31.7.10

Jay und Ronda Hauben in Frohburg


























In China, Südkorea, aber auch in den USA gibt es eine umfangreiche Bloggerszene. Ronda und Jay Hauben berichteten beim Frohburger Sommerfest am 30. Juli ab 19 Uhr von ihren Asienreisen und zeigten, welche Rolle Blogs in China und weiteren asiatischen Ländern spielen. Ein Thema war der Cheonan-Zwischenfall. Ronda hat den Begriff "Netizen" geprägt; sie bloggt regelmäßig für die taz und schreibt für Telepolis. Ihre Fragestellung beim Seminar: Was können Süd- und Nordkoreaner von der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland lernen? Was sollten sie berücksichtigen? Eine Anwort (mehrere Teilnehmende): Kein "unfriendly overtake", sondern einen echten Neuanfang wagen. Eine Antwort (von Jay): "one nation, two systems" (vgl. China und Taiwan). Eine Antwort (von Ronda): Nordkorea soll das Internet nicht zensieren.

Seit 1996 gibt es die Sommerfeste im Frohburger Medienhaus, und Ronda und Jay Hauben waren bereits auf dem ersten Fest mit dabei. Damals waren sie beeindruckt von dem intensiven politischen Austausch und den Diskussionen zwischen Ost und West, die das Fest ermöglicht hat. Das Frohburger Medienhaus liegt zwischen Leipzig und Chemnitz.

Ein Interview von 2007 mit Ronda und Jay zum Nachlesen Back to the roots of journalism
Hier kann man sich zum Sommerfest anmelden (Eintritt frei)

14.7.10

Lehrgang Online-Journalismus gestartet - Einstieg noch möglich

An der Journalistenakademie hat heute ein neuer Lehrgang Online-Journalismus begonnen. Ein Einstieg ist noch möglich; weitere Teilnehmende steigen zum 9. August in den Lehrgang ein. Die Journalistenakademie wünscht allen, die am Lehrgang teilnehmen, alles Gute!

13.7.10

Immer mehr mobile Endgeräte in den Haushalten

Die Ausstattung mit mobilen Personal Computern nimmt in den Privathaushalten Deutschlands immer mehr zu: Anfang 2009 besaßen 40% der Haushalte Notebooks. Anfang 2005 verfügten erst 17% der Haushalte über ein solches Gerät. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) aus den aktuellen Auswertungen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen mit. Die Verbreitung stationärer Personal Computer liegt dagegen seit Anfang 2005 nahezu unverändert bei 63%. Insgesamt betrachtet waren 79% der Haushalte Anfang 2009 mit Personal Computern – stationär oder mobil – ausgestattet.

Der positive Trend zur digitalen Unterhaltungselektronik hält an: 72% der Haushalte besaßen Anfang 2009 DVD-Geräte. Vier Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei 50%. Musik aus MP3-Playern können mittlerweile 40 von 100 Haushalten hören; 2005 war das nur in 15 von 100 Haushalten möglich. Anfang 2009 konnte in 64% der privaten Haushalte mit einer Digitalkamera fotografiert werden. Vier Jahre zuvor war mit 32% erst ein Drittel der Haushalte mit Digitalkameras ausgestattet. Spielkonsolen waren Anfang 2009 in jedem fünften Haushalt zu finden, und Handys klingelten in 87% der privaten Haushalte. Im Vergleich dazu besaßen Anfang 2005 mit 76% drei Viertel der Haushalte Handys. 27 von 100 Haushalten lassen sich von Navigationssystemen leiten. Vier Jahre zuvor waren es 4%.

Grundlage der Statistik ist die Auswertung der sogenannten laufenden Wirtschaftsrechnungen. Dafür machen ausgewählte Privathaushalte Angaben über ihre Einnahmen und Ausgaben sowie weitere Merkmale wie Vermögen und Wohnsituation. Die Statistiker errechnet daraus unter anderem Daten zur Einkommenssituation und zum Konsum der Gesamtbevölkerung. Weitere aktuelle Ergebnisse bietet die Fachserie 15, Reihe 2 Wirtschaftsrechnungen – Ausstattung privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern 2009, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes kostenlos heruntergeladen werden kann. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

11.7.10

Unser Beitrag zum Datenschutz: Kitchen Stories, ab 14.7.


