31.8.12

Technikjournalismus: Arbeitsfelder für die Zukunft

Wo und wie arbeiten Technikjournalisten in der Metropolregion Nürnberg? In elf Interviews mit Pressesprechern, Journalisten und Medienmanagern geben Studierende des 1. Semesters "Technikjournalismus" an der Ohm-Hochschule einen Einblick in den Berufsalltag und den beruflichen Werdegang. Das Dossier entstand bei Peter Lokk von der Journalistenakademie im Kurs "Zeitungsjournalismus". Gesprächspartner sind Technikjournalisten von Adidas, vom Fraunhofer-Institut, von der Datev, der GfK und vielen mehr. Zum Dossier Technikjournalismus mit den Interviews

30.8.12

Cyberkrieg: Neues Buch von Peter Welchering

Wenn mit Computerwaffen die Stromversorgung in Westeuropa ausgeknipst wird, wenn das Finanz- und Bankensystem dank eines feindlichen Computervirus gecrasht ist und wenn Industrieanlagen dank logischer Bomben in die Luft fliegen, dann ist Cyberwar. Die Gefahr eines digitalen Anschlags ist heute so real wie nie. Die Fachjournalisten Manfred Kloiber, Jan Rähm und Peter Welchering führen im Buch "Bits und Bomben" durch die Historie der digitalen Angriffe und zeigen Schwachstellen auf, auf die zukünftige Attacken zielen könnten.

ISBN 978-3-86924-325-2, 34,90 Euro. Bezugsmöglichkeiten: Über den Buchhandel oder direkt beim Verlag: vertrieb@avm-verlag.de.

Peter Welchering unterrichtet unter anderem an der Journalistenakademie und schreibt für die Zeitschrift Digital (Leseprobe).

Smartphones und Tablets zunehmend als "Second Screen" genutzt

Die mobile Internetnutzung hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt (2009: 11%; 2012: 23%). Das zeigt die ARD-ZDF-Onlinestudie 2012, die soeben veröffentlicht wurde. Dabei ersetzen mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones nicht den stationären Zugang, sondern sie schaffen neue Nutzungssituationen. Bereits 13 Prozent der Fernsehzuschauer nutzen gelegentlich neben dem Fernsehen den „Second Screen“ des Smartphones, des Tablet oder des Laptops.

Während Smartphones besonders beliebt bei den Unter-30-Jährigen sind, sind Tablets, die inzwischen in 8 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden sind, die Domäne der 30- bis 49-Jährigen. Tablet-Nutzer bewegen sich anders im Netz als Smartphone-Nutzer. Bei Smartphone-Nutzern steht die Kommunikation über soziale Netzwerke, bei Tablet-Nutzern der Abruf von Websites und die E-Mail-Kommunikation im Vordergrund.
Zur Pressemitteilung der ARD-ZDF-Onlinestudie 2012

29.8.12

Text und Bild: Zitierfreiheit gilt nur eingeschränkt

Wie weit geht die Zitierfreiheit bei Texten, Bildern oder Musik nach Paragraf 51 b UrhG? Rechtsanwalt Thomas Stadler hat in seinem Blog ein aktuelles BGH-Urteil (Az. I ZR 212/10) kommentiert. Er hält fest, "dass der juristische Zitatbegriff, zumal außerhalb des künsterischen Bereichs, sehr eng ist und die Anforderungen äußerst hoch sind. Viele der 'Zitate', die man im Netz findet, sind von der Zitierfreiheit des UrhG nicht gedeckt und streng genommen Urheberrechtsverletzungen."

In dem konkreten Fall hatte der BGH einer literarischen Montage den Charakter als Kunstwerk abgesprochen. Das Urteil verdeutliche, so Stadler weiter, wie eng die urheberrechtliche Zitierfreiheit tatsächlich seien: "Die Zitatfreiheit soll die geistige Auseinandersetzung mit fremden Werken erleichtern (BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 – I ZR 127/09, GRUR 2011, 415 Rn. 22 – Kunstausstellung im Online-Archiv; Urteil vom 7. April 2011 – I ZR 56/09, GRUR 2011, 1312 Rn. 45 = WRP 2011, 1463 – ICE). Die Zitierfreiheit gestattet es nicht, ein fremdes Werk nur um seiner selbst willen zur Kenntnis der Allgemeinheit zu bringen."

