mobil. Das sind fast 65 Prozent aller deutschen Smartphone-Nutzer.
Zur Kurzmeldung auf techfieber.de
Zur Facebook-Statistik auf allfacebook.de

29.8.13

Erinnerung an jüdische Nachbarn in Neuhausen: www.weissekoffer.de

„Kunst ist keine private Angelegenheit“, sagt der Künstler Wolfram P. Kastner. Die Website www.weissekoffer.de begleitet seine Kunstaktion „hier wohnte…“. Weiße Koffer und Gedenktafeln mit Portraits und Biografien vor fünf Wohnhäusern in Neuhausen erinnern an jüdische Frauen, Männer und Kinder. Sie lebten in diesem Stadtteil, wurden verfolgt,1941 deportiert und später ermordet. Die Installation endet am 20. November, dem Tag der Deportation jüdischer Menschen nach Kaunas.

Die ehemaligen jüdischen Nachbarn erhalten auf www.weissekoffer.de ein Gesicht. All diejenigen, die in den fünf ausgewählten Häusern lebten, werden vorgestellt, meist mit Foto, Biografie und Dokumenten aus der NS-Zeit. Der Online-Auftritt bietet Interviews, Hintergrundbeiträge oder Statements von Unterstützern – als Text oder Audio-Dateien. In einem Interview erinnert sich der Zeitzeuge und Neuhausener „Halbjude“ Walter Joelsen an die Zeit vor 70 Jahren. Er diskutiert mit Schülern der Winthirschule: 1943 trifft 2013.

Konstantin Wecker erzählt, warum er an die Kunst als wichtiges Medium glaubt und die jüdische Musikerin Naomi Isaacs macht im Gedenken an die ehemaligen jüdischen Bewohner Neuhausens einen Rundgang. Was die weiß gefassten Koffer einer aus Bosnien geflüchteten Frau und der Moderatorin Amelie Fried sagen, sehen Sie in einem Film.

Ein Film, eine Slideshow und Audiobeiträge fangen Reaktionen und Stimmungen zum Projekt ein. Die Website ergänzt und vervollständigt die Kofferinstallation vor den Wohnhäusern, macht auf die Geschichte aufmerksam und trägt ihren Teil gegen das Vergessen bei. Ziel ist es, durch dieses Medium auch ein weiteres, jüngeres und breiteres Publikum als nur die Passanten vor Ort zu erreichen. QR-Codes an den Tafeln mit einem direkten Link zum Audio-Rundgang und zum Video verbinden plastische Installation und virtuelle Website.

Die Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker dokumentiert die Kunstinstallation mit diesem Onlineauftritt. Unterstützt wird die Aktion vom Bezirksausschuss des Stadtbezirks Neuhausen-Nymphenburg, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Münchner Volkshochschule, der Stadtbibliothek München, der Winthirschule u.a.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Wolfram P. Kastner, Institut für Kunst und Forschung
Tel. 089 – 157 32 19 oder E-Mail: w.kastner@ikufo.de

Zum Webauftritt weissekoffer.de
Weitere Fotos zum Projekt weissekoffer.de

28.8.13

Neu: Lehrbuch Radio-Journalismus in der 10. Auflage

"Radio-Journalismus" ist ein Lehrbuch, das mit dem Radio-Machen und der crossmedialen Arbeit beim Radio vertraut macht. Soeben ist es in der 10. Auflage erschienen.

Ebenso wie es kaum ein Radio-Programm ohne begleitenden Internet-Auftritt mehr gibt, so kommt auch kein Radio-Journalist mehr ohne fundiertes Wissen über die Online-Arbeit aus. Mit der zehnten Auflage liegt Radio-Journalismus nun auch in einer E-Book-Ausgabe vor. Darüber hinaus ist das Buch Radio-Journalismus jetzt Bestandteil der Datenbank „SpringerLink“ und damit allein in über 150 deutschsprachigen Hochschulen verfügbar. Dafür hat der Wissenschaftsverlag SpringerVS gesorgt, bei dem die gesamte gelbe Reihe Journalistische Praxis jetzt erscheint.

