18.12.12

Crossmedia-Dossier "Fremde Welten" online

Fremde Welten ist Thema des Dossiers vom Team des berufsbegleitenden Lehrgangs Journalismus crossmedial. Es gibt mehrmediale Storys über Mittelaltermärkte und ihre Darsteller und sogar eine Audio-Slideshow über eine Motorradreise nach China. Viel Spaß beim Lesen!

Zum Dossier Fremde Welten
Der nächste Lehrgang Journalismus crossmedial startet am 1. Februar 2013.

12.12.12

Checkliste "Qualität beruflicher Weiterbildung" zum Download

Welcher Kurs passt zu mir? Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die "Checkliste: Qualität beruflicher Weiterbildung" überarbeitet und neu aufgelegt. Der Wegweiser bietet Weiterbildungsinteressierten Orientierung und Unterstützung bei der Entscheidung für eine fachlich und individuell geeignete Weiterbildungsmaßnahme an. Er umfasst zudem eine Übersicht über Fördermöglichkeiten sowie eine Prüfliste zum Vergleich von Weiterbildungsanbietern.
Zur Checkliste beim BIBB (PDF)

11.12.12

Lehrgang Pressearbeit online: 100 Prozent im Job

Alle Absolventinnen und Absolventen des sechsmonatigen Lehrgangs Pressearbeit online sind im Job. Das ergab die Erhebung, die die Journalistenakademie jeweils sechs Monate nach Lehrgangsende durchführt. Und das ist nun bereits zwei Lehrgänge in Folge so: zunächst beim Lehrgang PO-32, dann auch beim nachfolgenden Lehrgang PO-33. Das journalistische Arbeitsfeld "Pressearbeit" steht im Mittelpunkt des Lehrgangs, der sich an Journalisten und Medienfachleute richtet. Er kann über den Bildungsgutschein gefördert werden. Der nächste Lehrgang Lehrgangs Pressearbeit online startet am 28. Januar 2013.

8.12.12

Video: Kathi hat's geschafft

Im Kurzfilm Kathi hat's geschafft beschreibt Martina Beils, wie die damals 14-jährige Kathi H. die Diagnose Leukämie erhält und wie sie und ihre Familie damit umgehen. Das Video entstand als Abschlussarbeit im berufsbegleitenden Lehrgang Audio- und Videoproduktion an der Journalistenakademie. Der nächste Lehrgang startet am 1. Februar 2013, Förderung durch Bildungsprämie oder Bildungsgutschein ist möglich.

Zum Video im Youtube-Kanal der Journalistenakademie

7.12.12

Wie man Apps für Smartphone und Tablet konzipiert

Apps konzipieren unterrichtet Malte Burdekat im Lehrgang Online-Journalismus an der Journalistenakademie. Dabei analysieren die Studierenden Apps aus dem journalistischen Anwendungsbereich, testen sie auf ihre Tauglichkeit hin und entwickeln Kriterien für gute Anwendungen auf Smartphone und Tablet. Malte Burdekat schoss dabei das nebenstehende Foto.

6.12.12

Weihnachten: Nur jeder Fünfte kauft per Smartphone ein

Wie sie ihre Weihnachtsgeschenke einkaufen, fragte W3B deutsche Internet-Nutzer. Überraschung: Ein nennenswerter Anteil an Nutzern kauft Weihnachtsgeschenke entweder gar nicht oder ganz traditionell offline im stationären Handel.

Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Tablet-Besitzer unter den deutschen Online-Nutzern von 11 % auf über 18 % gestiegen. Zum anderen zeichnen sich Tablet-Besitzer den W3B-Studienergebnissen zufolge durch eine ausgesprochen hohe E-Commerce-Affinität aus, und diese zeigt sich auch in der Vorweihnachtszeit: Mit 42 % bzw. 29 % liegen die Anteile der Tablet-Besitzer, die ihr Gerät für das Geschenkesuchen bzw. -kaufen einsetzen wollen, um ein vielfaches über denen der Smartphone-User.

Grafiken: W3B
Auch das Geschenkesuchen und -kaufen via Smartphone ist bereits gebräuchlich - allerdings stellen die mobilen Weihnachts-Shopper noch immer eine Minderheit dar. Nur knapp jeder fünfte Smartphone-Besitzer will mobil Geschenk-Inspirationen suchen, lediglich jeder dreizehnte plant auch den Geschenkekauf via Smartphone. Der Vorjahresvergleich zeigt: Zwar ist der Anteil der Smartphone-Besitzer in der Internet-Nutzerschaft im Laufe des Jahres deutlich gestiegen (von ca. 40 % auf über 50 %), nicht aber der Anteil unter ihnen, die mobil Geschenke kaufen wollen. Er liegt heute wie vor einem Jahr bei unter 8 %.

Zur Pressemitteilung von W3B

4.12.12

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis verliehen (8.12.2012)

Kein Blingbling, dafür eine gelungene Preisverleihung: Am 8. Dezember ab 19.00 Uhr wurde in der Nürnberger Tafelhalle der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen. Zum achten Mal wurden damit Filmemacherinnen und -macher geehrt, die sich allen Aspekten der Menschenrechte annehmen. Die Stiftung Journalistenakademie zählt von Anfang an zum Veranstalterkreis des Preises. Moderiert wurde der Abend von Christoph Süß (Bayerisches Fernsehen, „quer“). Für mitreißende Musik sorgte Daniel Kahn & The Painted Bird.

Mit der öffentlichen und kostenfreien Preisverleihung will der Veranstalterkreis möglichst vielen Menschen ermöglichen, die prämierten Filmproduktionen zu sehen. Die fünf Preisträgerfilme (Kategorien: „Profi“, „Kurzfilm“, „Filmhochschule“, „Amateure“ und „Bildung“) sind deshalb 2013 in weiteren Städten wie Berlin oder München zu sehen.

Und hier die Preisträger:

1. Preis Kategorie Profi
Mädchengeschichten: Esther und die Geister
Heidi Specogna, Dokumentarfilm, 30:00 Min. (ZDF/3sat)

1. Preis Kategorie Filmhochschule
Rausch
Verena Jahnke, Kurzspielfilm, 20:00 Min. (Filmhochschule Baden-Württemberg, Ludwigsburg)

1. Preis Kategorie Amateur
Syrien – Zwischen Verzweiflung und Hoffnung
Tim Hartelt, Reportage, 30:00 Min.

1. Preis Kategorie Kurzfilm/Magazin
Bon Voyage
Fabio Friedli, Animationsfilm, 6:30 Min. (Hochschule Luzern)           

1. Preis Kategorie Bildungspreis
Five ways to kill a man
Christopher Bisset, Kurzspielfilm/Drama, 10:00 Min. (Berlin Talent Award)

Weitere Informationen: menschenrechts-filmpreis.de

2.12.12

Arbeitsmarkt: Von Print zu Online oder zur Unternehmenskommunikation

Die deutsche Presse erlebe derzeit die größte Entlassungswelle seit Bestehen der Bundesrepublik, schätzt die Bundesagentur für Arbeit laut Kress-Report. "Vorher sind mal einzelne Redaktionen insolvent gegangen. Aber das war nie die Größenordnung, die heute erreicht wird, wo wir mehrere Redaktionen haben, die viele Menschen freisetzen", sagte eine Sprecherin der Bundesagentur in Nürnberg auf dpa-Anfrage.

Die Chancen, dass gerade die Kollegen aus dem Printbereich auch wieder im Printbereich unterkommen würden, seien nicht wahnsinnig gut. Es gebe Alternativen im Online-Bereich oder in der Unternehmenskommunikation, so die Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit weiter.

Zum Bericht bei Kress-Report

27.11.12

Video: Die Lamas von Oberaudorf

Wie kommen die Lamas nach Oberaudorf? Was sie dort machen, zeigt das Video von Helga Eisch-Hagenauer. Der Musik dazu, 'Smoke Spirit', stammt von Markus Pitzer. Der Film entstand als Abschlussprojekt im berufsbegleitenden Lehrgang Audio- und Videoproduktion an der Journalistenakademie. Der nächste Lehrgang startet am 1. Februar 2013.

Zum Video "Die Lamas von Oberaudorf"
Zum YouTube-Kanal der Journalistenakademie mit weiteren Video-Arbeiten

Video: Archäologie am Nemisee

Am Nemisee in der Nähe Roms arbeiten Studierende aus vielen Ländern an der Ausgrabung eines römischen Tempels. Unter welchen Arbeitsbedingungen sie das tun, schildert der Film von Dr. Mara Zatti. Er entstand als Abschlussprojekt im berufsbegleitenden Lehrgang Audio- und Videoproduktion an der Journalistenakademie. Der nächste Lehrgang startet am 1. Februar 2013.

Zum Video "Archäologie am Nemisee"
Zum YouTube-Kanal der Journalistenakademie mit weiteren Video-Arbeiten

22.11.12

Welche Links bei SEO helfen, welche nicht

Eine Studie der Agentur Libako zeigt, welche Linkarten man benutzen sollte und welche nicht, wenn man das eigene Google-Ranking verbessern will. Untersucht wurden die Linkprofile von jeweils 20 Gewinnern und Verlierern des Google-Panda-Updates. Insgesamt wurden 80.000 eingehende Links von verschiedenen Domains ausgewertet.