Häufig rechtfertigen sich Bildnutzer fremder Bildwerke damit, dass sie das Bild ja nur zitiert hätten. Das funktioniert in den wenigsten Fällen. Darauf weist das Blog "Recht am Bild" hin. Voraussetzung des Bildzitat sei es, dass das zitierte Bild unverändert bleibe - Ausschnitt oder Einfärbung des Bildes seien bereits nicht mehr von der Zitierfreiheit gedeckt.

Zum Blogbeitrag von RA Thomas Stadler
Zum Bildzitat bei "Recht am Bild"

23.8.12

VDZ-Studie: Wie iPad-Nutzer Zeitschriften lesen

Für über 60 Prozent der iPad-Besitzer ist das Lesen digitialer Zeitschriften bereits Alltag. Das ergab eine Studie, die der Verband der Zeitschriftenverleger (VDZ) soeben vorgelegt hat. 68 Prozent sind Intensivnutzer; sie lesen zwei bis vier Stunden pro Woche am iPad. Drei Viertel sind weiterhin bereit, für den Inhalt einer Zeitschriften-App zu bezahlen. Zur Studie (Kurzfassung) mit weiteren Statistiken

20.8.12

Crossmedia: Vier Interviews

Crossmediales Publizieren oder Angeln mit dem richtigen Köder: Agenturinhaber Kay Schönewerk meint: „Eine Bachforelle findet man auch nur im Bach (...) Hier ist nicht die große Anzahl verschiedenartiger Köder entscheidend.“

Der Psychologe und digital native Georg Süß erklärt, was er unter crossmedialem Mehrwert versteht.

Hat sich die Arbeit einer Illustratorin durch Crossmedia verändert? Katja Röhlig meint: Erstskizzen wird man auch in zehn Jahren noch auf Papier anfertigen.

Wie setzt ein Leipziger Messedienstleister Videos für die Kundenkommunikation ein? Torsten Pöhlmann erklärt’s im Interview. Alle vier Interviews entstanden im Rahmen des berufsbegleitenden Studiengangs Crossmedia Management der Leipzig School of Media.

19.8.12

Jetzt doch: Geld von der VG Wort

Noch im August 2012 wird die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) Geld an Autoren und Verlage ausschütten. Diese jährlichen Auszahlungen erhalten beispielsweise Journalisten, die einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort geschlossen haben. Das Geld holt sie sich von den Verwertern, die das geistige Eigentum anderer nutzen, meist Verlagen. In diesem Jahr war die Zahlung wegen eines Urteils des Landgerichts München zunächst ausgesetzt worden.

Im Sommer 2012 war der jährliche Scheck von der VG Wort bei den Autorinnen und Autoren erstmals ausgeblieben. Der Richter und Jurist Martin Vogel hatte gegen die VG Wort geklagt, um die Rechte der Autoren zu stärken und mehr Geld für sie herauszuholen.

Vogel hatte sich daran gestoßen, dass automatisch auch Geld an Verlage ausgeschüttet wurde – ohne zu prüfen, ob der jeweilige Urheber den Verlagen die entsprechenden Rechte abgetreten hatte oder nicht. haben, gehört das Geld aus den gesetzlichen Vergütungsansprüchen den Urhebern.

Das Landgericht München I hatte ihm in erster Instanz Recht gegeben. Nun muss die zuständige Aufsichtsbehörde, das Deutsche Marken- und Patentamt, Stellung nehmen. In ihrer Pressemitteilung erklärt die VG Wort, die Ausschüttung erfolge unter Hinweis auf mögliche Rückforderungen, falls die Entscheidung des Landgerichts München I bestätigt werden sollte.

Wer einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen hat, erhält sein Geld noch in der letzten Augustwoche, falls Überweisung vereinbart wurde, oder einige Tage später per Scheck.

Zum Interview mit Martin Vogel bei irights.info Zur Pressemitteilung der VG Wort

Verlage wollen paid content möglichst ohne Zusatzausgaben

Die regionalen Tageszeitungen in Deutschland setzen noch nicht genug auf bezahlte Inhalte online. Das ergab eine Branchen-Umfrage der Schickler-Unternehmensberatung, deren Ergebnisse Volker Lilienthal in "Message" vorstellt. Im Augenblick hoffen die Verlage demnach vor allem auf die mobilen Endgeräte, weniger auf den häuslichen PC.

