26.4.11

Lehrgänge an der Journalistenakademie starten

Am 26. April starten an der Journalistenakademie neue Lehrgänge für Medienberufe mit dem Schwerpunkt Online/Internet. Einstieg ist in den ersten Wochen noch möglich:
- Online-Publishing (2. Modul, 3 Monate),
- Pressearbeit online (6 Monate),
- Online-Journalismus (6 Monate),
- Medienmanagement (2. Modul, 3 Monate).
Die Journalistenakademie wünscht allen Lehrgangsteilnehmenden einen guten Start und einen erfolgreichen Lehrgang!

25.4.11

Medienfachtagung: Videojournalismus für Einsteiger, 27.-28.5.

Videos finden sich in den Online-Angeboten etablierter Medien wie auch auf den Websites der meisten Unternehmen. Was muss ein Journalist, der Bewegt-Bild produziert, können? Wie sind seine Verdienstchancen? Die Tagung der Nürnberger Medienakademie am 27. und 28. Mai bietet Überblicksreferate und Tipps für die Videoproduktion. In praktischen Workshops wird mit der Kamera gearbeitet und gedreht.
Die Tagung findet am Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg statt und kostet 75 Euro inkl. Übernachtung für Auswärtige.

Mehr dazu und Anmeldemöglichkeit

20.4.11

Wie interviewt man Rechtsextreme? Interview mit Max Hägler, SZ

Um Rechtsextremismus ging es beim Münchner Mediengespräche in der vergangenen Woche im Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung in München. Mit dem Journalisten Max Haegler von der Süddeutschen Zeitung hat Marko Schlichting für "Markos Medienpodcast" gesprochen: über seine Erfahrungen mit Rechtsextremisten und über seine Strategien, wie er mit ihnen Interviews führt.
Zum Interview auf Markos Medienpodcast

11.4.11

30 Jahre Osborne 1

Osborne 1, der erste Laptop der Welt, feiert Geburtstag. Das Gerät kam im April 1981 in USA auf den Markt. Sein Erfinder war der Computerbuch-Autor und Tüftler Adam Osborne, dessen Vision der erste 1000-Dollar-Computer war. Zwar kostete der Osborne 1 mit knapp 1.800 Dollar dann doch ein bisschen mehr – aber er war immerhin für Normalsterbliche erschwinglich. Und er hatte Schnittstellen: für den Druckeranschluss, fürs Anschließen eines Fernsehbildschirms und vor allem für den Akustikkoppler. Damit waren Osborne-1-Besitzer "online".

Ich erwarb als Studentin ein Exemplar gebraucht für stolze 3000 Mark – das war alles, was ich auf dem Sparbuch hatte. Meine Idee war, das Gerät mit in die Archive und Bibliotheken mit zunehmen, dort die Bestände zu erfassen und die Daten im Rahmen meiner Doktorarbeit weiterzuverarbeiten. Bei der Bayerischen Staatsbibliothek (StaBi) gelang mir dies mit Hilfe des damaligen Leiters Franz Georg Kaltwasser: Es war nämlich eine offizielle Genehmigung notwendig, um eine Steckdose im Lesesaal der StaBi nutzen zu dürfen.

Adam Osbornes Firma wurde nicht alt: Sie ging 1983 in Konkurs. Der Osborne-Effekt aber ging laut Wikipedia in die Wirtschaftsgeschichte ein. Angeblich sei das Nachfolgemodell zu früh angekündigt worden, was den Verkauf der aktuellen Modelle stark zurückgehen ließ. Neuere Quellen sagen laut Wikipedia jedoch, dass andere Ursachen (Fehlmanagement) verantwortlich waren.

CHIP zum Osborne 1
Wikipedia zum Osborne 1
Fotos: Gabriele Hooffacker / Sven Mainka

10.4.11

Studie: "Bild" macht Marketing statt Journalismus


"Kai! Was tust Du uns Deutschen an!!! fragt diese Website. "Bild" ist ein Boulevardmedium, das an die Stelle des Journalismus Methoden der Werbung, der Unterhaltung, der Kampagnenkommunikation und des Marketings. So lautet das zentrale Ergebnis einer neuen "Bild"-Studie, die bei der Otto Brenner Stiftung erschienen ist. Die Website zur Studie setzt die Ergebnisse mit satirischen Mitteln um.