Das Ergebnis beschreibt Libako so:
  • 80% der Gewinner haben viele Forenlinks, und 85% haben viele Bloglinks. 
  • 60% der Gewinner haben kaum Links aus Presseportalen. 
  • 95% der Gewinner haben kaum Links aus Artikelverzeichnissen. 
  • 80% der Verlierer haben kaum Authority Links (vertrauenswürdige Artikellinks von Autoritäten). 
  • Die Gewinner haben durchschnittlich die 10-fache Anzahl an Authority Links, als die Verlierer.

Zur Studie der Agentur Libako
Eine Kurzfassung der Studie gibt es bei t3n.

100 Jahre Maxim-Kino, 24. November

Das Münchener Maxim-Kino feierte seinen 100. Geburtstag am Samstag, 24. November 2012, um 19 Uhr mit dem Filmklassiker „Im Lauf der Zeit“ von Wim Wenders aus dem Jahr 1976. Bruno Winter (Rüdiger Vogler) reist durchs Zonenrandgebiet und repariert in den dortigen Kinos die Projektoren. Bei seinen Fahrten lernt er viel über die provinzielle deutsche Lebenswirklichkeit.

Als Vorfilm lief „Und mehr bedarf es nicht“, das filmische Kurzporträt über das Maxim, 2009 gedreht von Absolventen der Journalistenakademie. „Im Film spielt Siegfried Daiber die Hauptrolle und sorgt dafür, dass das letzte Neuhausener Stadtteilkino wieder in den Fokus des Interesses gerückt wird“, sagt Peter Lokk, Geschäftsführer der Journalistenakademie. Für Ingeborg Staudenmeyer, Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg, steht die kulturelle Bedeutung des MAXIM Kinos im Vordergrund. Das Kino steht „für die lebendige und traditionsreiche Kulturszene in unserem Stadtteil und wir müssen sehen, dass wir es erhalten“, wünscht sich Staudenmeyer. Sie würdigt die Arbeit des Kinobetreibers Siegfried Daiber: „Ohne ihn gäbe es das Maxim sicherlich nicht mehr.“

Wim Wenders' bei den Filmfestspielen in Cannes 1976 ausgezeichneter Film mischt Elemente des amerikanischen Road Movies mit den Stilmitteln deutscher Erzählkunst. Der Eintritt kostet sieben Euro. „Im Lauf der Zeit“ läuft noch bis 28. November im Maxim, Landshuter Allee 33, jeweils um 19 Uhr und kostet neun Euro.

Zur digitalen Pressemappe zu 100 Jahre Maxim-Kino
Zum Beitrag in "Hallo"
Zum Kurzfilm über Siegfried Daiber und das Maxim-Kino auf YouTube

18.11.12

Welche Tätigkeiten verlagern sich vom PC aufs Tablet?

Was die Anwender früher am PC erledigten, das tun sie heute auf ihrem iPad oder Tablet, schreibt die Internet-World in ihrer Online-Ausgabe. Für viele Anwender des iPad stehe zwar noch der private Nutzen im Vordergrund: Für 44 Prozent sind Social Media wichtig und 31 Prozent heben ganz allgemein den Unterhaltungsaspekt heraus. Aber bereits 73 Prozent nutzen Nachrichten-Portale auf dem Tablet von Apple. Die Business-Kommunikation sowie - auf allen Tablets - mit 81 Prozent E-Mail-Nutzung rückt immer mehr in den Vordergrund.

Zum Beitrag bei der Internet World: Berufliche Tablet-Nutzung wächst

12.11.12

Was will der lokale Leser?

Leser der lokalen Zeitungsausgaben bevorzugen Inhalte aus ihrer Nahwelt, schreibt Daniel Süper auf Ejo (Erstveröffentlichung: Journalistik Journal Nr. 2 / 2012). Sie sind stark ortsgebunden, ganz gleich, ob sie die Papier- oder die Online-Ausgabe der Tageszeitung lesen.

Das ergab eine empirischen Studie unter rund 3.000 Lesern und Nutzern der Ruhr Nachrichten (Verlagssitz: Dortmund), die in drei Orten unterschiedlicher Größe und Strukturierung druchgeführt wurde: in der Großstadt Dortmund (rund 580.000 Einwohner, 2.090 Einwohner/km2), der Stadt Schwerte (rund 50.000 Einwohner, 870 Einwohner/km2) und dem ländlichen Nordkirchen (rund 11.000 Einwohner, 200 Einwohner/km2). Inbegriffen war sowohl das Publikum der Printausgabe als auch das des Webangebotes. Veröffentlicht hat diese Studie Daniel Chmielewski unter dem Titel "Lokale Leser. Lokale Nutzer. Informationsinteressen und Ortsbindung im Vergleich. Eine crossmediale Fallstudie. Köln 2011.

Ergebnis: Zwar ist kein Zusammenhang erkennbar zwischen dem Alter des Publikums und seiner Verwurzelung vor Ort, dafür aber ein Zusammenhang zur Lebensdauer vor Ort. Ein 25-jähriger Leser, der am Wohnort geboren ist, wird demnach eine stärkere Verwurzelung aufweisen als ein 60-Jähriger, der erst vor zehn Jahren an den Ort des Lesens zog. Junge Leser finden den Weg zur gedruckten Heimatzeitung vor allem dann, wenn der Lokalteil jenen Ort behandelt, in dem sie auch geboren und aufgewachsen sind.

Fazit von Daniel Süper: Die Konzentration auf lokale Inhalte ist für Lokalverlage strategisch richtig. Ein lokales Publikum erwartet von einer lokalen Marke lokale Inhalte.

Zum gesamten Beitrag bei EJO

Neonazis: Es war ein Schlapphut in Thule

Der bayerische Verfassungsschutz war aktiv am Aufbau der rechtsextremen Online-Szene in den neunziger Jahren beteiligt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll der Nachrichtendienst einen Mitarbeiter in die Szene eingeschleust haben, der mit finanzieller Unterstützung des Verfassungsschutzes am Aufbau des sogenannten Thule-Netzes mitwirkte. Das war ein bundesweites Mailbox-System, mit dem vor dem Durchbruch des Internets Neonazis Informationen austauschten, Propaganda verbreiteten und Veranstaltungen wie Aufmärsche planten.

„Das ist doch unsere Aufgabe“, hatte Eckhart Werthebach, der damalige Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, bereits 1994 auf Recherchen von Journalisten geantwortet, die ihn mit genau diesem Vorwurf konfrontiert hatten. Doch die Medien wollten darüber nicht berichten. Gabriele Hooffacker und Peter Lokk hatten seit 1990 zum rechtsextremen Thulenetz recherchiert und publiziert.

Auch über den NSU hätte man informiert sein können, wenn man die Informationen nur ausgewertet hätte. Ein Journalist, der damals mit dabei war, hatte beobachtet: "Ab dem Wahlsieg der rot-grünen Koalition 1998 hieß es im Thule-Netz: Jetzt müssen wir in den Untergrund." (vgl. auch Die Welt, 13.10.1998.

Der Spott der Online-Szene ist den Ermittlern sicher:
"Es war ein Schlapphut in Thule/
so braun in seiner Farb/
der aus der Staatsschatulle/
den Nazis ein Netzwerk gab 
twitterte "Gnu1742" heute morgen.

Mein Fazit: Wir wussten damals eine ganze Menge. Es war nur nicht so einfach, dafür Öffentlichkeit zu herzustellen. Jetzt wissen wir auch, warum.


SZ zum Thulenetz
Foebud, Bielfeld zu Werthebach u. a.

Siehe dazu auch:
Die ersten Veröffentlichungen zum Thulenetz
Weitere Recherchen zur rechtsextremen Online-Strategie
"Waren wir alle blind?" Streitschrift von Patrick Gensing

9.11.12

2013: Bund streicht Mittel zur Arbeitsförderung

Der Bund streicht seinen Anteil an der Arbeitsförderung für das kommende Jahr. Das sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung eines Haushaltsbegleitgesetzes 2013 (17/10588) vor, dem der Haushaltsausschuss am 8. November 2013 in geänderter Fassung zustimmte. Für den Gesetzentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen, die Opposition votierte dagegen.

Gleichzeitig soll der von der Bundesagentur für Arbeit an den Bund zu leistende Eingliederungsbeitrag wegfallen. Dadurch sollen sich für den Bund im kommenden Jahr Minderausgaben von 2,15 Milliarden Euro ergeben. In den Jahren 2014 bis 2016 sollen diese Einsparungen jeweils rund zwei Milliarden Euro betragen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) teilt dazu in ihrer Pressemitteilung vom 9. November mit: Ihren Gesamteinnahmen in Höhe von 32,55 Milliarden Euro, davon 27,47 Milliarden Euro Beitragseinnahmen, stehen 33,69 Milliarden Euro Gesamtausgaben gegenüber. Die Einnahmeseite werde dabei dadurch belastet, dass der Bund die Mittel, die die BA seit 2007 zur stärkeren Senkung des Beitragssatzes erhalten hat, zum 1. Januar 2013 komplett gestrichen hat. Zwar entfalle im Gegenzug der so genannte Eingliederungsbeitrag, mit dem die BA sich an den Ausgaben der Grundsicherung beteilige. Unter dem Strich bleibe aber ein Minus von nochmals zwei Milliarden Euro in der Kasse der BA.

Der Haushalt der BA berücksichtigt wie immer die ökonomischen Herbsteckwerte der Bundesregierung für das Jahr 2013. Sie gehen von einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent und einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 2,92 Millionen aus.

Seit Monaten warnt der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, die Arbeitsagenturen seien für den Fall einer Krise nicht gut gerüstet: „Weder hat der Bund Geld für ein Konjunkturprogramm noch die Bundesagentur finanzielle Rücklagen etwa zur Finanzierung eines Kurzarbeiterprogramms wie in der Finanzkrise 2008/2009“.

