31.3.12

Dossier "Farben" von Studierenden der Journalistenakademie online


Farben wirken auf die Sinne, beeinflussen die Gefühle und spiegeln seelische Verfassungen wieder. In ihrem Dossier beschäftigen sich die Studierenden an der Journalistenakademie mit dem Phänomen Farbe, ihren Nuancen und Schattierungen: politischen Farbspielen, energieoptimierten Häusern, Modefarben oder Frühlingsgespräche am Alten Südfriedhof in München. Zum Dossier "Farben"

Twitter verbindet Politik-Profis und Zivilgesellschaft

Social Media und Politik: Wer Twitter in Österreich für die politische Diskussion nutzt, welche Themen angesagt sind und wie die Massenmedien damit umgehen, das haben drei Kommunikationswissenschaftler der Universität Wien ein halbes Jahr untersucht. Sie wollten wissen, ob Social Media politische Kommunikation transparenter und zugangsoffener machen.

Kommunikationskern der politischen Twittersphäre in Österreich ist ein Netzwerk aus Politik-Profis und Bürgerinnen und Bürgern. „Eine klare Trennlinie zwischen dem Netzwerk der Politik-Profis und jenem der Zivilgesellschaft kann nicht ausgemacht werden“, schreiben Julian Ausserhofer, Axel Maireder und Axel Kittenberger. Sie haben die gesammelten Tweets der 374 aktivsten Politik-Twitternutzer in Österreich sowie alle Tweets, die diese Nutzer erwähnen, ausgewertet.

Einige Nutzer verbinden die beiden Netzwerkwelten von Profis und Zivilgesellschaft. Die Studie nennt allen voran den TV-Moderator @arminwolf, den Blogger und IT-Unternehmer @Helge, den Biomediziner @fatmike182 sowie den Grün-Politiker @michelreimon. Professionelle Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus Journalismus und Politik bilden jedoch den Kern des Netzwerks.

Nur wenige Frauen sind unter den 374 aktivsten Polit-Twitterern in Österreich, die computerunterstützt identifiziert wurden. Zwei Drittel der Accounts können Männern zugeordnet werden. Eine Beobachtung gilt der tageszeitabhängigen Nutzung: Abends steht der Dialog im Vordergrund. Dann wird besonders häufig über die Antwortfunktion direkt adressiert.

Zu den Ergebnissen der Studie auf twitterpolitik.net

30.3.12

Arbeitsagentur ändert Förderbedingungen

Die Bundesagentur für Arbeit ändert um 1. April 2012 die Förderkonditionen für Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die wichtigsten Änderungen im Bereich Weiterbildung im Einzelnen beschreibt sie in einer Pressemitteilung:

Die Aktivierung und berufliche Eingliederung mittels einer Maßnahme bei einem Träger oder Arbeitgeber kann künftig unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) gefördert werden. Mit dem neu eingeführten Gutschein AVGS kann der betroffene Kunde bzw. die Kundin künftig selbst eine konkrete Maßnahme auswählen.

Die Berufsausbildung in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen soll betriebsnaher ausgestaltet werden. Künftig entfallen die starren Obergrenzen für die Dauer betrieblicher Anteile einer Maßnahme. Betriebliche Praktika können jetzt abgestimmt auf den individuellen Förderbedarf in angemessenem Umfang vorgesehen werden.

Zulassung von Bildungsträgern und Maßnahmen: Künftig benötigen alle Träger von Maßnahmen der Arbeitsförderung eine Zulassung durch eine fachkundige Stelle, so z. B. auch private Arbeitsvermittler. Denn neben den Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung erfordern auch Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, für die ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein eingelöst werden kann, eine offizielle Erlaubnis.

Kostendeckelung: Die Bildungsträger wurden gesondert darauf hingewiesen, dass die bundesweit einheitlich geltenden Kostensätze einzuhalten sind. Bei jeder Überschreitung des Bundesdurchschnittskostensatzes (BDKS) muss nunmehr die Bundesagentur für Arbeit zustimmen. Bei Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, die den Durchschnittskostensatz übersteigen, muss zusätzlich die jeweilige Arbeitsagentur den Kosten zustimmen. Eine Übergangsfrist im Zulassungsverfahren bis zum 31.12.2012 soll allen Anbietern von Arbeitsmarktdienstleistungen ermöglichen, sich auf die neue Rechtslage einzustellen.

Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 30. März 2012

28.3.12

Fernsehen 2.0 ist mehr als Social TV


Die Berliner Gazette ist sicher: 2012 wird das Jahr des Fernsehens. Also blickt sie auf die jüngste Geschichte zurück und stellt gesellschaftlich relevante Fragen: Was wird aus dem Fernsehen als Lagerfeuer der Nation? Was passiert mit dem TV-Journalismus? Und wie veraendert sich im Zuge dessen der Journalismus en gros? Zum Dossier Fernsehen 2.0

PR-Branche diskutiert Kommunikationskodex

Der Deutsche Kommunikationskodex soll einen verbindlichen Verhaltensrahmen für die tägliche Arbeit von PR- und Kommunikationsfachleuten schaffen. Noch bis Ende April kann die Entwurfsfassung des Kodex kommentiert werden. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) wird dann eine Endfassung erstellen und sie veröffentlichen.
Zur Diskussion und zum Kommunikationskodex

24.3.12

Beim Alternativen Medienpreis bis 31.3. bewerben

Bis 31. März kann man sich beim Alternativen Medienpreis bewerben. Jeweils zwei mit je 500 Euro dotierte Preise gibt es in den vier Sparten Internet, Print, Audio und Video zu gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2012. Die Preise werden am 4. Mai 2012 in der Nürnberger Akademie, Gewerbemuseumsplatz 2, überreicht.

Erstmals wird der Sonderpreis Medienkritik verliehen. Stifter ist das Projekt „Zweite Aufklärung“ – Forum für Medienkritik und Gesellschaftsentwürfe. Die Ausschreibung richtet sich an Autoren, deren Beiträge zu neuen Entwicklungen in der Medienlandschaft kritisch Stellung beziehen, ihre gesellschaftliche Wirkung beleuchten oder Fehltritte und Fehlentwicklungen der Medien aufdecken. Einzelheiten in den Teilnahmebedingungen.

Wer teilnehmen will, meldet sich online per Formular an.

Zur Pressemitteilung

23.3.12

Bürgermeister von New York warnt vor Social Media

Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, ist selbst aktiv auf vielen Social-Media-Plattformen. Er hat jetzt auf einer Konferenz in Singapur vor den Folgen von Social Media für die Kommunalpolitik gewarnt. "Social Media macht es sehr, sehr schwierig an langfristigen Investitionen festzuhalten", sagte er laut der New York Times. "Es gibt praktisch täglich ein Referendum über jede Kleinigkeit, die wir unternehmen. Es fällt unseren Leuten immer schwerer, an ihren Entscheidungen festzuhalten, wenn sie von allen Seiten nur kritisiert werden – erst recht dann, wenn Wahlen am Horizont aufziehen", sagte er über seine Erfahrungen. An dieser Stelle nahm Professor Kishore Mahbubani aus Singapur das Mikorofon und sagte: "Ich vermute, die Regierung von Singapur wird mit Ihrer Sicht sympathisieren". Gelächter im Publikum.
Zum Beitrag bei der New York Times

Equal Pay Day: Journalistinnen fordern gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit

Freie Journalistinnen werden für vergleichbare Tätigkeiten deutlich schlechter
entlohnt als ihre männlichen Kollegen. Auf diesen Missstand will das
Frauennetzwerk BJFrau des Bayerischen Journalisten-Verbandes (BJV) aktiv
aufmerksam machen. Daher beteiligt sich der Frauenarbeitskreis des BJV erstmalig
am Münchner Aktionsbündnis für den Equal Pay Day und wird am Equal Pay Day in
München (23.3.2012, 15 bis 19 Uhr) mit einem eigenen Info-Stand vertreten sein.
Während alle berufstätigen Frauen im Bundesdurchschnitt mit 23 Prozent weniger
Lohn als ihre männlichen Kollegen auskommen müssen, liegt dieser Unterschied
bei freien Journalistinnen in Vollzeittätigkeit sogar noch einmal deutlich höher,
nämlich bei 32 Prozent. Das war 2008 das erschreckende Ergebnis der Umfrage
"Arbeitsbedingungen freier Journalisten" des Deutschen Journalistenverbandes
unter mehr als 2000 freien Journalisten und Journalistinnen. Für die Kolleginnen
wurde ein Durchschnittseinkommen von 1.673 Euro pro Monat errechnet, während
die Männer auf 2.429 Euro kamen.