Zum Webauftritt mit zusätzlichem Online-Material
Hier kann man das Buch bestellen

Wikipedianer fotografieren in Nürnberg

Zum 13. Fotoworkshop luden Nürnberger Medienakademie und Wikipedia am zweiten Septemberwochenende nach Nürnberg ein. 18 ehrenamtlich an der deutschen Wikipedia Mitarbeitende trafen sich im Bildungszentrum der Stadt Nürnberg, um mehr über Licht, Einstellungsgrößen und Bildbearbeitung zu lernen. Exkursionsziele waren unter anderem die Nürnberger Burg und das Nürnberger Stadtmuseum Fembohaus. Es lohnt sich sicher, die Wikipedia-Einträge zu diesen Zielen in den nächsten Wochen zu beobachten.
Foto: Wikipedianerin "Wildfeuer" fotografierte auf einem früheren Workshop das Heiliggeistspital.

25.8.13

Journalistenakademie renoviert

Völlig neu verlegt wird derzeit der Fußbodenbelag in der Journalistenakademie. In den Unterrichtsräumen 1 und 2 sowie im Foyer, im Gang und in Aufenthaltsraum und Küche sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. Zudem wurden die Räume komplett neu gestrichen.
Im Oktober folgen das Büro der Journalistenakademie sowie die Bibliothek. Einen Eindruck von den Renovierungsarbeiten geben die folgenden Fotos.

So sah es während der Renovierung aus: Es musste wirklich alles ausgeräumt und anschließend wieder eingeräumt werden. Bei zwei Unterrichtsräumen mit insgesamt mehr als 30 vernetzten Computern und einer Küche mit Ausstattung für 50 Personen kein Kinderspiel. Zum Glück standen in der Zwischenzeit die weiteren Räume der Journalistenakademie sowie der Münchner Medienladen für Kurse, Lehrgänge und Seminare weiterhin zur Verfügung. Das Team der Journalistenakademie sieht dem Aus- und wieder Einräumen der Bibliothek mit mehreren tausend Bänden mit gemischten Gefühlen entgegen.
Fotos: Gabriele Hooffacker / Sven Mainka

20.8.13

Zeitungskrise: Nachhilfe zum Medienwandel

Die aktuelle Debatte zur Zeitungskrise werde in erstaunlicher Unkenntnis der Mediennutzungsforschung geführt, weist Michael Haller in seinem aktuellen Beitrag auf Spiegel online nach. Zum einen zeigt er auf, dass die jungen Leser sich bereits seit den 1980er Jahren langsam von der Tageszeitung abgewendet haben, also lang vor der Verbreitung des Internets. Wie sich "Leser" und "Onliner" im Tagesverlauf in ihrem Nutzungsverhalten unterscheiden, belegt er mit einer Studie des IPJ Leipzig.Vor allem dem Wunsch nach der Gatekeeper-Funktion der Tagespresse werde diese nicht mehr gerecht. 
 
 



18.8.13

Sommerfest: Sächsischer Sommerabend in Frohburg

Mehr Gäste als erwartet erschienen am vergangenen Wochenende zum Sommerfest im Frohburger Medienhaus. Sie ließen sich Antipasti und Spezialitäten vom Grill schmecken. Fotos: Arnold Mainka





15.8.13

Weil du gebraucht wirst: Webauftritt zu Freiwilligendiensten ist online

Über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) informiert der neu gestaltete Webauftritt www.paritaet-fwd.org. Für den Paritätischen Hessen e.V. konzipierten 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrgänge Onlinejournalismus OJ44 und Pressearbeit online PO 37 an der Stiftung Journalistenakademie den neuen Auftritt. Sie entwickelten das Layout und das Storyboard. Reportagen, Interviews, Porträts und Hintergrundtexte entstanden in München und vor Ort in Frankfurt. Was das FSJ und der BFD bringt, erzählen Freiwillige im Video "Weil du gebraucht wirst" und mehreren Audiopodcasts. Fotostrecken und ein Blog runden den mehrmedialen Auftritt ab.
Abschlussprojekt OJ44 und PO37: www.paritaet-fwd.org

13.8.13

Noch Journalismus? Oder schon PR?

Mit Grenzgängern zwischen Journalismus und PR im Rahmen des "Content-Marketing" befasst sich die aktuelle Ausgabe des "Journalist". Er merkt kritisch an: "Flüchtigen Lesern kann der Unterschied zwischen PR und Journalismus dabei durchaus entgehen." Zum Beitrag über Content-Marketing "Auftragsarbeiten" beim "Journalist"

5.8.13

Tipps für Weiterbildung im Journalismus

Was Journalisten im Beruf wissen sollten, haben zwei Kölner Dozierende zusammengestellt. Mit Fit für Journalismus bieten Timo Stoppacher und Bettina Blaß nicht nur Ratschläge fürs Gehaltspoker beim Vorstellungsgespräch und Tipps für Journalisten, die sich selbstständig machen wollen. Es gibt auch eine Übersicht über Trends im Journalismus, die von Datenjournalismus bis Liquid Journalism reicht. Lesenwert auch das Blog mit aktuellen Beiträgen wie etwa "Post vom Abzocker".