In Journalistenkreisen wird die Verlautbarung dahingehend interpretiert, dass einerseits die Bundesagentur für Arbeit dafür sorgen soll, dass im Wahljahr die Arbeitslosenzahlen nicht über die magische Grenze von drei Millionen steigen. Andererseits wollen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür kein Geld ausgeben.

Zur Pressemitteilung des Deutschen Bundestags
Zur Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

7.11.12

Von Medienwandel und Turbojournalismus

"Für die Journalisten in den Großräumen der Online-Redaktionen, in den Nachrichtensendern und Hörfunkstationen gelten die gleichen Kriterien des guten Journalismus wie für die Redakteure von Tages- und Wochenzeitungen, von politischen Fernsehmagazinen. Nur gelten für sie andere Gesetze." Nachdenkliches zum Medienwandel von Nikolaus Brender bei der Frankfurter Rundschau

Wie nehmen Journalismus und PR einander wahr?

Wolfgang Schweiger, Professor am Institut für Public Relations (Dresden/Ilmenau) hat einen Forschungsüberblick zum Verhältnis Journalismus und PR zusammengestellt. Er schreibt: "Da viele PR-Schaffende vorher selbst im Journalismus tätig waren, existiert eine Schieflage in der Wahrnehmung des eigenen und jeweils anderen Berufs: Journalisten sehen sich als gesamtgesellschaftliche Funktionsträger, als vierte Gewalt im Staat und als moralische Instanz, PR-Leute hingegen gelten ihnen oft als Vertreter von Partikulärinteressen." Journalisten schätzen ihren Beruf als statushöher einschätzen als den PR-Beruf. Hingegen betrachten PR-Leute beide Berufe als statusgleich. Der Forschungsüberblick enthält ein umfangreiches Literaturverzeichnis. Zum Forschungsüberblick

26.10.12

26. Medientage: "Seehofer sieht fern"

Einen „Leuchtturm“ nannte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer die 26. Medientage München, die am 26. Oktober zu Ende gingen. Bei den Münchner Medientagen war in Halle B0 auf dem Mediencampus-Areal der Stand der Journalistenakademie zu finden. Viele Studierende, Alumni und Alumnae fanden den Weg dorthin, worüber wir uns sehr gefreut haben!

"Seehofer sieht fern" habe ich meinen Beitrag zum Abschluss der Medientage genannt.

21.10.12

Studie: PR 2.0 in der Praxis

Rund 450 PR-Profis in Unternehmen und Agenturen nahmen an der Umfrage zur Online-PR von Convento im September 2012 teil. Auf dem Medienbeobachterkongress stellte Convento die Ergebnisse der Umfrage vor.
Ergebnis: Über 80 Prozent kommunizieren täglich bis mehrmals im Monat über die Website, mehr als die Hälfte genauso häufig im Intranet. Weniger als ein Drittel der Teilnehmer nutzt Corporate Blogs zur Kommunikation - täglich bis mehrmals monatlich. 90 Prozent der Teilnehmer geben einen Kundennewsletter heraus, jedoch nur ein Drittel häufiger als einmal im Monat. E-Mail-Aussendungen sind noch immer sehr beliebt: 80 Prozent machen mehrere Aussendungen im Monat oder noch häufiger.

Die Mehrheit kontrolliert ihre Online-Aktivitäten: 65 Prozent der Teilnehmer betreiben Website-Tracking, über die Hälfte kontrolliert das Klickverhalten auf der Website. Knapp die Hälfte betreibt sogar Social Media Monitoring und beobachtet die Online-Medien. Ein Drittel kontrolliert den Page Rank bei google. Fast die Hälfte hält Kontakte und Freunde in den Social Media nach, über ein Drittel kontrolliert die Twitter-Follower.

Die meisten halten ihren Online-PR-Einsatz für unzureichend. Nur knapp 20 Prozent meinen, sich und ihre Produkte in der Online-PR 100prozentig darzustellen. Beim Aufbau von Beziehungen und dem Dialog mit Zielgruppen sind nur 5 bis 6 Prozent der Befragten 100prozentig mit sich zufrieden. Mehr zu den Medienbeobachterkongressen von Convento

20.10.12

Crossmedia in der Sachsen-WG: "Es gibt keine Inszenierung"

Ein innovatives crossmediales Format? Party machen und Wochenaufgaben wie Promifotos sammeln, dazu jede Woche 500 Euro Taschengeld: Seit dem 1.10. wohnen in Chemnitz, Leipzig und Dresden je drei Bewohner in der “Sachsen-WG”. Täglich berichten “Bild”, “bild.de” und die Facebook-Fanpage über ihre Aktivitäten. Robert Kuhne war maßgeblich an der Ideenentwicklung für das Projekt “Sachsen-WG” beteiligt. Mit Flurfunk Dresden sprach der Redaktionsleiter “Bild”-Ostdeutschland darüber, wie und warum eine Tageszeitung wie “Bild” auf der Suche nach neuen Zielgruppen ist. Zum Interview bei Flurfunk Dresden

18.10.12

Journalistische Weiterbildung: Immer kürzer, immer schneller

Crossmediales Arbeiten, Social Media nutzen und bedienen, den digitalen Kontakt mit dem User halten, das sind nur einige der Schlagworte, die fallen, wenn es um die Zukunft von Presse und Rundfunk geht. Voraussetzung für den Erfolg: Neue Schwerpunkte in der Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung in den Redaktionen. Eine Qualifizierungsoffensive tut Not, stellt Susanne Stracke-Neumann in der aktuellen Ausgabe der "M - Menschen machen Medien" von dju/verdi fest.

Der dju-Bundesvorsitzende Ulrich Janßen betont: "Der kompetente Umgang nicht nur mit der Redaktionssoftware, sondern auch mit Social Media gehört in die journalistische Ausbildung. Dabei geht es auch um Themen wie Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und Dialogkompetenz." Gabriele Hooffacker von der Journalistenakademie beschreibt, dass nach den Vorstellungen der Auftraggeber für journalistische Weiterbildung in immer kürzerer Zeit immer mehr Inhalte vermittelt werden sollen.

Zum gesamten Beitrag, dem Titelthema der "M" 6/2012, Journalismus braucht Qualifizierungsoffensive

15.10.12

Medienlogik vs. Qualität. Bericht vom 54. Mediengespräch

Was macht eine Nachricht interessant für die Öffentlichkeit? Welche Faktoren bestimmen darüber, ob sie es in die Medien schafft? Es waren mehr als 60 Personen, die am 10. Oktober 2012 ins Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung zum 54. Münchner Mediengespräch gekommen waren. Das Thema des Abends: "Themen, die untern Tisch fallen". Das Publikum forderte bessere Information von den Medienvertretern ein.
Ausführlicher Bericht zu den Münchner Mediengesprächen
Markos Medienpodcast zum 54. Mediengespräch
Foto: Hans-Peter Pfeil

30.9.12

Wie Kommunen das Social Web erfolgreich einsetzen

Das Social Web hält Harald Ille für äußerst geeignet zur Bürgerkommunikation. Ille war zwölf Jahre im Presseamt der Stadt Frankfurt am Main und dort vor allem für Social Media zuständig, bevor er zum 1. Oktober 2012 in die Gesundheitskommunikation wechselte. Die ein­zel­nen Kanäle, so Ille, tragen die Inhalte "in Ecken, an die man als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­auf­tragte der Stadt gar nicht gedacht hätte. Die Bür­ger und User sind selbst die Post­bo­ten". Die Stadt erreiche so Men­schen, die über die klas­si­sche Öffent­lich­keits­ar­beit oft­mals nicht oder nur par­ti­ell errei­chen wür­den.

Eine Stadt, die im Social Web aktiv werden möchte, müsse vorher einie grund­sätz­li­che Fra­gen ein­deu­tig klären: Wollt Ihr Euch wirk­lich auf den Dia­log ein­las­sen? Wenn die eigene Behör­den­kul­tur noch sehr von Hier­ar­chie geprägt sei, werde ein Aus­flug ins Social Web keine großen Fan-Zahlen pro­du­zie­ren.

Das komplette Interview mit Harald Ille im Blog "Quäntchen Glück"

29.9.12

Leseprobe: E-Partizipation als Herausforderung

Demokratische Beteiligung könnte online besser, deliberativer und durchlässiger gestaltet werden und für höhere Akzeptanz von politischen Entscheidungen sorgen. Mit E-Partizipation, verstanden als Teilnahme und Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, befassen sich die Beiträge des 13. Bandes der Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes NRW unter dem Titel "E-Partizipation als Herausforderung".

Die Beiträge der Publikation stammen von Christoph Bieber (Uni Duisburg-Essen), Marc Jan Eumann (Staatskanzlei NRW), Lars Gräßer und Friedrich Hagedorn (beide Grimme-Institut), Dagmar Hoffmann (Uni Siegen), Anke Knopp (Demokratie wagen!), Maria Springenberg-Eich (LZPB NRW), Gerhard Vowe (Uni Düsseldorf), Jeffrey Wimmer (TU Ilmenau) und Ulrike Wagner (JFF München).