Nebenbei verdeutlichen diese Einkommenswerte, dass freiberuflich arbeitende
Journalisten, Männer wie Frauen, häufig ohnehin unter höchst schwierigen
ökonomischen Bedingungen zu leiden haben, trotz meist akademischer Ausbildung
(63,3 Prozent). Dass sich die Situation der Frauen in diesem schwierigen Umfeld
noch schlechter darstellt, ist ein Missstand, der nach Ansicht der Mitglieder des
Frauenarbeitskreises im BJV unter keinen Umständen tragbar ist. Dabei ist davon
auszugehen, dass sich der Einkommensunterschied von 32 Prozent zwischen
weiblichen und männlichen Kollegen seit Entstehung der Studie nicht signifikant
verändert hat. Der vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
veröffentlichte Gesamtwert von 23 Prozent ist seit Jahren nachweislich gleich.
Bei festangestellten Journalisten sollten sich aufgrund der weitgehenden
Tarifgebundenheit zunächst keine solchen Unterschiede feststellen lassen. Doch
auch hier vermuten die im Netzwerk aktiven Journalistinnen Handlungsbedarf. Es ist
die vielzitierte gläserne Decke, die Frauen davon abhält, in die höheren
Karriereebenen vorzudringen. In der Unterschriftenaktion "Pro Quote" (www.proquote.
de) fordern daher seit Wochen namhafte Journalistinnen eine 30-Prozent-
Quote für Frauen in den Chefredakteurs-Etagen aller Medien. BJFrau unterstützt
auch diese Aktion ausdrücklich.

Wann: 23. März 2012, 15 bis 19 Uhr
Wo: Aktionstag mit Performances und Info-Ständen in der Säulen-Halle im
Münchner Rathaus am Marienplatz
Weitere Infos:
Broschüre des DJV, freien infos 2/2009 zum Download:
http://www.djv.de/fileadmin/DJV/Journalismus_praktisch/Arbeitsfelder/Arbeitsfelder_Freie/Inf
os/Freienumfrage2008_1.pdf
Flyer Equal Pay Day zum Download: http://www.bpwmuenchen.
de/downloads/epdflyer2012.pdf

18.3.12

Zeit für Fernweh: Reiseblog über Australien

Von ihrer Reise nach Australien bloggen zwei Alumnae der Journalistenakademie live. Es gibt wunderbare Texte über die Müllentsorgung in Sydney, die Atmosphäre in einer öffentlichen Bibliothek oder das Strandleben am Bondi Beach. Die Fotos sind zum Fernweh-Kriegen! Zum Reiseblog über Australien

14.3.12

52. Mediengespräch: Vernetzt, 28.3.


Was sollen, was dürfen ARD und ZDF im Netz bieten? Gefährdet die Tageschau-App Geschäftsmodelle der Printverlage? Seit Wochen suchen Spitzenvertreter von ARD, ZDF und den Zeitungsverlagen nach Kompromissen in Sachen "Tagesschau-App". Wie hier eine alle zufriedenstellende Lösung aussehen könnte – oder wie bereits gefundene Gestaltungswege zu bewerten sind, wo der Kern des Problems liegt – und wie die vernetzte Zukunft aussehen kann, darüber diskutiert Professor Markus Behmer am 28. März mit den Podiumsteilnehmern beim 52. Münchner Mediengespräch. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per Mail an bayernforum@fes.dewird gebeten.