3.8.13

Umfrage: mehr Zusatzaufgaben, weniger Zeit in Redaktionen

In den Redaktionen der Tageszeitungen müssen Journalisten immer mehr Zusatzaufgaben übernehmen. Insbesondere Verwaltungsaufgaben nehmen zu. Für die Recherche und das Schreiben bleibt immer weniger Zeit. Das ist eins der Ergebnisse einer Online-Umfrage unter Journalistinnen und Journalisten, bei denen die Tageszeitungen besonders stark vertreten waren. Björn Bendig griff damit eine Untersuchung von Hans Mathias Kepplinger, Marcus Maurer und Rudolf Gerhardtaus dem Jahr 2004 auf und führte sie erweitert durch.

Ein weiteres Ergebnis: Die gefühlte "innere Pressefreiheit" nimmt ab.

Zur Studie "Innere Pressefreiheit"

2.8.13

Kritik an Niedriglohn, Arbeitsmarktreformen und an Hartz IV

Die Lohnungleichheit ist in Deutschland seit den 1990-er Jahren deutlich gewachsen, stellt das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fest. In Deutschland verdiente im Jahr 2010 knapp ein Viertel aller Beschäftigten weniger als 9,54 Euro brutto pro Stunde. Damit ist der Anteil der Geringverdiener hierzulande größer als in anderen westlichen EU-Ländern. Wenn man ausschließlich Vollzeitbeschäftigte berücksichtigt, ist der Anteil in Deutschland mit rund einem Fünftel etwas niedriger, aber im Vergleich immer noch relativ hoch. Dabei trifft der Niedriglohn auch den Kern der Beschäftigten.



Ursache Arbeitsmarktreformen?
Gehen die wachsenden Lohnungleichheiten auf die arbeitsmarktpolitischen Reformen des letzten Jahrzehnts zurück? Jein, sagt das IAB: Es gebe Indizien dafür, dass die Hartz-Reformen die Beschäftigungsentwicklung begünstigt haben. Richtig sei, dass die Reformen, von der Deregulierung der befristeten Beschäftigung und der Leiharbeit über die Einführung der Minijobs bis hin zu Hartz IV – den Arbeitsmarkt flexibilisierten und den Druck auf Arbeitslose erhöhten, gering entlohnte Arbeit anzunehmen. Andererseits macht das IAB auch strukturelle Veränderungen der Erwerbsarbeit verantwortlich. Zum IAB-Kurzbericht

Wohlfahrtsverband kritisiert Bundesregierung
„Die Bundesregierung weigert sich weiterhin, existenzsichernde Regelsätze für Hartz IV-Bezieher einzuführen“, bewertet Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, einen Bericht der Bundesregierung im Sommer 2013. Auch für Kinder in Hartz IV-Haushalten hält die Bundesregierung eine Anhebung der Regelsätze für nicht erforderlich. Dadurch, dass die Bundesregierung mit ihrem Bericht die volle Zeitspanne genutzt und den Bericht erst in die letzte Sitzung des Sozialausschusses am 26. Juni 2013 eingebracht hat, ist das Bundestagsplenum in den frühen Morgenstunden des 28. Juni 2013 in Sommerpause und Wahlkampf gegangen, ohne den Bericht zu beraten. „Die Bundesregierung hat sich geschickt um eine politische Bewertung ihrer Regelsatzpolitik gedrückt,“ moniert Werner Hesse.

Aktuell beträgt der monatliche Regelsatz für einen Ein-Personen-Haushalt 382 Euro. Der Paritätische hatte bereits für 2011 einen Regelsatz von 442 Euro als bedarfsdeckend errechnet.
Pressemitteilung des paritätischen Wohlfahrtsverbands

31.7.13

Ferien vom Internet

Die meisten Internet-Nutzer (41 %) haben vor, im Urlaub deutlich weniger zu surfen als im Alltag, fast jeder Fünfte (17 %) will seine Online-Nutzung zumindest ein wenig einschränken. Fast ebenso viele geben an, das Internet im Urlaub überhaupt nicht nutzen zu wollen. Neben diesen Ergebnissen zeigt der W3B-Report "Reisen im Internet", dass Internet und Mobile Web bei der Urlaubsvorbereitung- und -buchung von großer Bedeutung sind.