Leseprobe zum Beitrag von Friedrich Hagedorn
Bestellmöglichkeit beim kopaed-Verlag

19.9.12

Dossier: Von Lebenswegen und Wegweisern

"Geh Deinen Weg" – aber welchen? Das Dossier Wege der aktuellen Lehrgänge an der Journalistenakademie zeigt unterschiedliche Wege auf: LebensWEGe sind vom Schicksal geprägt. BeWEGungen heben das dynamische Element hervor. WEGweiser hingegen zeigen deutlich auf ein Ziel. Und AbWEGe geben einen ungewöhnlichen Blick auf alles, was sich jenseits der Norm bewegt oder gar ins Absurde abgleitet. Reinlesen ins Dossier

Geo-Dienste: Smartphone-Besitzer sorgen sich um Datenschutz

Geobasierte Dienste oder "Location-based Services" werden von Smartphone-Nutzern zwar gern genutzt, gleichzeitig jedoch in Sachen Datenschutz skeptisch betrachtet. Die 34. W3B-Studie zeigt einerseits, dass gut jeder Fünfte regelmäßig solche standort-basierten Dienste nutzt. Den größten Anteil hat die Routenplanung mit 84 Prozent.

Doch fast zwei Drittel der Smartphone-Besitzer haben aus Datenschutzgründen Bedenken den eigenen Standort bekanntzugeben. Knapp drei Viertel achten demnach darauf, welche Programme ihres Smartphones die aktuelle Position auslesen. Lediglich jeder Sechste gibt an, dass er sich über die Standort-Einstellungen seines Smartphones keine Gedanken macht.

Quelle: W3B-Pressemitteilung

Deutsche Medien hypen Fukushima und Twitter

Mit Medienhypes befassen sich zwei neue Beiträge beim European Journalism Observatory (EJO): Journalisten von Focus, Spiegel und Stern berichten über Twitter fast so oft wie über Facebook. Kein Wunder, nutzen sie doch Twitter selbst besonders intensiv. Bei der Masse der deutschen Internet-Nutzer ist das anders: Nur drei Prozent sind auf Twitter, immerhin 42 Prozent auf Facebook vertreten. Das haben die Kommunikationsforscher Birgit Stark, Melanie Magin und Stefan Geiß von der Universität Mainz analysiert. Andere Netzwerke wie Stayfriends, Wer-kennt-wen oder Xing, auf denen immerhin bis zu 18 Prozent der User präsent sind, werden dagegen in den untersuchten Medien kaum erwähnt. Hype um Twitter (EJO)

Haben die Journalisten die Energiewende herbeigeführt? Die Mainzer Medienforscher Hans Mathias Kepplinger und Richard Lemke haben die Medienberichterstattung zum Reaktorunglück in Fukushima in Deutschland und der Schweiz mit derjenigen in Frankreich und Großbritannien verglichen. Die untersuchten deutschen Zeitungen und Fernsehnachrichten brachten in den vier Wochen nach dem Reaktorunfall 577 Beiträge über Fukushima, in der Schweiz waren es 521, während es in Frankreich 319 und in England nur 271 waren. In britischen Medien wurde also nicht einmal halb so oft über Fukushima berichtet wie in deutschen. „Fukushima wurde somit zum Menetekel, das Konsequenzen verlangt“, sagt Kepplinger. Danach ließen die Journalisten in Deutschland vorwiegend jene Experten zu Wort kommen, die ihre eigene Meinung bestätigten. Hype um Fukushima (EJO)

18.9.12

Fast 20 Millionen mobil online unterwegs

Fast 20 Millionen Menschen waren im ersten Halbjahr 2012 pro Monat mobil im Internet. Das sind 27,3 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren. Von ihnen nutzt bereits beinahe jeder Dritte das mobile Netz ebenso oft oder sogar häufiger als das klassisch-stationäre Internet. Das ergab die Studie mobile facts der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF).

Bild.de liegt vorn: Mit einer Reichweite von 3.550 Tausend Unique Mobile Usern pro Monat (18,5%) liegt Bild.de Mobil bei den mobile-enabled Websites an erster Stelle, gefolgt von Gute Frage Mobil (3.040 Tsd. bzw. 15,8%) und SPIEGEL Mobil (2.597 Tsd. bzw. 13,5%). Auf Platz eins bei den Apps führt die TV Spielfilm iPhone App mit 1.229 Tausend Unique Mobile Usern pro Monat (6,4%), gefolgt von der WETTER.com Android App (1.021 Tsd. bzw. 5,3%). Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich die TV Spielfilm Android App (897 Tsd. bzw. 4,7%), die radio.de iPhone App (739 Tsd. bzw. 3,9%) und die Barcoo iPhone App (683 Tsd. bzw. 3,6%).

Zur Pressemitteilung "mobile facts" der AGOF.

16.9.12

90 Prozent nutzen Fachzeitschriften

Welche Medienkanäle werden von Fach- und Führungskräften der deutschen Industrie genutzt? Für 90 Prozent der Befragten sind Fachzeitschriften nach wie vor Informationsquelle Nummer 1, dicht gefolgt von Suchmaschinen und Hersteller-Webseiten. Das ergab eine Umfrage der Vogel Business Media, Würzburg für das Industriemagazin "MM MaschinenMarkt" zum Thema „Mediennutzung in der Industrie“.

Foren, soziale Netzwerke, Webinare und Blogs spielen zurzeit bei der beruflich veranlassten Informationssuche noch eine untergeordnete Rolle. Auch diese Kanäle werden, so das Ergebnis der Umfrage, andere Kanäle nur ergänzen, aber nicht ersetzen.

Eine vergleichbare Studie wurde von Gardner Business Media, Inc., für die USA durchgeführt und unter dem Titel ,,Media Usage in Manufacturing Facilities" veröffentlicht - mit fast identischen Ergebnissen.

Quelle: Pressemitteilung des VDZ, 13. September 2012

11.9.12

Social Media: Erfolg von Pinterest im Vergleich

Um die Bilder-Plattform Pinterest ranken sich zahlreiche Mythen. Ist dieses Social-Media-Angebot wirklich so schnell gewachsen? Wird es überdurchschnittlich von weiblichen Nutzern verwendet? Lohnt es sich für ein Unternehmen, neben Facebook, Twitter und Google+ auch noch auf Pinterest vertreten zu sein?

Das Online-Magazin t3n hat sich in einem aktuellen Beitrag die Mythen vorgenommen und geprüft.

6.9.12

Was Facebook über uns weiß

Die Spuren, die wir bei Facebook hinterlassen, wertet die semantische Suchmaschine Wolfram Alpha aus. Claudia Frickel, vielen Absolventen der Journalistenakademie als Dozentin in bester Erinnerung, hat einen lesenswerten Beitrag für Focus online darüber geschrieben, wie das funktioniert.

Man muss sich lediglich bei Wolfram Alpha anmelden und "report facebook" eingeben, um das Ergebnis zu sehen. Meine Beobachtung: Da meine Facebook-Freunde recht zurückhaltend mit Aussagen über sich selbst sind, werden die wenigen existierenden Aussagen von der Suchmaschine auf mich übertragen und damit überinterpretiert. Zum Glück ist die Auswertung nur für einen selbst sichtbar.

Zum Beitrag von Claudia Frickel

1.9.12

Neues Buch: Special-Interest-Journalismus

Ob Sport-, Medizin-, Technik- oder Kulturjournalismus: Thematisch spezialisierter Journalismus nimmt zu – in allen Medien, ob Internet, Radio, Fernsehen oder Presse.

Welche Anforderungen stellt das spezielle Thema? Wie spricht man die jeweilige Zielgruppe an? Wie kommt man in den Politikjournalismus, Modejournalismus oder die anderen Ressorts? Diese Fragen beantworten Buch-Herausgeber Markus Kaiser, langjähriger Hochschul-, Wissenschafts- und Sportredakteur der Nürnberger Zeitung und Geschäftsstellenleiter des MedienCampus Bayern e. V., und zahlreiche aktive Journalistenausbilder.

Die Neuerscheinung "Special Interest. Ressortjournalismus: Konzepte, Ausbildung, Praxis" in der von Walther von La Roche begründeten Reihe Journalistische Praxis stellt die Besonderheiten der einzelnen Themen und Zielgruppen vor. Die Autoren beschreiben die Wege zum jeweiligen Ressort wie Sport, Mode oder Wissenschaft. Eine Einführung ns Thema gibt Gabriele Hooffacker. Experten zu den einzelnen Themen wie Harald Lesch (Wissenschaftsjournalismus), Klaus Smentek (kicker), Roland Tichy (Wirtschaftswoche), oder Christiane Arp (VOGUE) T stehen im Interview Rede und Antwort.

Ein Schwerpunkt liegt auf den jeweiligen Studienmöglichkeiten und Ausbildungswegen. Der Mediencampus Bayern, Dachverband für die Medienaus- und Fortbildung, setzt das Buch in der Studienberatung ein.

Weiterführende Informationen und Links auf www.journalistische-praxis.de/special. Ab sofort kann man das Buch für 23 Euro hier bestellen.

31.8.12

Technikjournalismus: Arbeitsfelder für die Zukunft

Wo und wie arbeiten Technikjournalisten in der Metropolregion Nürnberg? In elf Interviews mit Pressesprechern, Journalisten und Medienmanagern geben Studierende des 1. Semesters "Technikjournalismus" an der Ohm-Hochschule einen Einblick in den Berufsalltag und den beruflichen Werdegang. Das Dossier entstand bei Peter Lokk von der Journalistenakademie im Kurs "Zeitungsjournalismus". Gesprächspartner sind Technikjournalisten von Adidas, vom Fraunhofer-Institut, von der Datev, der GfK und vielen mehr. Zum Dossier Technikjournalismus mit den Interviews

30.8.12

Cyberkrieg: Neues Buch von Peter Welchering

Wenn mit Computerwaffen die Stromversorgung in Westeuropa ausgeknipst wird, wenn das Finanz- und Bankensystem dank eines feindlichen Computervirus gecrasht ist und wenn Industrieanlagen dank logischer Bomben in die Luft fliegen, dann ist Cyberwar. Die Gefahr eines digitalen Anschlags ist heute so real wie nie. Die Fachjournalisten Manfred Kloiber, Jan Rähm und Peter Welchering führen im Buch "Bits und Bomben" durch die Historie der digitalen Angriffe und zeigen Schwachstellen auf, auf die zukünftige Attacken zielen könnten.

