27.11.12

Video: Die Lamas von Oberaudorf

Wie kommen die Lamas nach Oberaudorf? Was sie dort machen, zeigt das Video von Helga Eisch-Hagenauer. Der Musik dazu, 'Smoke Spirit', stammt von Markus Pitzer. Der Film entstand als Abschlussprojekt im berufsbegleitenden Lehrgang Audio- und Videoproduktion an der Journalistenakademie. Der nächste Lehrgang startet am 1. Februar 2013.

Zum Video "Die Lamas von Oberaudorf"
Zum YouTube-Kanal der Journalistenakademie mit weiteren Video-Arbeiten

Video: Archäologie am Nemisee

Am Nemisee in der Nähe Roms arbeiten Studierende aus vielen Ländern an der Ausgrabung eines römischen Tempels. Unter welchen Arbeitsbedingungen sie das tun, schildert der Film von Dr. Mara Zatti. Er entstand als Abschlussprojekt im berufsbegleitenden Lehrgang Audio- und Videoproduktion an der Journalistenakademie. Der nächste Lehrgang startet am 1. Februar 2013.

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Zum YouTube-Kanal der Journalistenakademie mit weiteren Video-Arbeiten

22.11.12

Welche Links bei SEO helfen, welche nicht

Eine Studie der Agentur Libako zeigt, welche Linkarten man benutzen sollte und welche nicht, wenn man das eigene Google-Ranking verbessern will. Untersucht wurden die Linkprofile von jeweils 20 Gewinnern und Verlierern des Google-Panda-Updates. Insgesamt wurden 80.000 eingehende Links von verschiedenen Domains ausgewertet.

Das Ergebnis beschreibt Libako so:
  • 80% der Gewinner haben viele Forenlinks, und 85% haben viele Bloglinks. 
  • 60% der Gewinner haben kaum Links aus Presseportalen. 
  • 95% der Gewinner haben kaum Links aus Artikelverzeichnissen. 
  • 80% der Verlierer haben kaum Authority Links (vertrauenswürdige Artikellinks von Autoritäten). 
  • Die Gewinner haben durchschnittlich die 10-fache Anzahl an Authority Links, als die Verlierer.

Zur Studie der Agentur Libako
Eine Kurzfassung der Studie gibt es bei t3n.

100 Jahre Maxim-Kino, 24. November

Das Münchener Maxim-Kino feierte seinen 100. Geburtstag am Samstag, 24. November 2012, um 19 Uhr mit dem Filmklassiker „Im Lauf der Zeit“ von Wim Wenders aus dem Jahr 1976. Bruno Winter (Rüdiger Vogler) reist durchs Zonenrandgebiet und repariert in den dortigen Kinos die Projektoren. Bei seinen Fahrten lernt er viel über die provinzielle deutsche Lebenswirklichkeit.

Als Vorfilm lief „Und mehr bedarf es nicht“, das filmische Kurzporträt über das Maxim, 2009 gedreht von Absolventen der Journalistenakademie. „Im Film spielt Siegfried Daiber die Hauptrolle und sorgt dafür, dass das letzte Neuhausener Stadtteilkino wieder in den Fokus des Interesses gerückt wird“, sagt Peter Lokk, Geschäftsführer der Journalistenakademie. Für Ingeborg Staudenmeyer, Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg, steht die kulturelle Bedeutung des MAXIM Kinos im Vordergrund. Das Kino steht „für die lebendige und traditionsreiche Kulturszene in unserem Stadtteil und wir müssen sehen, dass wir es erhalten“, wünscht sich Staudenmeyer. Sie würdigt die Arbeit des Kinobetreibers Siegfried Daiber: „Ohne ihn gäbe es das Maxim sicherlich nicht mehr.“

Wim Wenders' bei den Filmfestspielen in Cannes 1976 ausgezeichneter Film mischt Elemente des amerikanischen Road Movies mit den Stilmitteln deutscher Erzählkunst. Der Eintritt kostet sieben Euro. „Im Lauf der Zeit“ läuft noch bis 28. November im Maxim, Landshuter Allee 33, jeweils um 19 Uhr und kostet neun Euro.

Zur digitalen Pressemappe zu 100 Jahre Maxim-Kino
Zum Beitrag in "Hallo"
Zum Kurzfilm über Siegfried Daiber und das Maxim-Kino auf YouTube

18.11.12

Welche Tätigkeiten verlagern sich vom PC aufs Tablet?

