30.9.12

Wie Kommunen das Social Web erfolgreich einsetzen

Das Social Web hält Harald Ille für äußerst geeignet zur Bürgerkommunikation. Ille war zwölf Jahre im Presseamt der Stadt Frankfurt am Main und dort vor allem für Social Media zuständig, bevor er zum 1. Oktober 2012 in die Gesundheitskommunikation wechselte. Die ein­zel­nen Kanäle, so Ille, tragen die Inhalte "in Ecken, an die man als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­auf­tragte der Stadt gar nicht gedacht hätte. Die Bür­ger und User sind selbst die Post­bo­ten". Die Stadt erreiche so Men­schen, die über die klas­si­sche Öffent­lich­keits­ar­beit oft­mals nicht oder nur par­ti­ell errei­chen wür­den.

Eine Stadt, die im Social Web aktiv werden möchte, müsse vorher einie grund­sätz­li­che Fra­gen ein­deu­tig klären: Wollt Ihr Euch wirk­lich auf den Dia­log ein­las­sen? Wenn die eigene Behör­den­kul­tur noch sehr von Hier­ar­chie geprägt sei, werde ein Aus­flug ins Social Web keine großen Fan-Zahlen pro­du­zie­ren.

Das komplette Interview mit Harald Ille im Blog "Quäntchen Glück"

29.9.12

Leseprobe: E-Partizipation als Herausforderung

Demokratische Beteiligung könnte online besser, deliberativer und durchlässiger gestaltet werden und für höhere Akzeptanz von politischen Entscheidungen sorgen. Mit E-Partizipation, verstanden als Teilnahme und Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, befassen sich die Beiträge des 13. Bandes der Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes NRW unter dem Titel "E-Partizipation als Herausforderung".

Die Beiträge der Publikation stammen von Christoph Bieber (Uni Duisburg-Essen), Marc Jan Eumann (Staatskanzlei NRW), Lars Gräßer und Friedrich Hagedorn (beide Grimme-Institut), Dagmar Hoffmann (Uni Siegen), Anke Knopp (Demokratie wagen!), Maria Springenberg-Eich (LZPB NRW), Gerhard Vowe (Uni Düsseldorf), Jeffrey Wimmer (TU Ilmenau) und Ulrike Wagner (JFF München).

Leseprobe zum Beitrag von Friedrich Hagedorn
Bestellmöglichkeit beim kopaed-Verlag

19.9.12

Dossier: Von Lebenswegen und Wegweisern

"Geh Deinen Weg" – aber welchen? Das Dossier Wege der aktuellen Lehrgänge an der Journalistenakademie zeigt unterschiedliche Wege auf: LebensWEGe sind vom Schicksal geprägt. BeWEGungen heben das dynamische Element hervor. WEGweiser hingegen zeigen deutlich auf ein Ziel. Und AbWEGe geben einen ungewöhnlichen Blick auf alles, was sich jenseits der Norm bewegt oder gar ins Absurde abgleitet. Reinlesen ins Dossier

Geo-Dienste: Smartphone-Besitzer sorgen sich um Datenschutz

Geobasierte Dienste oder "Location-based Services" werden von Smartphone-Nutzern zwar gern genutzt, gleichzeitig jedoch in Sachen Datenschutz skeptisch betrachtet. Die 34. W3B-Studie zeigt einerseits, dass gut jeder Fünfte regelmäßig solche standort-basierten Dienste nutzt. Den größten Anteil hat die Routenplanung mit 84 Prozent.

Doch fast zwei Drittel der Smartphone-Besitzer haben aus Datenschutzgründen Bedenken den eigenen Standort bekanntzugeben. Knapp drei Viertel achten demnach darauf, welche Programme ihres Smartphones die aktuelle Position auslesen. Lediglich jeder Sechste gibt an, dass er sich über die Standort-Einstellungen seines Smartphones keine Gedanken macht.

Quelle: W3B-Pressemitteilung

Deutsche Medien hypen Fukushima und Twitter

Mit Medienhypes befassen sich zwei neue Beiträge beim European Journalism Observatory (EJO): Journalisten von Focus, Spiegel und Stern berichten über Twitter fast so oft wie über Facebook. Kein Wunder, nutzen sie doch Twitter selbst besonders intensiv. Bei der Masse der deutschen Internet-Nutzer ist das anders: Nur drei Prozent sind auf Twitter, immerhin 42 Prozent auf Facebook vertreten. Das haben die Kommunikationsforscher Birgit Stark, Melanie Magin und Stefan Geiß von der Universität Mainz analysiert. Andere Netzwerke wie Stayfriends, Wer-kennt-wen oder Xing, auf denen immerhin bis zu 18 Prozent der User präsent sind, werden dagegen in den untersuchten Medien kaum erwähnt. Hype um Twitter (EJO)

Haben die Journalisten die Energiewende herbeigeführt? Die Mainzer Medienforscher Hans Mathias Kepplinger und Richard Lemke haben die Medienberichterstattung zum Reaktorunglück in Fukushima in Deutschland und der Schweiz mit derjenigen in Frankreich und Großbritannien verglichen. Die untersuchten deutschen Zeitungen und Fernsehnachrichten brachten in den vier Wochen nach dem Reaktorunfall 577 Beiträge über Fukushima, in der Schweiz waren es 521, während es in Frankreich 319 und in England nur 271 waren. In britischen Medien wurde also nicht einmal halb so oft über Fukushima berichtet wie in deutschen. „Fukushima wurde somit zum Menetekel, das Konsequenzen verlangt“, sagt Kepplinger. Danach ließen die Journalisten in Deutschland vorwiegend jene Experten zu Wort kommen, die ihre eigene Meinung bestätigten. Hype um Fukushima (EJO)

18.9.12

Fast 20 Millionen mobil online unterwegs

Fast 20 Millionen Menschen waren im ersten Halbjahr 2012 pro Monat mobil im Internet. Das sind 27,3 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren. Von ihnen nutzt bereits beinahe jeder Dritte das mobile Netz ebenso oft oder sogar häufiger als das klassisch-stationäre Internet. Das ergab die Studie mobile facts der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF).