ISBN 978-3-86924-325-2, 34,90 Euro. Bezugsmöglichkeiten: Über den Buchhandel oder direkt beim Verlag: vertrieb@avm-verlag.de.

Peter Welchering unterrichtet unter anderem an der Journalistenakademie und schreibt für die Zeitschrift Digital (Leseprobe).

Smartphones und Tablets zunehmend als "Second Screen" genutzt

Die mobile Internetnutzung hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt (2009: 11%; 2012: 23%). Das zeigt die ARD-ZDF-Onlinestudie 2012, die soeben veröffentlicht wurde. Dabei ersetzen mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones nicht den stationären Zugang, sondern sie schaffen neue Nutzungssituationen. Bereits 13 Prozent der Fernsehzuschauer nutzen gelegentlich neben dem Fernsehen den „Second Screen“ des Smartphones, des Tablet oder des Laptops.

Während Smartphones besonders beliebt bei den Unter-30-Jährigen sind, sind Tablets, die inzwischen in 8 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden sind, die Domäne der 30- bis 49-Jährigen. Tablet-Nutzer bewegen sich anders im Netz als Smartphone-Nutzer. Bei Smartphone-Nutzern steht die Kommunikation über soziale Netzwerke, bei Tablet-Nutzern der Abruf von Websites und die E-Mail-Kommunikation im Vordergrund.
Zur Pressemitteilung der ARD-ZDF-Onlinestudie 2012

29.8.12

Text und Bild: Zitierfreiheit gilt nur eingeschränkt

Wie weit geht die Zitierfreiheit bei Texten, Bildern oder Musik nach Paragraf 51 b UrhG? Rechtsanwalt Thomas Stadler hat in seinem Blog ein aktuelles BGH-Urteil (Az. I ZR 212/10) kommentiert. Er hält fest, "dass der juristische Zitatbegriff, zumal außerhalb des künsterischen Bereichs, sehr eng ist und die Anforderungen äußerst hoch sind. Viele der 'Zitate', die man im Netz findet, sind von der Zitierfreiheit des UrhG nicht gedeckt und streng genommen Urheberrechtsverletzungen."

In dem konkreten Fall hatte der BGH einer literarischen Montage den Charakter als Kunstwerk abgesprochen. Das Urteil verdeutliche, so Stadler weiter, wie eng die urheberrechtliche Zitierfreiheit tatsächlich seien: "Die Zitatfreiheit soll die geistige Auseinandersetzung mit fremden Werken erleichtern (BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 – I ZR 127/09, GRUR 2011, 415 Rn. 22 – Kunstausstellung im Online-Archiv; Urteil vom 7. April 2011 – I ZR 56/09, GRUR 2011, 1312 Rn. 45 = WRP 2011, 1463 – ICE). Die Zitierfreiheit gestattet es nicht, ein fremdes Werk nur um seiner selbst willen zur Kenntnis der Allgemeinheit zu bringen."

Häufig rechtfertigen sich Bildnutzer fremder Bildwerke damit, dass sie das Bild ja nur zitiert hätten. Das funktioniert in den wenigsten Fällen. Darauf weist das Blog "Recht am Bild" hin. Voraussetzung des Bildzitat sei es, dass das zitierte Bild unverändert bleibe - Ausschnitt oder Einfärbung des Bildes seien bereits nicht mehr von der Zitierfreiheit gedeckt.

Zum Blogbeitrag von RA Thomas Stadler
Zum Bildzitat bei "Recht am Bild"

23.8.12

VDZ-Studie: Wie iPad-Nutzer Zeitschriften lesen

Für über 60 Prozent der iPad-Besitzer ist das Lesen digitialer Zeitschriften bereits Alltag. Das ergab eine Studie, die der Verband der Zeitschriftenverleger (VDZ) soeben vorgelegt hat. 68 Prozent sind Intensivnutzer; sie lesen zwei bis vier Stunden pro Woche am iPad. Drei Viertel sind weiterhin bereit, für den Inhalt einer Zeitschriften-App zu bezahlen. Zur Studie (Kurzfassung) mit weiteren Statistiken

20.8.12

Crossmedia: Vier Interviews

Crossmediales Publizieren oder Angeln mit dem richtigen Köder: Agenturinhaber Kay Schönewerk meint: „Eine Bachforelle findet man auch nur im Bach (...) Hier ist nicht die große Anzahl verschiedenartiger Köder entscheidend.“

Der Psychologe und digital native Georg Süß erklärt, was er unter crossmedialem Mehrwert versteht.

Hat sich die Arbeit einer Illustratorin durch Crossmedia verändert? Katja Röhlig meint: Erstskizzen wird man auch in zehn Jahren noch auf Papier anfertigen.

Wie setzt ein Leipziger Messedienstleister Videos für die Kundenkommunikation ein? Torsten Pöhlmann erklärt’s im Interview. Alle vier Interviews entstanden im Rahmen des berufsbegleitenden Studiengangs Crossmedia Management der Leipzig School of Media.

19.8.12

Jetzt doch: Geld von der VG Wort

Noch im August 2012 wird die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) Geld an Autoren und Verlage ausschütten. Diese jährlichen Auszahlungen erhalten beispielsweise Journalisten, die einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort geschlossen haben. Das Geld holt sie sich von den Verwertern, die das geistige Eigentum anderer nutzen, meist Verlagen. In diesem Jahr war die Zahlung wegen eines Urteils des Landgerichts München zunächst ausgesetzt worden.

Im Sommer 2012 war der jährliche Scheck von der VG Wort bei den Autorinnen und Autoren erstmals ausgeblieben. Der Richter und Jurist Martin Vogel hatte gegen die VG Wort geklagt, um die Rechte der Autoren zu stärken und mehr Geld für sie herauszuholen.

Vogel hatte sich daran gestoßen, dass automatisch auch Geld an Verlage ausgeschüttet wurde – ohne zu prüfen, ob der jeweilige Urheber den Verlagen die entsprechenden Rechte abgetreten hatte oder nicht. haben, gehört das Geld aus den gesetzlichen Vergütungsansprüchen den Urhebern.

Das Landgericht München I hatte ihm in erster Instanz Recht gegeben. Nun muss die zuständige Aufsichtsbehörde, das Deutsche Marken- und Patentamt, Stellung nehmen. In ihrer Pressemitteilung erklärt die VG Wort, die Ausschüttung erfolge unter Hinweis auf mögliche Rückforderungen, falls die Entscheidung des Landgerichts München I bestätigt werden sollte.

Wer einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen hat, erhält sein Geld noch in der letzten Augustwoche, falls Überweisung vereinbart wurde, oder einige Tage später per Scheck.

Zum Interview mit Martin Vogel bei irights.info Zur Pressemitteilung der VG Wort

Verlage wollen paid content möglichst ohne Zusatzausgaben

Die regionalen Tageszeitungen in Deutschland setzen noch nicht genug auf bezahlte Inhalte online. Das ergab eine Branchen-Umfrage der Schickler-Unternehmensberatung, deren Ergebnisse Volker Lilienthal in "Message" vorstellt. Im Augenblick hoffen die Verlage demnach vor allem auf die mobilen Endgeräte, weniger auf den häuslichen PC.

Die Umfrage ergab aber auch, dass mehr als 80 Prozent der befragten Verlage (83 Geschäftsführer regionaler Tageszeitungen) innerhalb eines Jahres ihre Produkte kostenpflichtig auf dem iPad anbieten wollen, sogar 90 Prozent für Android-Geräte. Gleichzeitig wollen die Verlagsmanager möglichst wenig Geld zusätzlich für das Entwickeln der neuen Produkte und die redaktionelle Arbeit ausgeben.

Zum Originalbeitrag von Volker Lilienthal (urspünglich für Message 3/2012) bei EJO

Sommerfest in Frohburg 2012

Gäste aus Leipzig, Nürnberg, München, Altenburg und Frohburg, darunter viele Dozierende der Journalistenakademie, trafen sich zum astronomischen Event im Frohburger Medienhaus. Bis zwei Uhr nachts wurden Perseiden beobachtet, und natürlich der Sternenhimmel insgesamt.

Fotos: Peter Lokk

7.8.12

Liegt die Zukunft im Paid content?

Paid content zur Rettung des klassischen Verlagsmodells wird wieder intensiv diskutiert, seit es kostenpflichtige Apps gibt. Heinz Wittenbrink hat dazu auf der Basis zweier Tweets einen nachdenklichen Blogbeitrag verfasst. Er schreibt, die kostenpflichtige iPad-App des Daily und die ebenfalls kostenpflichtige iPad-Version der Huffington Post seien in der Krise. Murdochs Daily habe ein Drittel des Personals entlassen, die Huffington Post, jetzt Teil von AOL, werde in Zukunft auch auf dem iPad gratis sein.