13.3.12

"Journalismus lehren" als kostenfreies E-Book


Journalismus lehren heißt ein Sammelband, in dem wir die Veränderungen der Journalistenausbildung in den vergangenen zehn Jahren dokumentieren. Jetzt liegt der Band erstmals als kostenfreies E-Book vor. Er umfasst, was moderne mehrmediale Medienausbildung heute ausmacht: von den Umbrüchen in Journalismus und Medien (Klaus Meier) über den praktischen Journalismus (Cornelia Stadler) und die Veränderung der Hochschullandschaft (Lutz Frühbrodt) bis zu Crossmedia (Christian Jakubetz).

Die Geschichte der Journalistenausbildung skizziert Dietz Schwiesau, die Schwerpunkte der Medienaus- und -weiterbildung an der Journalistenakademie schildern Irene Stuiber (Konzept), Claudia Frickel (Online-Journalismus), Gisela Goblirsch-Bürkert (Pressearbeit), Malte Burdekat (Videoproduktion), Marko Schlichting (integrativer Unterricht für blinde Online-Journalisten), Gabriele Hooffacker (Journalismuslehre), Peter Lokk und Thorsten Steinhoff (Projektarbeiten).

Zum kostenfreien Download als E-Book und im PDF-Format. Man kann das Buch aber auch ganz konventionell für 19 Euro bestellen.

10.3.12

Social Media Strategien: Neues mit Bewährtem verbinden


Was ist neu und anders an Social-Media-Strategien gegenüber klassischen PR-Strategien? Gleich mehrere aktuelle Blogbeiträge und Veröffentlichungen stellen fest: Eine gute Social-Media-Strategie muss in die gesamte PR-Strategie der jeweiligen Organisation eingebettet sein. Mirko Lange hat für diese Erkenntnis die hübsche Bezeichnung „Social Centric Strategy“ gefunden. Er schreibt: „Wenn das Unternehmen beispielsweise über die Strategie „Kompetenzführerschaft“ Absatz und die Marktanteile steigern will, dann ist auch selbstverständlich, dass diese Strategie nicht nur über Social Media verfolgt, sondern konsequent nach innen und außen auch durch andere Maßnahmen getrieben wird – zum Beispiel extern durch Medienarbeit sowie “Speakers Placement” und intern durch beispielsweise Experten- und Know-how-Aufbau.“ Seinen erweiterten Strategiekreis habe ich hier verlinkt.

Langes Überlegungen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Social Media an eine bereits bestehende, übergreifende Strategie angedockt sein muss. Sonst bleibe Social Media nur eine Maßnahme, die strategisch in der Luft hänge. Mirko Lange bemerkt (und das kann man nicht of genug sagen):“Mehr verkaufen wollen” ist genauso wenig eine Strategie wie “mehr Bekanntheit haben wollen”! Zum Blogeintrag von Mirko Lange auf talkabout.de

Warum sollte ein Nutzer Ihrem Unternehmen bei Twitter folgen oder ein Fan Ihrer Gruppe bei Facebook werden? Welchen Nutzen hat er davon? Die Frage nach dem Nutzwert der Social-Media-Angebote eines Unternehmens stellt Christian Maass in seinem Blog Netzbaron.de.

Sonja Salmen, Professorin für E-Strategie und Electronic Business an der Hochschule Heilbronn, rät Unternehmen und Institutionen zur Arbeit mit sozialen Netzen. Ihre Empfehlungen überraschen mit der Forderung „Demokratie wagen“ und basieren auf der klassischen Public-Relations-Strategie:
1. Erfahrung sammeln, das Image erkunden
2. Ziele definieren
3. Zielgruppen und Kanäle wählen
4. Struktur und Abläufe festlegen
5. Inhalte definieren
6. Demokratie wagen
7. Ergebnisse und Dienstleister kontrollieren.
Beitrag auf absatzwirtschaft.de mit weiterführenden Links u.a. zu Controlling-Instrumenten.

Storytelling ist für Robi Lack dabei zentraler Bestandteil. Welche Geschichte soll via Social Media erzählt werden? Ein gutes Storytelling verfüge über einen Spannungsbogen, wirke sympathisch, wecke Emotionen und zeige Wirkungen. Und das, so Robi Lack, seien die Grundelemente der sozialen Medien, die auf Kommunikation und Austausch setzen und Produkte oder Dienstleistungen zum Positiven verändern möchten. Für ihn gehören interessante Inhalte ebenso zum Storytelling wie das Eingehen auf die Rückmeldungen aus der Community: „Erzählen Sie (wahre) Geschichten, die bei den Interessenten im Kopf Bilder auslösen.“ Mehr dazu in seinem Blogeintrag für digiprodukte.ch.