Das Maxim-Kino (München, Landshuter Allee 33) zeigt am Mittwoch, 14. Juli, um 19 Uhr die Filmsatire Kitchen Stories des Norwegers Bent Hamer im Rahmen der Reihe „WiederSehen im Maxim“. Im Norwegen der 1950er Jahre schickt das schwedische Forschungsinstitut für Heim und Haushalt ein Beobachtungskommando mit Wohnwagen und Hochsitz in einen kleinen Ort, um Lebensgewohnheiten männlicher Junggesellen in der Küche aufzuzeichnen. Obwohl persönlicher Kontakt und Sprechen untersagt sind und der sture Isaak, gespielt von Joachim Calmeyer, die Untersuchung durch Folke (Tomas Norström) sabotiert, entsteht zwischen beiden eine besondere Freundschaft. Weitere Vorstellungen am 15., 16., 17., 18. und 19. Juli. Mehr

5.7.10

Informationsabend Online-Journalismus / Videojournalismus 19.7.

Sich beruflich weiterbilden und in den Medien arbeiten - dabei helfen die Lehrgänge an der Journalistenakademie. Informieren Sie sich am Montag, 19. Juli, über Lehrgänge und Berufschancen beim Informationsabend mit Dr. Gabriele Hooffacker und Peter Lokk M.A. Beginn: 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wir stellen die Lehrgänge samt Fördermöglichkeiten vor, beantworten Ihre Fragen und zeigen einen Kurzfilm. Nach der Info-Veranstaltung lädt die Journalistenakademie zu einem kleinen Umtrunk ein. Über eine Voranmeldung freuen wir uns (Kontaktformular). Mehr zum Informationsabend

2.7.10

Filmfest: Bericht vom Animation Meeting


















Zum Animation Meeting im Rahmen des Filmfests München lud der Mediencampus Bayern ein, bei dem die Journalistenakademie Mitglied ist. Gisela Goblirsch berichtet vom Animation Meeting.

Das Wort Animation beinhaltet Seele. Und deshalb hat Film-Produzent und Animations-Experte Stephan Schesch ein Experiment gewagt. Sein Film „Der Mondmann“ nach einem Buch von Tomi Ungerer wurde erst gezeichnet, als die Synchronisation schon eingespielt war. „Erst die Stimme – dann der Film“. Das hat zunächst bei den Synchronsprechern Irritationen ausgelöst, aber das, was daraus entstand überzeugt. Es überzeugt ebenso, wie die „uralte“ Zeichentechnik. Nix 3D! Keine Effekte, die einem den Kinosessel unter dem Allerwertesten wegbustern. Die Präsentation war denn auch nicht geschleckt, nicht fertig, sondern changierte zwischen ausgestalteten Szenen und groben Zeichenentwürfen. Aber – mein Gott – war sie gut! Zu Tomi Ungerers 80. Geburtstag soll die Produktion in die Kinos kommen.

Die übrigen Aktivisten der optischen Verführung prunkten mit neuester Technik und grandiosen Effekten. Animation aus Bayern könnte man das AnimationMeeting betiteln, denn tatsächlich entstanden alle gezeigten Produktionen im Voralpenland.

Animation, Trickfilm und Visual Effects sind heute die Realität von morgen. Längst ist die Technik für Regisseur Reinhard Klooss und Holger Tappe von Constantin Film zum getreuen Diener der Vorstellungskraft geworden. In 3D spielt der Zuschauer mitten in der „Konferenz der Tiere“ mit. Dadurch wird ein Erleben geschaffen, das es schwer macht zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu unterscheiden. Die Story bekommt eine fast magische Realität. Zum Glück sind da noch die grauenhaft unbequemen 3D-Brillen, die noch einen Rest reales Leben im Kinogänger einschließen.

Solche Filme sind Kunst – keine Frage. Aber was ist dann die Werbung? In der Werbung gehört die Animation schon so selbstverständlich dazu, dass sie leider nicht mehr unter dem künstlerischen Aspekt wahrgenommen wird. Und doch ist gerade Werbung Kunst – was das “ Making-of“ des Commercials “Black Forest“ beweist. Filmaufnahmen in Neuseeland und eine Animationstechnik, die den Schwarzwald auferstehen lässt. Gespenstisch! Nicht minder beeindruckend war die Vorstellung des Sender-Relaunches von Sport 1 – inklusive des gesamten Brand-Konzeptes.

Dass ein solches Event im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN kostenlos angeboten wird ist ein fantastischer Beweis dafür, dass Bayern eben doch filmaffin ist. Dank der Filmförderung im Freistaat und den EU-Mitteln kommt doch immer wieder Bemerkenswertes auf die Leinwand.

Gisela Goblirsch