Die Umfrage ergab aber auch, dass mehr als 80 Prozent der befragten Verlage (83 Geschäftsführer regionaler Tageszeitungen) innerhalb eines Jahres ihre Produkte kostenpflichtig auf dem iPad anbieten wollen, sogar 90 Prozent für Android-Geräte. Gleichzeitig wollen die Verlagsmanager möglichst wenig Geld zusätzlich für das Entwickeln der neuen Produkte und die redaktionelle Arbeit ausgeben.

Zum Originalbeitrag von Volker Lilienthal (urspünglich für Message 3/2012) bei EJO

Sommerfest in Frohburg 2012

Gäste aus Leipzig, Nürnberg, München, Altenburg und Frohburg, darunter viele Dozierende der Journalistenakademie, trafen sich zum astronomischen Event im Frohburger Medienhaus. Bis zwei Uhr nachts wurden Perseiden beobachtet, und natürlich der Sternenhimmel insgesamt.

Fotos: Peter Lokk

7.8.12

Liegt die Zukunft im Paid content?

Paid content zur Rettung des klassischen Verlagsmodells wird wieder intensiv diskutiert, seit es kostenpflichtige Apps gibt. Heinz Wittenbrink hat dazu auf der Basis zweier Tweets einen nachdenklichen Blogbeitrag verfasst. Er schreibt, die kostenpflichtige iPad-App des Daily und die ebenfalls kostenpflichtige iPad-Version der Huffington Post seien in der Krise. Murdochs Daily habe ein Drittel des Personals entlassen, die Huffington Post, jetzt Teil von AOL, werde in Zukunft auch auf dem iPad gratis sein.

Laut Heinz Wittenbrink stehen sich die beiden Modelle – das klassische Verlagsmodell einerseits, das Kuratieren von Social-Media-Inhalten andererseits – gegenüber. Aber: „Für das Twitter-Modell ist nur wichtig, dass die Inhalte nicht voneinander abgeschottet werden, dass Leser und andere Publizisten (beide sind im Netz tendenziell dasselbe) die Inhalte weiterverwenden können.“

Die "Expanded Tweets", mit denen Twitternutzer auch Texte und Multimediainhalte in einer Vorschau sehen können, ohne dem Link zu folgen, sieht Wittenbrink als Chance für redaktionelle Inhalte in Zeiten des sozialen und mobilen Webs. Sein Fazit: „Der Versuch ist interessanter als alle die Magazin- und Zeitungsapps, die jetzt schon so alt aussehen wie die CD-ROMs aus den 90er Jahren.“

Demgegenüber sieht der Präsident des Zeitschriftenverlegerverbands BDZV Helmut Heinen die Zukunft im Paid Content. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte er: „Es wird weiter in Richtung Bezahlinhalte gehen.“

Zum Blogeintrag von Heinz Wittenbrink
Heinen: Paid content bleibt Trumpf

Alumna der Journalistenakademie bei Schwartz-PR

Manuela Schwab, Alumna der Journalistenakademie, hat nach Stationen bei der Verbraucherzentrale Bayern und bei Condrobs eine Stelle bei Schwartz PR angetreten. Die Fachzeitschrift Werben und Verkaufen meldet: Manuela Schwab stößt als Account Managerin zu Schwartz PR.

6.8.12

200 Jahre Biergarten in München

2012 jährt sich zum 200. Mal der Erlass, der den Brauereien erlaubt, auf ihren Bierkellern von Juni bis September selbstgebrautes Bier „in minuto zu verschleißen" und ihre Gäste mit Bier und Brot zu bedienen. Auf dem Erlass von 1812 beruht auch der Brauch, dass die Gäste in den Biergarten ihr eigenes Essen mitbringen und verzehren dürfen. Biergärten gelten weit über Bayerns Grenzen hinaus als Ausdruck bayerischer Lebensart. Wie steht es mit der Biergartenkultur heutzutage?