Laut Heinz Wittenbrink stehen sich die beiden Modelle – das klassische Verlagsmodell einerseits, das Kuratieren von Social-Media-Inhalten andererseits – gegenüber. Aber: „Für das Twitter-Modell ist nur wichtig, dass die Inhalte nicht voneinander abgeschottet werden, dass Leser und andere Publizisten (beide sind im Netz tendenziell dasselbe) die Inhalte weiterverwenden können.“

Die "Expanded Tweets", mit denen Twitternutzer auch Texte und Multimediainhalte in einer Vorschau sehen können, ohne dem Link zu folgen, sieht Wittenbrink als Chance für redaktionelle Inhalte in Zeiten des sozialen und mobilen Webs. Sein Fazit: „Der Versuch ist interessanter als alle die Magazin- und Zeitungsapps, die jetzt schon so alt aussehen wie die CD-ROMs aus den 90er Jahren.“

Demgegenüber sieht der Präsident des Zeitschriftenverlegerverbands BDZV Helmut Heinen die Zukunft im Paid Content. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte er: „Es wird weiter in Richtung Bezahlinhalte gehen.“

Zum Blogeintrag von Heinz Wittenbrink
Heinen: Paid content bleibt Trumpf

Alumna der Journalistenakademie bei Schwartz-PR

Manuela Schwab, Alumna der Journalistenakademie, hat nach Stationen bei der Verbraucherzentrale Bayern und bei Condrobs eine Stelle bei Schwartz PR angetreten. Die Fachzeitschrift Werben und Verkaufen meldet: Manuela Schwab stößt als Account Managerin zu Schwartz PR.

6.8.12

200 Jahre Biergarten in München

2012 jährt sich zum 200. Mal der Erlass, der den Brauereien erlaubt, auf ihren Bierkellern von Juni bis September selbstgebrautes Bier „in minuto zu verschleißen" und ihre Gäste mit Bier und Brot zu bedienen. Auf dem Erlass von 1812 beruht auch der Brauch, dass die Gäste in den Biergarten ihr eigenes Essen mitbringen und verzehren dürfen. Biergärten gelten weit über Bayerns Grenzen hinaus als Ausdruck bayerischer Lebensart. Wie steht es mit der Biergartenkultur heutzutage?

Über Geschichte und Zukunft des Biergartens diskutieren am 6. August um 19 Uhr im Presseclub München am Marienplatz:
  • Dr. Michael Stephan, Direktor des Stadtarchivs München, 
  • Uschi Seeböck-Forster, Präsidentin des Vereins zur Erhaltung der Biergartentradition e.V. 
  • Johann Eichmeier, Wirt des größten Biergarten Bayerns, des Hirschgartens, 
  • Moderation: Dr. Gabriele Weishäupl, Mitglied im PresseClub-Vorstand, Initiatorin des Jubiläumsjahres "200 Jahre Biergarten" und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes München - Oberbayern. 
Für Bier und Brezn wird gesorgt. Ort: Internationaler PresseClub München e.V., Marienplatz 22, Tel. 089 26 02 48 48, www.presseclubmuenchen.de

Checkliste Social Media für Blog, Facebook, Twitter & Co.

Wie starte ich Social-Media-Aktivitäten für die Öffentlichkeitsarbeit? Die Web-Design und Internet-Marketing-Agentur „The Whole Brain Group“ hat dazu eine Infografik (engl.) erstellt. Die Social-Media-Checkliste gibt je drei bis fünf Tipps für das Corporate Blog, Facebook, Twitter, LinkedIn, Google+, Pinterest und YouTube. Sie richtet sich ja an Unternehmen, die jetzt Social-Media-Aktivitäten starten wollen. Zur Social-Media-Checkliste (via T3N)

Weise schlägt Alarm: Kein Geld für Jobkrise

Für den Fall einer Krise sieht der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, die Arbeitsagenturen nicht gut gerüstet. „Weder hat der Bund Geld für ein Konjunkturprogramm noch die Bundesagentur finanzielle Rücklagen etwa zur Finanzierung eines Kurzarbeiterprogramms wie in der Finanzkrise 2008/2009“, sagte der BA-Chef der dpa in Nürnberg.

Zwar erwarte er derzeit keine Jobkrise, wird Weise zitiert. Doch falls die Arbeitslosigkeit zunehme, müsse sich die Bundesagentur für Arbeit verschulden, um antizyklische Beschäftigungspolitik mit arbeitsfördernden Maßnahmen betreiben zu können.

Von Juni auf Juli 2012 war die Arbeitslosigkeit um 67.000 auf 2.876.000 gestiegen. Ursula von der Leyen vom Ministerium für Arbeit und Soziales hatte dies kommentiert, der Arbeitsmarkt sei sehr gesund und sehr robust. "Allerdings habe sich die Dynamik bei der Abnahme der Arbeitslosenzahl etwas verlangsamt." Die Halbierung des Arbeitslosenbeitrags und mehrere Kürzungen sowie das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung haben die BA zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen.

Zum Beitrag auf Handelsblatt.com

1.8.12

Alumni und Alumnae: Alle im Job

Die Alumni und Alumnae der aktuell überprüften Lehrgänge Online-Journalismus und Pressearbeit online sind zu hundert Prozent im Job. Das ergab die aktuelle Erfolgsbeobachtung, die die Journalistenakademie jeweils ein halbes Jahr ein Lehrgangsende durchführt. Die Absolventen der beiden Lehrgängen OJ-38 und PO-31 haben alle einen Job. Zwei Drittel sind in Festanstellung, ein Drittel arbeitet freiberuflich bzw. als feste freie Mitarbeiter. Hundert Prozent - das war auch bereits beim Lehrgang OJ-37 der Fall. Die Journalistenakademie gratuliert!
Wer noch in die Lehrgänge einsteigen möchte, die soeben begonnen haben, kann hier mit der Journalistenakademie Kontakt aufnehmen!

Neuhausen bremst NPD friedlich aus


Mehr als tausend Münchnerinnen und Münchner haben gestern in Volksfeststimmung am Rotkreuzplatz gegen die NPD-Kundgebung demonstriert. Mit Trillerpfeifen und Vuvuzelas sorgten sie dafür, dass fast kein Wort der Kundgebung zu verstehen war. Mit dabei waren neben Vertretern von Verdi, SPD, Grünen, Linken und der CSU auch Dozierende, Alumni und Alumnae der Journalistenakademie.
Zum Bericht bei der Süddeutschen Zeitung, 1. August 2012 Fotos: Gabriele Hooffacker

27.7.12

Freier Journalist = Entrepreneur?

Ist das US-Konzept des „Entrepreneurial Journalism“ vergleichbar mit dem des Freiberuflers in Deutschland? Rukhshona Nazhmidinova und Stephan Russ-Mohl vom European Journalism Observatory (EJO) sind der Frage nachgegangen und haben allerhand Unterschieder festgestellt, vor allem aber ein Defizit: An deutschen Journalistenschulen würde freiberufliches Arbeiten nicht unterrichtet, "weil deutsche Journalistenschulen mehrheitlich verlagsgebunden sind“, so die Publizistin Ulrike Langer. Sie hätten kein Interesse daran, ihren Absolventen „beizubringen, wie man auf dem freien Markt Verlage als Verwerter umgehen kann”. Quelle: EJO.

Im Lehrgang Online-Journalismus an der Münchner Journalistenakademie gehört das Fach "Freiberuflich arbeiten" seit vielen Jahren zum Standard. Dozent Peter Lokk lehrt dort alles, was zur Freiberuflichkeit gehört - Auftragsakquise, Rechnungsstellung, Künstlersozialversicherung, Verwertungsgesellschaften, Steuern, Rechtsschutz durch Journalistengewerkschaften usw. Doch auch hier gibt es ein Problem: Der Lehrgang kann durch den Bildungsgutschein der Arbeitsagentur gefördert werden. Und die hat kein Interesse an freien Journalisten. Für sie zählen nur Festangestellte als Erfolg.

Neuer Webauftritt AG Kindeswohl vom Lehrgang PR klassisch/online

Großes für die Kleinen zu schaffen hat sich die AG Kindeswohl Landshut vorgenommen. Mehr als zwanzig Institutionen haben sich vernetzt mit dem Ziel, Eltern, Kindern, Angehörigen und Erziehenden der Region Landshut Informationen zum Kinderschutz und zum Kindeswohl zu geben. Den neuen Webauftritt der AG Kindeswohl Landshut hat der berufsbegleitende Lehrgang Presse- und Öffentlichkeitsarbeit klassisch und online gestaltet. Der nächste Lehrgang startet 12. Oktober 2012.

Wer sich unter der Woche im Bereich Pressearbeit / Media Relations fortbilden will, kann dies ab sofort im Lehrgang Pressearbeit online an der Journalistenakademie tun. Am 23. Juli hat der Lehrgang begonnen, Einstieg ist noch möglich!

25.7.12

Ländervergleich: Wie Journalisten twittern

Wie twittern Redaktionen? Gibt es nationale Unterschiede? Das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich untersuchte in einer Studie die Twitter-Accounts von 39 Nachrichtenmedien aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA - Zeitungen, Fernsehsender, Onlinemedien und Nachrichtenagenturen.

Ergebnis: Am häufigsten twitterten britische Redaktionen. Leitmedien versandten fast fast doppelt so viele Tweets wie Boulevardmedien. Nur etwa ein Fünftel der untersuchten Mitteilungen enthielten Hashtags.