Bild.de liegt vorn: Mit einer Reichweite von 3.550 Tausend Unique Mobile Usern pro Monat (18,5%) liegt Bild.de Mobil bei den mobile-enabled Websites an erster Stelle, gefolgt von Gute Frage Mobil (3.040 Tsd. bzw. 15,8%) und SPIEGEL Mobil (2.597 Tsd. bzw. 13,5%). Auf Platz eins bei den Apps führt die TV Spielfilm iPhone App mit 1.229 Tausend Unique Mobile Usern pro Monat (6,4%), gefolgt von der WETTER.com Android App (1.021 Tsd. bzw. 5,3%). Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich die TV Spielfilm Android App (897 Tsd. bzw. 4,7%), die radio.de iPhone App (739 Tsd. bzw. 3,9%) und die Barcoo iPhone App (683 Tsd. bzw. 3,6%).

Zur Pressemitteilung "mobile facts" der AGOF.

16.9.12

90 Prozent nutzen Fachzeitschriften

Welche Medienkanäle werden von Fach- und Führungskräften der deutschen Industrie genutzt? Für 90 Prozent der Befragten sind Fachzeitschriften nach wie vor Informationsquelle Nummer 1, dicht gefolgt von Suchmaschinen und Hersteller-Webseiten. Das ergab eine Umfrage der Vogel Business Media, Würzburg für das Industriemagazin "MM MaschinenMarkt" zum Thema „Mediennutzung in der Industrie“.

Foren, soziale Netzwerke, Webinare und Blogs spielen zurzeit bei der beruflich veranlassten Informationssuche noch eine untergeordnete Rolle. Auch diese Kanäle werden, so das Ergebnis der Umfrage, andere Kanäle nur ergänzen, aber nicht ersetzen.

Eine vergleichbare Studie wurde von Gardner Business Media, Inc., für die USA durchgeführt und unter dem Titel ,,Media Usage in Manufacturing Facilities" veröffentlicht - mit fast identischen Ergebnissen.

Quelle: Pressemitteilung des VDZ, 13. September 2012

11.9.12

Social Media: Erfolg von Pinterest im Vergleich

Um die Bilder-Plattform Pinterest ranken sich zahlreiche Mythen. Ist dieses Social-Media-Angebot wirklich so schnell gewachsen? Wird es überdurchschnittlich von weiblichen Nutzern verwendet? Lohnt es sich für ein Unternehmen, neben Facebook, Twitter und Google+ auch noch auf Pinterest vertreten zu sein?

Das Online-Magazin t3n hat sich in einem aktuellen Beitrag die Mythen vorgenommen und geprüft.

6.9.12

Was Facebook über uns weiß

Die Spuren, die wir bei Facebook hinterlassen, wertet die semantische Suchmaschine Wolfram Alpha aus. Claudia Frickel, vielen Absolventen der Journalistenakademie als Dozentin in bester Erinnerung, hat einen lesenswerten Beitrag für Focus online darüber geschrieben, wie das funktioniert.

Man muss sich lediglich bei Wolfram Alpha anmelden und "report facebook" eingeben, um das Ergebnis zu sehen. Meine Beobachtung: Da meine Facebook-Freunde recht zurückhaltend mit Aussagen über sich selbst sind, werden die wenigen existierenden Aussagen von der Suchmaschine auf mich übertragen und damit überinterpretiert. Zum Glück ist die Auswertung nur für einen selbst sichtbar.

Zum Beitrag von Claudia Frickel

1.9.12

Neues Buch: Special-Interest-Journalismus

Ob Sport-, Medizin-, Technik- oder Kulturjournalismus: Thematisch spezialisierter Journalismus nimmt zu – in allen Medien, ob Internet, Radio, Fernsehen oder Presse.

Welche Anforderungen stellt das spezielle Thema? Wie spricht man die jeweilige Zielgruppe an? Wie kommt man in den Politikjournalismus, Modejournalismus oder die anderen Ressorts? Diese Fragen beantworten Buch-Herausgeber Markus Kaiser, langjähriger Hochschul-, Wissenschafts- und Sportredakteur der Nürnberger Zeitung und Geschäftsstellenleiter des MedienCampus Bayern e. V., und zahlreiche aktive Journalistenausbilder.

Die Neuerscheinung "Special Interest. Ressortjournalismus: Konzepte, Ausbildung, Praxis" in der von Walther von La Roche begründeten Reihe Journalistische Praxis stellt die Besonderheiten der einzelnen Themen und Zielgruppen vor. Die Autoren beschreiben die Wege zum jeweiligen Ressort wie Sport, Mode oder Wissenschaft. Eine Einführung ns Thema gibt Gabriele Hooffacker. Experten zu den einzelnen Themen wie Harald Lesch (Wissenschaftsjournalismus), Klaus Smentek (kicker), Roland Tichy (Wirtschaftswoche), oder Christiane Arp (VOGUE) T stehen im Interview Rede und Antwort.

Ein Schwerpunkt liegt auf den jeweiligen Studienmöglichkeiten und Ausbildungswegen. Der Mediencampus Bayern, Dachverband für die Medienaus- und Fortbildung, setzt das Buch in der Studienberatung ein.

Weiterführende Informationen und Links auf www.journalistische-praxis.de/special. Ab sofort kann man das Buch für 23 Euro hier bestellen.