Über Geschichte und Zukunft des Biergartens diskutieren am 6. August um 19 Uhr im Presseclub München am Marienplatz:
  • Dr. Michael Stephan, Direktor des Stadtarchivs München, 
  • Uschi Seeböck-Forster, Präsidentin des Vereins zur Erhaltung der Biergartentradition e.V. 
  • Johann Eichmeier, Wirt des größten Biergarten Bayerns, des Hirschgartens, 
  • Moderation: Dr. Gabriele Weishäupl, Mitglied im PresseClub-Vorstand, Initiatorin des Jubiläumsjahres "200 Jahre Biergarten" und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes München - Oberbayern. 
Für Bier und Brezn wird gesorgt. Ort: Internationaler PresseClub München e.V., Marienplatz 22, Tel. 089 26 02 48 48, www.presseclubmuenchen.de

Checkliste Social Media für Blog, Facebook, Twitter & Co.

Wie starte ich Social-Media-Aktivitäten für die Öffentlichkeitsarbeit? Die Web-Design und Internet-Marketing-Agentur „The Whole Brain Group“ hat dazu eine Infografik (engl.) erstellt. Die Social-Media-Checkliste gibt je drei bis fünf Tipps für das Corporate Blog, Facebook, Twitter, LinkedIn, Google+, Pinterest und YouTube. Sie richtet sich ja an Unternehmen, die jetzt Social-Media-Aktivitäten starten wollen. Zur Social-Media-Checkliste (via T3N)

Weise schlägt Alarm: Kein Geld für Jobkrise

Für den Fall einer Krise sieht der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, die Arbeitsagenturen nicht gut gerüstet. „Weder hat der Bund Geld für ein Konjunkturprogramm noch die Bundesagentur finanzielle Rücklagen etwa zur Finanzierung eines Kurzarbeiterprogramms wie in der Finanzkrise 2008/2009“, sagte der BA-Chef der dpa in Nürnberg.

Zwar erwarte er derzeit keine Jobkrise, wird Weise zitiert. Doch falls die Arbeitslosigkeit zunehme, müsse sich die Bundesagentur für Arbeit verschulden, um antizyklische Beschäftigungspolitik mit arbeitsfördernden Maßnahmen betreiben zu können.

Von Juni auf Juli 2012 war die Arbeitslosigkeit um 67.000 auf 2.876.000 gestiegen. Ursula von der Leyen vom Ministerium für Arbeit und Soziales hatte dies kommentiert, der Arbeitsmarkt sei sehr gesund und sehr robust. "Allerdings habe sich die Dynamik bei der Abnahme der Arbeitslosenzahl etwas verlangsamt." Die Halbierung des Arbeitslosenbeitrags und mehrere Kürzungen sowie das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung haben die BA zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen.

Zum Beitrag auf Handelsblatt.com

1.8.12

Alumni und Alumnae: Alle im Job

Die Alumni und Alumnae der aktuell überprüften Lehrgänge Online-Journalismus und Pressearbeit online sind zu hundert Prozent im Job. Das ergab die aktuelle Erfolgsbeobachtung, die die Journalistenakademie jeweils ein halbes Jahr ein Lehrgangsende durchführt. Die Absolventen der beiden Lehrgängen OJ-38 und PO-31 haben alle einen Job. Zwei Drittel sind in Festanstellung, ein Drittel arbeitet freiberuflich bzw. als feste freie Mitarbeiter. Hundert Prozent - das war auch bereits beim Lehrgang OJ-37 der Fall. Die Journalistenakademie gratuliert!
Wer noch in die Lehrgänge einsteigen möchte, die soeben begonnen haben, kann hier mit der Journalistenakademie Kontakt aufnehmen!

Neuhausen bremst NPD friedlich aus


Mehr als tausend Münchnerinnen und Münchner haben gestern in Volksfeststimmung am Rotkreuzplatz gegen die NPD-Kundgebung demonstriert. Mit Trillerpfeifen und Vuvuzelas sorgten sie dafür, dass fast kein Wort der Kundgebung zu verstehen war. Mit dabei waren neben Vertretern von Verdi, SPD, Grünen, Linken und der CSU auch Dozierende, Alumni und Alumnae der Journalistenakademie.
Zum Bericht bei der Süddeutschen Zeitung, 1. August 2012 Fotos: Gabriele Hooffacker