Insgesamt nutzen die Redaktionen vor allem der Mittelmehrländer, aber auch in Deutschland und der Schweiz das Potential von Twitter nur zu einem geringen Teil aus. Für Journalisten ist Twitter einfach ein weiterer Kanal zur Verbreitung der Beiträge. An zweiter Stelle steht das Kommentieren von Ereignissen und der Berichterstattung.
Zum Bericht beim European Journalism Observatory
Zur vollständigen Studie (engl.)

24.7.12

Löst Fundraising die Probleme des Journalismus?

Der Journalist als Unternehmer soll sich seine Aufträge selbst suchen - im Idealfall finanziert durch Stipendien und Stiftungen. Das legen Ergebnisse aus den USA nahe. Doch diese Entwicklung hat auch negative Seiten. Stefan Ruß-Mohl und Kate Nacy haben für die Neue Zürcher Zeitung einen nachdenklichen Beitrag über den hochgelobten "Stiftungsjournalismus" geschrieben.

Sie befürchten, "dass künftig Journalisten ihre unternehmerischen Talente vor allem im Nonprofitsektor austesten müssen, und zwar, um Stifter und Philanthropen zur Förderung jenes hochwertigen Journalismus zu bewegen, der sich bis jetzt nicht durch Online-Werbung oder Online-Abonnements finanzieren lässt. Die neuen Journalisten würden dann keine dynamischen Unternehmer Schumpeterscher Prägung werden, sondern Fundraiser – oder, um es eindringlicher auf Deutsch zu sagen: Leute, die sich ihr täglich Brot zusammenbetteln müssen. Mit allen gar nicht so neuen Abhängigkeiten, die sich daraus für die Berichterstattung ergeben." Zum Beitrag Der Journalist als Unternehmer

23.7.12

Journalismus und Pressearbeit: Lehrgänge gestartet, Einstieg noch möglich

Online-Journalismus und Pressearbeit online: An der Journalistenakademie haben am 23. Juli beide Lehrgänge begonnen. Im Lehrgang Onlinejournalismus lernt man in sechs Monaten nicht nur journalistisches Praxiswissen, sondern auch erwirbt auch Erfahrung in der praktischen Projektarbeit. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Erfahrungen in einem Medienberuf durch Praktika oder Berufstätigkeit, ideal ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium.

Wer vor allem praktischen Journalismus in Text und Bild analog einem Volontariat erlernen möchte, kann das erste Modul des Lehrgangs (drei Monate) belegen. Auf Pressearbeit praktisch kann man sich ebenfalls in drei Monaten spezialisieren. Eine Förderung per Bildungsgutschein ist zu 100 Prozent möglich, wenn die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen, so dass der Besuch des Lehrgangs dann kostenfrei ist. Auch eine Förderung mit Bildungsprämie (maximal 500 Euro) ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Je nach Vorkenntnissen ist ein Einstieg noch möglich. Mehr zum Lehrgang Online-Journalismus, zu Pressearbeit und den Fördermöglichkeiten bei der Journalistenakademie

21.7.12

Die Bürgergesellschaft braucht kritische Medien

Seit 14 Jahren zeichnet der Alternative Medienpreis jedes Jahr Medienschaffende aus, die kritisch neue Akzente setzen, verdrängte Themen aufgreifen und Öffentlichkeit für Veränderung, kritische Reflexion und neue Denk-ansätze schaffen. Peter Lokk hat in einem Gastbeitrag für die Stiftung Mitarbeit die Rolle der Alternativmedien als Spiegel der Gesellschaft skizziert. Mehr zur Geschichte der Alternativmedien gibt es im Band Bürgermedien, Neue Medien, Medienalternativen. 10 Jahre Alternativer Medienpreis (kostenloser Download).
Zum Gastbeitrag von Peter Lokk

12.7.12

Vocer: Journalismus lehren verändert

Der Journalismus verändert sich. Zum Glück. Wir sind ja nicht Journalistin, Journalist geworden, um 40 Jahre lang das Gleiche zu tun. Wer heute 20 Jahre mit dabei ist, hat 20 spannende Jahre miterlebt. Welche Veränderungen wollen wir akzeptieren? Was können wir als Journalistenausbilder verändern?

Die Diskursplattform Vocer hat für ihr Dossier Medienmacher von morgen Gabriele Hooffacker von der Journalistenakademie zu aktuellen Veränderungen in der Journalistenausbildung befragt. Zum Beitrag Journalismus lehren verändert

11.7.12

Interview mit Gabriele Hooffacker

Das Internet hat nicht nur unseren Alltag verändert, sondern auch den Beruf des Journalisten. Die Branche ist seit Jahren in einem starken Wandel. "Die Leser sind noch kritischer und medienkompetenter geworden – auch durch das Internet. Dass gerade Online-Leser nicht alles glauben, was da steht, ist keine schlechte Entwicklung", meint Gabriele Hooffacker.

Jürgen Haug-Peichel von der Mainpost führte dieses Interview mit Gabriele Hooffacker.

"Weiterbildung zum Hungerlohn" unter den Top Ten

Themen, die keine waren: Die Initiative Nachrichtenaufklärung legt die Liste der Top Ten, die Rangliste der wichtigsten von den Medien vernachlässigten Themen und Nachrichten für 2012 vor. Rund um Arbeit und Sozialversicherung liegt diesmal der Schwerpunkt. Platz 1 eroberte „Keine Rente für arbeitende Gefangene“, Platz 2 erreichte „HIV-positiv auf dem Arbeitsmarkt: Kein Rechtsschutz gegen Diskriminierung“. „Weiterbildung zum Hungerlohn“, dass nämlich die Dozierenden, die in der beruflichen Weiterbildung für die Arbeitsagenturen tätig sind, am Rande des Existenzminimus kämpfen, schaffte es auf Platz 4, „Hartz IV bei Krankheit“ auf Platz 5. Zur Jury zählen unter anderem Toralf Staud, Mirjam Bunjes und Horst Pöttker.

Die Liste der Top Ten gibt es auf www.derblindefleck.de

10.7.12

Medien und Gesellschaft: Wer ist die "fünfte Gewalt"?

Kommt der Journalismus seiner Aufgabe als "vierte Gewalt" noch nach? Mercedes Bunz ist der Frage für boell.de nachgegangen. "Im Ergebnis hat sich ein neues Gleichgewicht der Kräfte entwickelt", hat sie beobachtet. Mercedes Bunz begrüßt "eine zweite, digitale Öffentlichkeit, betrieben durch die flinken Finger der Bürger (...) als fünfte Gewalt."

Zum Beitrag "Die fünfte Gewalt: Über die Neuausrichtung der medialen Gewaltenteilung"

5.7.12

"Journalist darf kein ungeschützter Beruf mehr sein"

Zur Journalistenausbildung nimmt Jörg Sadrozinski, Leiter der Deutschen Journalistenschule, im Interview mit dem „Medien-Magazin“ des Mediencampus Bayern Stellung. Er fordert dort: „In der derzeitigen Situation des Journalismus muss man darüber nachdenken, dass man Journalismus auch als einen Beruf etabliert, der bestimmten Qualitätskriterien folgt. Diese Kriterien müssen nachvollziehbar sein, auch in der Ausbildung. Journalist darf in Zukunft kein ungeschützter Beruf mehr sein. Man muss dazu hinkommen wie bei Medizinern und Juristen, dass man eine vorgeschriebene Ausbildung durchlaufen haben muss, ums sich Journalist nennen zu dürfen. Das Internet mit all den Möglichkeiten, journalistisch zu arbeiten, hat das Berufsbild aufgeweicht.“

 Auf die Nachfrage, ob ein Staatsexamen wie etwa in Medizin oder Jura eine Möglichkeit sei, antwortet Sadrozinski: „Artikel 5 des Grundgesetzes schützt die Meinungsfreiheit in Deutschland. Jeder soll seine Meinung frei äußern können. Deshalb ist staatlicher Einfluss in der Journalistenausbildung schwierig. Ich könnte mir vorstellen, dass hier der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalisten-Union eine Rolle spielen. Sicher können auch Einrichtungen wie der Mediencampus Bayern die Standards festlegen. Mit dem Qualitätssiegel sind Sie ja auf einem guten Weg. In meinen Augen sollten Standards deutschland- und vielleicht sogar europaweit gelten.“ Das komplette Interview steht im Medien-Magazin, Ausgabe 2012/2013, S. 9-11.

Das Medien-Magazin gibt es kostenlos beim Mediencampus Bayern, www.mediencampus.de, info@mediencampus.de

3.7.12

Pressestellen in Nürnberg - Dossier der Studierenden "Technikjournalismus"

Welche Unternehmen, Institutionen, Behörden und Dienstleister gibt es im Großraum Nürnberg? Was passiert in Kultur und Sport? Wie arbeiten Pressesprecherinnen und Pressesprecher – die Journalisten im Unternehmen? Wie sieht ihre Arbeit aus? Wie sind sie in den Beruf gekommen? Und was empfehlen sie jungen Menschen, die nach dem Studium als Journalisten im Unternehmen arbeiten wollen?

Als Projektarbeit zur Lehrveranstaltung Zeitungsredaktion gestalteten die Studierenden des Studiengangs Technikjournalismus mit ihrem Lehrbeauftragten Peter Lokk an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule im Wintersemester 2011/12 dieses Dossier zum Thema Pressestellen und Pressesprecher/innen im Großraum Nürnberg.