Was die Anwender früher am PC erledigten, das tun sie heute auf ihrem iPad oder Tablet, schreibt die Internet-World in ihrer Online-Ausgabe. Für viele Anwender des iPad stehe zwar noch der private Nutzen im Vordergrund: Für 44 Prozent sind Social Media wichtig und 31 Prozent heben ganz allgemein den Unterhaltungsaspekt heraus. Aber bereits 73 Prozent nutzen Nachrichten-Portale auf dem Tablet von Apple. Die Business-Kommunikation sowie - auf allen Tablets - mit 81 Prozent E-Mail-Nutzung rückt immer mehr in den Vordergrund.

Zum Beitrag bei der Internet World: Berufliche Tablet-Nutzung wächst

12.11.12

Was will der lokale Leser?

Leser der lokalen Zeitungsausgaben bevorzugen Inhalte aus ihrer Nahwelt, schreibt Daniel Süper auf Ejo (Erstveröffentlichung: Journalistik Journal Nr. 2 / 2012). Sie sind stark ortsgebunden, ganz gleich, ob sie die Papier- oder die Online-Ausgabe der Tageszeitung lesen.

Das ergab eine empirischen Studie unter rund 3.000 Lesern und Nutzern der Ruhr Nachrichten (Verlagssitz: Dortmund), die in drei Orten unterschiedlicher Größe und Strukturierung druchgeführt wurde: in der Großstadt Dortmund (rund 580.000 Einwohner, 2.090 Einwohner/km2), der Stadt Schwerte (rund 50.000 Einwohner, 870 Einwohner/km2) und dem ländlichen Nordkirchen (rund 11.000 Einwohner, 200 Einwohner/km2). Inbegriffen war sowohl das Publikum der Printausgabe als auch das des Webangebotes. Veröffentlicht hat diese Studie Daniel Chmielewski unter dem Titel "Lokale Leser. Lokale Nutzer. Informationsinteressen und Ortsbindung im Vergleich. Eine crossmediale Fallstudie. Köln 2011.

Ergebnis: Zwar ist kein Zusammenhang erkennbar zwischen dem Alter des Publikums und seiner Verwurzelung vor Ort, dafür aber ein Zusammenhang zur Lebensdauer vor Ort. Ein 25-jähriger Leser, der am Wohnort geboren ist, wird demnach eine stärkere Verwurzelung aufweisen als ein 60-Jähriger, der erst vor zehn Jahren an den Ort des Lesens zog. Junge Leser finden den Weg zur gedruckten Heimatzeitung vor allem dann, wenn der Lokalteil jenen Ort behandelt, in dem sie auch geboren und aufgewachsen sind.

Fazit von Daniel Süper: Die Konzentration auf lokale Inhalte ist für Lokalverlage strategisch richtig. Ein lokales Publikum erwartet von einer lokalen Marke lokale Inhalte.

Zum gesamten Beitrag bei EJO

Neonazis: Es war ein Schlapphut in Thule

Der bayerische Verfassungsschutz war aktiv am Aufbau der rechtsextremen Online-Szene in den neunziger Jahren beteiligt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll der Nachrichtendienst einen Mitarbeiter in die Szene eingeschleust haben, der mit finanzieller Unterstützung des Verfassungsschutzes am Aufbau des sogenannten Thule-Netzes mitwirkte. Das war ein bundesweites Mailbox-System, mit dem vor dem Durchbruch des Internets Neonazis Informationen austauschten, Propaganda verbreiteten und Veranstaltungen wie Aufmärsche planten.

„Das ist doch unsere Aufgabe“, hatte Eckhart Werthebach, der damalige Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, bereits 1994 auf Recherchen von Journalisten geantwortet, die ihn mit genau diesem Vorwurf konfrontiert hatten. Doch die Medien wollten darüber nicht berichten. Gabriele Hooffacker und Peter Lokk hatten seit 1990 zum rechtsextremen Thulenetz recherchiert und publiziert.

Auch über den NSU hätte man informiert sein können, wenn man die Informationen nur ausgewertet hätte. Ein Journalist, der damals mit dabei war, hatte beobachtet: "Ab dem Wahlsieg der rot-grünen Koalition 1998 hieß es im Thule-Netz: Jetzt müssen wir in den Untergrund." (vgl. auch Die Welt, 13.10.1998.

Der Spott der Online-Szene ist den Ermittlern sicher:
"Es war ein Schlapphut in Thule/
so braun in seiner Farb/
der aus der Staatsschatulle/
den Nazis ein Netzwerk gab 
twitterte "Gnu1742" heute morgen.