Social Media-Richtlinien bauen auf der Social Media-Strategie und den damit verbundenen Zielen des Unternehmens auf. Die Richtlinien sollten definieren, welche Ziele damit verfolgt werden, in welchen Kanälen welche Inhalte kommuniziert werden sollen bzw. dürfen und welche Zielgruppen adressiert werden. Der Ratgeber des Branchenverbands BITKOM nennt unter anderem folgende Elemente für gute Social-Media-Guidelines:
  • Abgrenzung zwischen beruflicher und privater Nutzung
  • Kenntlichmachung einer privaten Meinung
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Kontinuität und Kapazität
  • Monitoring.
Zu den BITKOM-Empfehlungen zu Social Media Guidelines.

9.3.12

Kongress LiMA12: Schnittstellen / Interfaces, ab 21. März, Berlin


Schnittstellen / interfaces – unter diesem Motto findet vom 21. bis 25. März 2012 die 9. Akademie für Journalismus, Bürgermedien, Öffentlichkeitsarbeit und Medienkompetenz an der Technischen Universität in Berlin statt.

Sie ist einer der größten Medienkongresse in Deutschland. Einmalig ist das Konzept, Debatte, Netzwerk und Weiterbildung zusammen zu führen: Die LiMA bietet ihren Besucher/innen fast 200 Workshops in acht journalistischen Disziplinen. Dazu werden über 1200 Teilnehmende erwartet.
Website der LiMA 12
Programm der LiMA 12

8.3.12

Zuhause brauen: So geht's

Bier ist für die Haus- und Hobbybrauer der Stoff, der die Welt im Innersten zusammenhält. Über 100 von ihnen brauen in München und Umgebung ihren Gerstensaft selbst, bieten Braukurse an und informieren über die Geschichte und Kultur des Bierbrauens.

Studierende der Journalistenakademie haben eine Website mit Videos und einer Slideshow rund um Hausbrauereien in München zusammengestellt. Unser Foto zeigt Dreharbeiten im Richelbräu in der Richelstraße 26, gleich um die Ecke bei der Journalistenakademie.

Hier geht's zur Website mit Rezepten zum Selberbrauen

7.3.12

10. Wikipedia-Fotoworkshop, 16.-18.3.

In Nürnberg findet am kommenden Wochenende der 10. Fotoworkshop der Wikipedia statt. Mehr als 30 ehrenamtliche Wikipedianer treffen sich, um Tipps und Tricks über Fotografie, Bildbearbeitung und rechtliche Fragen auszutauschen. Realisiert wird der 10. Fotoworkshop wie auch bereits die vorhergehenden Workshops von Peter Lokk über die Nürnberger Medienakademie. Zum 10. Fotoworkshop bei Wikipedia

5.3.12

Verbraucherschützer mahnen Google ab und gewinnen gegen Facebook

Rechtswidrig sind nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) 23 Klauseln der neuen Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen von Google.

Die neue Datenschutzerklärung des Internetkonzerns fasst mehr als 60 verschiedene Richtlinien zusammen. Auf den ersten Blick ist der neue Text übersichtlicher und verständlicher formuliert. Allerdings ist er gespickt von Begriffen wie „möglicherweise“, „gegebenenfalls“ oder „unter Umständen“. So erfasst Google „möglicherweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“, „unter Umständen werden die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten miteinander verknüpft“. Dem Verbraucher ist es damit nicht möglich, zu erfahren, wozu er seine Zustimmung genau erteilen soll.