Tipps finden zukünftige Technikjournalisten in den Antworten auf die Frage, was von einem jungen Journalisten erwartet wird, der sich bei einem der Unternehmen bewirbt. Zum Dossier Pressestellen im Großraum Nürnberg

2.7.12

Social Media Counts: Neue Rekorde im Juni 2012

Wie viele Social-Media-Aktionen gibt es täglich? Die Flash-Animation "Social Media Counts" von Gary Hayes visualisiert das. Im Juni 2012 wurden
  • täglich 3.2 Billionen “Likes” und Kommentare auf Facebook geschrieben, 
  • 40 Billionen Android und IOS-Apps heruntergeladen, 
  • 2 Millionen Blog-Einträge geschrieben, 
  • 175 Millionen Tweets gesendet, 
  • 2 Billionen Youtube-Videos abgespielt, 
  • 5 Billionen mal täglich der Google+-Button geklickt. 


Mehr Zahlen und die Social-Media-Aktionen der letzten Minuten gibt es auf Social Media Counts von Gary Hayes.

30.6.12

Wie das Internet Politik und Medien verändert, 10.7.

Das Internet hat Politik und Medien revolutioniert. Mit wenig Geld und einfacher Technik können Menschen Meinungen und Fakten schnell und weltweit verbreiten – vorbei an den alten Schleusenwärtern der etablierten Medien. Dies alles bringt radikale Veränderungen: für den Journalismus, die politische Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft, die Parteien und die Beteiligung am politischen Prozess. Am 10. Juli um 11 Uhr diskutieren im Presseclub Wissenschaftler, Journalisten und Politiker die Chancen und Risiken dieser neuen Herausforderungen für Politik, Medien und Gesellschaft.

Auf dem Podium:
  • Birgit van Eimeren, Leiterin Unternehmensplanung und Medienforschung beim Bayerischen Rundfunk, 
  • Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing, 
  • Stefan Körner, Landesvorsitzender der Piraten-Partei in Bayern, 
  • Stefan Plöchinger, Chefredakteur von www.sueddeutsche.de und 
  • Dr. Michael Schröder, Dozent für Medien und Kommunikationspolitik an der Akademie für Politische Bildung Tutzing und Herausgeber eines Beitragsbandes zum Thema „Web-Revolution“.
Eintritt frei. Zur Einladung beim Presseclub München

23.6.12

Video über das Schillerhaus in Leipzig-Gohlis

Zwischen Neubauten und noblen Villen duckt sich das krumme, aber dafür geschichtsträchtige Schillerhaus. Als ältestes erhaltenes Bauernhaus der Region Leipzig ist es ein beliebter Anziehungspunkt für Touristenbusse und natürlich für Fans des deutschen Dichters und Philosophen Friedrich Schiller.

2017 feiert das Haus 300-jähriges Jubiläum. 2015 lädt Museumsleiter Dietmar Schulze zum Jubiläum der "Ode an die Freude", die Schiller vermutlich hier geschrieben hat. Der Studiengang Crossmedia Publishing der Leipzig School of Media hat ein Video über das Schillerhaus gedreht.



Videoclip "Schillerhaus Leipzig" (HD-Version)
Videoclip "Schillerhaus Leipzig" (bandbreitenschonend)

14.6.12

Filmfest München mit "Hugo Cabret", 5. Juli

Der Mediencampus Bayern lädt ein: Im Rahmen des Filmfests München findet das "Animation Meeting" in diesem Jahr erstmals im Gabriel Filmtheater statt (Dachauer Straße 16 in München). Am Donnerstag, 5. Juli 2012, präsentiert der MedienCampus Bayern in Kooperation mit filmtoolsConsult die 15. Auflage des Animation Meetings, unter anderem mit einem Making of zu "Game of Thrones", "Hugo Cabret" und "Borgia". Mit über 250 Gästen ist das Animation Meeting jedes Jahr die am besten besuchte Fachveranstaltung im Rahmen des Filmfests München. Anmeldungen sind bei filmtoolsConsult möglich (Eintritt frei).

Der Mediencampus Bayern ist der Dachverband der Medienaus- und Weiterbildung in Bayern; die Journalistenakademie ist dort seit mehr als zehn Jahren Mitglied.

13.6.12

Medientreff 3.7., 18 Uhr: Wie werden wir in Zukunft kommunizieren?

Wie werden wir in Zukunft kommunizieren? Welche technischen Fortschritte werden Realität? Wie ändert sich das Kommunikationsverhalten der Menschen - auch zwischen den Generationen - und welche Auswirkungen hat das auf die Gesellschaft? Der Medientreff der Evangelische Akademie Tutzing lädt am 3. Juli um 18 Uhr in den Münchner Presseclub. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Podium:
  • Dirk von Gehlen, Journalist, Buchautor, Leiter „Social Media/- Innovation“ sowie verantwortlich für den redaktionellen Teil von jetzt.de der Süddeutschen Zeitung. 
  • Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. nat. h.c. mult. Karlheinz Brandenburg, Institut für Medientechnik an der TU Ilmenau und Direktor des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau. Er wurde weltweit bekannt durch seinen Beitrag zum MP3-Standard. 
  • Johanna Haberer, Pfarrerin, Professorin für Christliche Publizistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg. Sie ist Universitätspredigerin, Rundfunkpredigerin im Bayerischen Rundfunk, Prorektorin und als Vizepräsidentin zuständig für Lehre und Studium 

Der Medientreff der Evangelischen Akademie in Kooperation mit dem PresseClub ist ein Forum des Austauschs zwischen Kirche und Medien. Anmeldung über: Isabelle Holzmann, Tel.: 08158-251 121; FAX: 08158-251 110; E-Mail: holzmann@ev-akademie-tutzing.de

12.6.12

Mehr Jobs in der IT-Branche

Die Mitarbeiterzahl in der ITK-Branche stieg im vergangenen Jahr um 18.000 auf über 866.000 an. 2012 soll die Zahl der Beschäftigten um 10.000 zulegen. Diese Zahlen veröffentlichte der Hightech-Verband BITKOM am Freitag in Frankfurt. Dazu zählen auch Jobs in Online-Redaktionen oder Social-Media-Management.

Der Fachkräftemangel bleibt laut BITKOM das größte Wachstumshemmnis der Branche. Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) will in diesem Jahr zusätzliches Personal einstellen. Zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) leiden nach eigenen Angaben aber darunter, für offene Stellen nicht das geeignete Personal zu finden. Der Verband hatte eine Umfrage unter seinen Mitgliedern gestartet.

Zur BITKOM-Pressemitteilung
Präsentation zum BITKOM-Pressegespräch zum Fachkräftemangel in der IT

Kurse "Social Media Manager" im Test

Die Berufsbezeichnung Social Media Manager ist nicht geschützt. Die Stiftung Warentest hat in ihrem Monatsmagazin "Finanztest" mehrere Weiterbildungen zu diesem neuen Berufsbild unter die Lupe genommen. Die von von Finanztest getesteten Angebote vermitteln Grundlagen. Die Preisspanne ist enorm: von 39 Euro bis 1 618 Euro. Genauso unterschiedlich ist laut Finanztest die Qualität. Insgesamt wurden zehn Kurse bewertet, darunter ein reines Online-Angebot, das mit 1620 Euro zugleich auch das teuerste war. Zur Stiftung Warentest, Kurzbericht auf lead-digital.de
Abbildung: Stiftung Warentest

Bereits im August 2011 hat die Stiftung Warentest drei unterschiedliche Weiterbildungen zum Thema Social-Media-Marketing besucht, darunter einen dreitägigen Präsenzkurs für 440 Euro, einen zweitägigen Präsenzkurs für knapp 1050 Euro und einen Onlinekurs für gut 1600 Euro. Zum Test von 8/2011

Zusätzlich stellt die Stiftung Warentest Beispiele für gelungenes Social Media vor. Sie zeigen, wie Wissen rund um Social Media Marketing zum Einsatz kommen kann – etwa bei der Firma Dell, die eine Plattform für gebrauchte Laptops entwickelt oder beim Whisky-Hersteller Laphroig, der sein Getränk auf besondere Weise bewirbt. Best practice-Beispiele für gutes Social-Media Marketing

Die Journalistenakademie war nicht unter den getesteten Einrichtungen. Sie bietet auch keine reinen Social-Media-Manager-Kurse an, sondern Wochenendseminare, die Themen wie Social Media, Crossmedia oder Suchmaschinen-Optimierung aufgreifen. Zudem gibt es die bewährten Lehrgänge Pressearbeit online (Vollzeit), nächster Start 23. Juli 2012 oder PR klassisch und online, nächster Start 12. Oktober 2012, die das klassische ebenso wie das aktuelle Online-Handwerk in Kombination vermitteln.

6.6.12

Horst Schmidt: Plädoyer für die politische Bildung

Mit einer Diskussionsrunde zur Zukunft der politischen Bildung verabschiedete sich der Leiter des Bayernforums der Friedrich-Ebert-Stiftung in München, Horst Schmidt, in den Ruhestand. Gemeinsam mit Horst Schmidt hat die Journalistenakademie mehr als fünfzig Münchner Mediengespräche realisiert. Eine Auswahl davon präsentiert das Buch Medien und Politik, das man kostenlos als PDF herunterladen kann.

Viel Prominenz aus Landes- und Bundes-SPD war eigens angereist, um Horst Schmidt die Ehre zu geben. Aus München kamen Max Mannheimer, Walter Hömberg und viele Mandatsträger der SPD. Auf dem Podium diskutierten Ursula Münch von der Akademie für politische Bildung und Professorin an der Bundeswehrhochschule, Florian Pronold (MdB) und Horst Schmidt. Der Jubilar selbst forderte von der Politik mehr Förderung der politischen Bildung ein. Moderiert wurde der Abend von Horst Schmidts Nachfolgerin Alina Fuchs.