Eine Kurzfassung der Ergebnisse kann man hier herunterladen (12 Seiten, PDF).

Jobwunder - und was dahinter steckt

Die Jobcenter hätten eine Million Hartz-IV-Empfänger in Arbeit gebracht, meldet die BILD-Zeitung. Report Mainz hat recherchiert, was dahinter steckt: Den Job selbst gesucht haben sich knapp 540.000. Von den Jobcentern wurden lediglich 120.000 vermittelt. Die Arbeitsagentur sagt in ihrer Stellungnahme, es sei eigentlich um Integration am Arbeitsmarkt insgesamt gegangen, nicht um Vermittlung. Hinzukommt, dass fast genau so viele neu in Hartz IV gefallen sind, so der DGB-Arbeitsmarkt-Experte Wilhelm Adamy. Es bleiben unterm Strich 60.000 Menschen, die in den Arbeitsmarkt integriert wurden. Report Mainz hat Journalisten befragt, wie es zur Falschmeldung kommen konnte.
Video: Jobwunder in den Medien (ARD)

8.4.11

Mit einer Handvoll Chinesen im Hofbräuhaus

Warum die Bahn im Winter Probleme hat, ein Tag mit dem Verkäufer eines Straßenmagazins, mit einer Handvoll Chinesen und dem Schützenverein im Hofbräuhaus, Adventure-Spiel "Monkey Island” und kein Ende: "Lebensbühne" heißt das Dossier des aktuellen Lehrgangs Online-Journalismus an der Journalistenakademie. Motto: "Auf der Bühne, hinter der Bühne oder neben der Bühne – überall gibt es Geschichten. Wir erzählen sie." Viel Spaß beim Lesen von www.journal-digital.de!

7.4.11

49. Mediengespräch: Rechtsextremismus in Bayern, 14.4.

In Oberbayern gibt es rund 350 Mitglieder rechtsextremistischer Parteien sowie mehr als 150 Neonazis und etwa 100 rechtsextremistische Skinheads. Bei der Stadtratswahl am 2. März 2008 in München erreichte die Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA-München) 1,4 % der Wählerstimmen. Rechtsextremismus strebt nach politischer Macht, um seine Ziele durchzusetzen. Wie sehen die Strukturen in Bayern aus? Welche Strategien verfolgen die einzelnen Gruppierungen? Wie gehen die Medien damit um? Mit den Podiumsgäste, die aus ihren Arbeitsbereichen berichten, disktuieren wir Gegenmaßnahmen und -strategien.

Journalistenakademie und Friedrich-Ebert-Stiftung laden am Donnerstag, 14.4., ins BayernForum in München ein. Eintritt frei. Bitte anmelden!

6.4.11

Was kommt nach Facebook?

Was kommt nach Facebook? fragte Richard Heigl auf der Fachtagung Medien des Mediencampus Bayern in Wildbad Kreuth. Nach der Begeisterung für die Selbstinszenierung, das Aufbauen soziokultureller Netze und die spontane Organisation von Gruppen sei ein Sättigungseffekt eingetreten.

„Gruppenprozesse haben Konjunkturen“, meint Heigl, es gebe Auf- und Abschwung. Bei Facebook beobachtet er zunehmende Kommerzialisierung: "Facebook ist verdammt dazu, zu wachsen". Die Kritik der Datenschützer mache das deutlich. Um die Macht im Netz kämpfen neben Politik und Wirtschaft auch die Communitys selbst.

Wer kommt als nächster? "Als nächster kommt derjenige, der die nächste Venture-Capital-Blase aufblasen kann", meint Richard Heigl. Langfristig gehe es um eine andere Vergesellschaftung von Medien, mit einem neuen Journalismus.

Im Anschluss stellte Mediencampus-Geschäftsstellenleiter Markus Kaiser das Medienwiki auf medienwiki.org vor. Mehr Fotos von der Fachtagung Medien
Mehr zu den Entwicklungsstadien von Sozialen Netzwerken