Zur Pressemitteilung des VZBV (Google)

Soeben hat der VZBV vor Gericht gegen Facebook gewonnen. Facebook verstößt mit dem Freundefinder und seinen Geschäftsbedingungen gegen Verbraucherrechte, entschied am 6. März 2012 das Landgericht Berlin und gab damit der Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in vollem Umfang statt. Das Gericht urteilte, die Nutzer müssten klar und deutlich informiert werden, dass durch den Freundefinder ihr gesamtes Adressbuch zu Facebook importiert und für Freundeseinladungen genutzt wird. Dies findet bislang nicht statt. Weiterhin urteilte das Gericht, Facebook dürfe sich in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht ein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an Inhalten einräumen lassen, die Facebook-Mitglieder in ihr Profil einstellen. Vielmehr bleiben die Mitglieder Urheber ihrer selbst komponierten Musiktitel oder eigenen Bilder. Facebook darf diese Werke nur nach Zustimmung der Nutzer verwenden.

Zur Pressemitteilung des VZBV (Facebook)

1. Etappe zu einem Leistungsschutzrecht für Verleger

Auf ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger hat sich der Koalitionsausschuss der Bundesregierung am 5. März 2012 verständigt. Die Ausgestaltung eines Leistungsschutzrechts bleibt weiter unklar, bis der Entwurf einer entsprechenden Gesetzesänderung vorliegt.

Leistungsschutzrechte gibt es bereits für einige Schutzgegenstände im Urheberrechtsgesetz. Sie sind in den §§ 70ff. UrhG geregelt. In einer Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vom 7. Mai 2009 wird die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht damit begründet, „dass sich die Presseunternehmen gegen eine unentgeltliche Ausnutzung ihrer Angebote im Internet zur Wehr setzen müssten“.
Mehr dazu auf leistungsschutzrecht.info

2.3.12

Internetnutzer erkennen Journalismus - meistens

User im Internet haben durchaus klare Vorstellungen vom Journalismus. Das ergab eine Studie von Christoph Neuberger, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Per Onlinebefragung ermittelte Neuberger mit seinem Team, was Rezipienten, deren Vorstellungen von Journalismus bisher nur wenig erforscht sind, unter Journalismus verstehen. Anschließend baten sie die Befragten um eine Beurteilung konkreter Internetangebote. Damit differenziert die Studie inhaltlich und methodisch zwischen Identität und Qualität des Journalismus.

Jugendliche zeigten geringere Ansprüche an den Journalismus; sie zogen eher Social-Media-Angebote vor. Dafür stellen sie hohe Ansprüche an Quellen- und Autorentransparenz sowie an die Intensität der Diskussion. Für alle Befragten waren Glaubwürdigkeit, Sachlichkeit, Unabhängigkeit und Themenkompetenz die wichtigsten Anforderungen.

Professionalität: Die Befragten waren skeptisch, ob ungeschulte Kommunikatoren gleiche Leistungen wie der professionelle Journalismus erbringen oder diesen gar ersetzen könnten.

Zwei Drittel von ihnen waren der Auffassung, dass auch im Internet Berufsjournalisten unersetzlich sind, weil nur sie über die notwendigen Kompetenzen verfügen.

Die Studie wird in der aktuellen Ausgabe von Media-Perspektiven (Kurztext, Langfassung als PDF zum Download vorgestellt.

1.3.12

Bahncard für Journalisten nur noch bis 15.4.

Die Deutsche Bahn (DB) hat entschieden, den Journalistenrabatt auslaufen zu lassen. Journalistinnen und Journalisten konnten bislang gegen Vorlage des Presseausweises Bahncards zum halben Preis erwerben. Der Verkauf der Journalisten-Bahncard endet am 15. April 2012. Bestehende Journalisten-Bahncards behalten ihre Gültigkeit bis zum letzten Geltungstag der einzelnen Karte.

Zum Jahresbeginn 2012 hat die DB den seit 2004 bestehenden Journalistenrabatt für die BahnCard 50 auf den Prüfstand gestellt. "Nach eingehender Prüfung", schreibt die DB auf ihrer Webseite zur Journalisten-Bahncard, sei sie "zu der Überzeugung gelangt, dass dieser Journalistenrabatt nicht mehr zeitgemäß ist." Die Journalistenverbände raten, die ermäßigte Bahncard, falls benötigt, bis 15. April zu beantragen.