Mein Fazit: Wir wussten damals eine ganze Menge. Es war nur nicht so einfach, dafür Öffentlichkeit zu herzustellen. Jetzt wissen wir auch, warum.


SZ zum Thulenetz
Foebud, Bielfeld zu Werthebach u. a.

Siehe dazu auch:
Die ersten Veröffentlichungen zum Thulenetz
Weitere Recherchen zur rechtsextremen Online-Strategie
"Waren wir alle blind?" Streitschrift von Patrick Gensing

9.11.12

2013: Bund streicht Mittel zur Arbeitsförderung

Der Bund streicht seinen Anteil an der Arbeitsförderung für das kommende Jahr. Das sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung eines Haushaltsbegleitgesetzes 2013 (17/10588) vor, dem der Haushaltsausschuss am 8. November 2013 in geänderter Fassung zustimmte. Für den Gesetzentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen, die Opposition votierte dagegen.

Gleichzeitig soll der von der Bundesagentur für Arbeit an den Bund zu leistende Eingliederungsbeitrag wegfallen. Dadurch sollen sich für den Bund im kommenden Jahr Minderausgaben von 2,15 Milliarden Euro ergeben. In den Jahren 2014 bis 2016 sollen diese Einsparungen jeweils rund zwei Milliarden Euro betragen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) teilt dazu in ihrer Pressemitteilung vom 9. November mit: Ihren Gesamteinnahmen in Höhe von 32,55 Milliarden Euro, davon 27,47 Milliarden Euro Beitragseinnahmen, stehen 33,69 Milliarden Euro Gesamtausgaben gegenüber. Die Einnahmeseite werde dabei dadurch belastet, dass der Bund die Mittel, die die BA seit 2007 zur stärkeren Senkung des Beitragssatzes erhalten hat, zum 1. Januar 2013 komplett gestrichen hat. Zwar entfalle im Gegenzug der so genannte Eingliederungsbeitrag, mit dem die BA sich an den Ausgaben der Grundsicherung beteilige. Unter dem Strich bleibe aber ein Minus von nochmals zwei Milliarden Euro in der Kasse der BA.

Der Haushalt der BA berücksichtigt wie immer die ökonomischen Herbsteckwerte der Bundesregierung für das Jahr 2013. Sie gehen von einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent und einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 2,92 Millionen aus.

Seit Monaten warnt der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, die Arbeitsagenturen seien für den Fall einer Krise nicht gut gerüstet: „Weder hat der Bund Geld für ein Konjunkturprogramm noch die Bundesagentur finanzielle Rücklagen etwa zur Finanzierung eines Kurzarbeiterprogramms wie in der Finanzkrise 2008/2009“.

In Journalistenkreisen wird die Verlautbarung dahingehend interpretiert, dass einerseits die Bundesagentur für Arbeit dafür sorgen soll, dass im Wahljahr die Arbeitslosenzahlen nicht über die magische Grenze von drei Millionen steigen. Andererseits wollen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür kein Geld ausgeben.

Zur Pressemitteilung des Deutschen Bundestags
Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

7.11.12

Von Medienwandel und Turbojournalismus

"Für die Journalisten in den Großräumen der Online-Redaktionen, in den Nachrichtensendern und Hörfunkstationen gelten die gleichen Kriterien des guten Journalismus wie für die Redakteure von Tages- und Wochenzeitungen, von politischen Fernsehmagazinen. Nur gelten für sie andere Gesetze." Nachdenkliches zum Medienwandel von Nikolaus Brender bei der Frankfurter Rundschau

Wie nehmen Journalismus und PR einander wahr?

Wolfgang Schweiger, Professor am Institut für Public Relations (Dresden/Ilmenau) hat einen Forschungsüberblick zum Verhältnis Journalismus und PR zusammengestellt. Er schreibt: "Da viele PR-Schaffende vorher selbst im Journalismus tätig waren, existiert eine Schieflage in der Wahrnehmung des eigenen und jeweils anderen Berufs: Journalisten sehen sich als gesamtgesellschaftliche Funktionsträger, als vierte Gewalt im Staat und als moralische Instanz, PR-Leute hingegen gelten ihnen oft als Vertreter von Partikulärinteressen." Journalisten schätzen ihren Beruf als statushöher einschätzen als den PR-Beruf. Hingegen betrachten PR-Leute beide Berufe als statusgleich. Der Forschungsüberblick enthält ein umfangreiches Literaturverzeichnis. Zum Forschungsüberblick