Zu den Online-Nutzern, die in den Ferien Urlaub vom Internet machen möchten, zählen Personen fast aller Demographie- und Nutzergruppen. Nicht einmal jeder Zehnte beabsichtigt, seine Online-Nutzung während der Urlaubsreise gar nicht zu reduzieren und genauso viel zu surfen wie sonst auch. Und 16 % der Befragten machen im Urlaub gezwungenermaßen eine Online-Pause, da kein Internetzugang am Urlaubsort vorhanden ist. Zur Pressemitteilung bei W3B

Abbildung: W3B

24.7.13

Pressekonferenz: Weniger Lebensmittel wegwerfen, gesünder leben

Gib Lebensmittelverschwendung keine Chance! Unter diesem Motto stellte heute das Münchner Ernährungsinstitut KinderLeicht im Presseclub München seine Infokampagne essensWert vor. Das Projekt will für das Thema Lebensmittelabfall sensibilisieren und Ursachen für den verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln benennen. Die Verbraucher erhalten alltagstaugliche Tipps zum richtigen Einkauf von Lebensmitteln, zur optimalen Vorratshaltung und zum intelligenten Planen des Speisezettels.

Auf Initiative von Agnes Streber hat das Münchner Ernährungsinstitut KinderLeicht die Infokampagne essensWert ins Leben gerufen, die von vielen bayerischen Kooperationspartnern unterstützt wird. Förderer ist das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Während der eineinhalb Jahre dauernden Projektphase gibt es Infokampagnen, Workshops und Coachings zum bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Die Stiftung Journalistenakademie hat gemeinsam mit dem Ernährungsinstitut KinderLeicht die Pressekonferenz durchgeführt.

Zur Pressemitteilung
Zur gesamten digitalen Pressemappe

Auf dem Podium: Agnes Streber, Gründerin und Leiterin des Ernährungsinstituts KinderLeicht München, Elisabeth Mengele-Kley, Vertreterin des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), Dr. Malte Rubach, Projektleiter Wissenschaft am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn), Silvia Schlögel, Kreisbäuerin Weilheim-Schongau der Landfrauengruppe des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Dr. Wilfried Bommert, Buchautor, Journalist, Institut für Welternährung (IWE), Moderation: Judith Pöverlein.

16.7.13

Stellenbörsen und Jobs finden

Die Journalistenakademie unterstützt Sie bei der Jobsuche mit einer eigenen Liste einschlägiger Stellenbörsen: Eine weitere Liste mit einschlägigen Stellenbörsen finden Sie im Medienwiki: Jobbörsen im Medienwiki. Viel Erfolg!

15.7.13

Die Journalistenakademie im Cartoon

Elke Zwally hat sich mit dem zentralen Element im Journalismus, der
Hintergrundrecherche, auseinandergesetzt. Augenzwinkernd wurde das Thema
"Ankommen an der Akademie" umgesetzt - eine Projektarbeit innerhalb des
Storytelling Seminars an der Journalistenakademie Dr. Hooffacker. Gedreht
wurde mit dem iphone. (zey)

 http://www.youtube.com/watch?v=Fzz1_zI5hLA

Eine unordentliche Liebe

Gesprächsstoff war's schon auf der Feier zum Alternativen Medienpreis, das neue Projekt  Walter van Rossums. Jetzt ist es soweit: Am 16. Juli sendet der Deutschlandfunk das fertige Hörbild "Eine unordentliche Liebe um 1913", Sendezeit 20.10 Uhr: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspiel/2125944/ .

Walter van Rossum hatte mit seinem Feature "Zweierlei Maß. Die Berichterstattung über Russland und Amerika." den 1. Preis in der Sparte Hörfunk/Audio beim Alternativen Medienpreis 2013 gewonnen.

13.7.13

Lehrgänge Online-Journalismus, Pressearbeit starten, 29.7.

Online-Journalismus und Pressearbeit online: An der Journalistenakademie beginnen am 29. Juli beide Lehrgänge. Zeitgleich startete auch das 2. Modul Online-Publishing. Hier lernt oder vertieft man nicht nur online-journalistisches Praxiswissen, sondern auch erwirbt auch Erfahrung in der praktischen Projektarbeit. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Erfahrungen in einem Medienberuf durch Praktika oder Berufstätigkeit, ideal ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium.
Mehr zum Lehrgang Online-Journalismus, zu Pressearbeit und den Fördermöglichkeiten bei der Journalistenakademie.