29.4.10

Alternativer Medienpreis 2010: Blogger und Journalisten ausgezeichnet

Markus Beckedahl, Blogger auf Netzpolitik.org, erhielt am Freitag abend in Nürnberg den Alternativen Medienpreis in der Sparte Internet. Der erste Preis in der Sparte Online ging an das Kulturmagazin www.berlinergazette.de.

Den Arbeitslosenchor Bohème begleitete Nadine Jukschat mit einer Radioreportage für das Leipziger Lokalradio Mephisto und gewann damit einen der Radio-Preise beim Alternativen Medienpreis. Die Pädagogin Monika Löffler ließ Kinder herausfinden, wie es sich mit einer Behinderung lebt. Die Preisrede auf ihren ausgezeichneten Radiobeitrag hielt am Freitag abend der blinde Radiojournalist Marko Schlichting.

Aus rund hundert Einsendungen wählte die 16-köpfige Jury acht journalistische Beiträge aus Radio, Video, Presse und Internet. Insgesamt 4000 Euro wurden am Freitag abend im Nürnberger Bildungszentrum verteilt. Einen Alternativen Medienpreis in der Sparte Video erhielten Aljoscha Pause für „Tabubruch – Homosexualität im Fußball“ und die Berliner Videopodcaster VolksLesen.tv für ihre Internet-Bibliothek zum Zuschauen.

Mit einem Preis in der Sparte Print wurden Nina Schulz und Mena Urbitsch für ihren Beitrag „Spiel auf Zeit“ über den Kampf um Ghetto-Renten geehrt. Ein Jugendpresseteam hatte recherchiert, wer hinter einem kostenlos verteilten Jugendmagazin steckt und erhielt für den Beitrag „Die Schulhofflüsterer“ den ersten Preis.

Fotos von der Preisverleihung
Presseecho

27.4.10

Podcast: Das Geheimnis guten Schreibstils

Hochschulabsolventen lernen jahrelang das Verfassen von wissenschaftlichen Texten. Doch was genau ist eigentlich ein journalistischer Text? Und wie unterscheidet er sich von Pressetexten, wissenschaftlichen Texten, literarischen Texten oder Werbetexten? Wo liegt das Geheimnis des guten Schreibstils und wie kann man ihn erlernen?

Hermann Tydecks sprach für den Fachjournalist-Podcast mit Gabriele Hooffacker und fragte sie nach Tipps für gutes Schreiben.

Open-Source-Talk zur Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung ist Thema beim nächsten Abendvortrag der Münchner Open-Source-School am 18. Mai. Weitere Themen: Debian (22.6.), Typo3 (20.7.), Netzwerksicherheit (17.8.), Mobile Anwendungen mit Qt (19.10.). Der Eintritt ist frei, um eine formlose Anmeldung wird gebeten. Mehr zu den Abendveranstaltungen

22.4.10

Online-Gesetze kostenfrei zum Download (PDF)

Das Hans-Bredow-Institut stellt kostenfrei die Neuauflage der Gesetzessammlung Information, Kommunikation, Medien, hrsg. von Wolfgang Schulz, als PDF zur Verfügung. Sie enthält den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, die kodifizierte Version der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste, die Änderungen durch den 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, die zum 1.4. und 11.6.2010 in Kraft tretenden Änderungen im Datenschutzrecht und weitere. Als Buch kostet die Publikation eine Schutzgebühr von 15 Euro.
Wolfgang Schulz (Hrsg.): Gesetzessammlung Information, Kommunikation, Medien, 11. Auflage April 2010 (Download als PDF, 1,8 MB).

21.4.10

Kurzarbeitergeld für Redaktionen bis Ende 2012

Kurzarbeiter werden weiter gefördert, die Jobcenter werden neu organisiert. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Bei der Kurzarbeit soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) bis Ende März 2012 die Sozialbeiträge übernehmen. Dies soll für Arbeitgeber ein Anreiz sein, auf Entlassungen zu verzichten.

Die Bundesregierung beschloss auch die Neuorganisation der Jobcenter. Die Neuregelung war notwendig geworden, nachdem das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Mischverwaltung aus Bundesagentur für Arbeit (BA) und Kommunen für verfassungswidrig erklärt hatte. Zur Meldung bei tagesschau.de

Für Redaktionen in Kurzarbeit werden Weiterbildungen gefördert. An der Journalistenakademie sind dies die drei Lehrgänge Journalismus crossmedial, PR klassisch und online sowie Audio- und Videoproduktion. Auch einzelne Module können gefördert werden, während man sich in Kurzarbeit befindet.

20.4.10

Bibliotheken, Wissenschaft und Web 2.0, 13.-14.7.2010

Ein Workshop für Wissenschaftsjournalisten zeigt, wie das Web 2.0 die Wissenschaftskommunikation verändert. Einerseits bringt es den Wissenschaftlern neue Chancen der Selbstorganisation (z.B. über Web-2.0-Tools), andererseits bringt es komplexe neue Anforderungen mit sich (z.B. im Kontext digitales Publizieren, Urheberrecht oder Forschungsevaluierung). Welche Rolle spielen wissenschaftliche Bibliotheken in diesem Zusammenhang? Wie können sie zukünftig Wissenschaftskommunikation unterstützen? Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft lädt zu einem zweitägigen Workshop am 13. und 14. Juli nach Kiel. Die Teilnahme ist kostenfrei. Mehr Infos und Möglichkeit zur Anmeldung

19.4.10

isw: Kommunikation für kommunale Themen






Wenn Kommunen den Weg in die Zukunft planen, gehört Öffentlichkeitsarbeit dazu. Extra zu diesem Zweck veranstaltete das Institut für Städtebau und Wohnungswesen in München eine Tagung zur Öffentlichkeitsarbeit im Thema "Handeln in integrierten Planungsprozessen".

Mit dem Thema "Einsatzmöglichkeiten des online-Journalismus auf lokaler Ebene" war Dr. Gabriele Hooffacker dabei. Zum Thema "Krisenprävention auf kommunaler Ebene" sprach Gisela Goblirsch. "Warum nutzt Frankfurt die Social Media" erklärte Harald Ille, Pressereferent der Stadt Frankfurt und über den Einsatz von Medien in Stadtteilprojekten referierte Ele Schöfthaler. Ein Praxisbeispiel stellte der Ludwigsburger Referatsleiter Albert Geiger vor.

Heute ist die Öffentlichkeitsarbeit aus der kommunalen Entwicklung nicht mehr wegzudenken. Ohne den Bezug und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger lassen sich keine Prozesse mehr durchführen und die Funktionäre haben auch längst erkannt, dass das Fachwissen aus der Bevölkerung wertvolles Material zur Gestaltung der Zukunft darstellt. Die Bürger zu informieren, sie einzubinden und sie für die gemeinsame Sache zu begeistern - das alles soll die Öffentlichkeitsarbeit leisten.

Auf dem zweiten Foto von links die Referentinnen und Referenten: Ele Schöfthaler, Gabriele Hooffacker, Gastgeberin Ingrid Krau, Gisela Goblirsch, Albert Geiger.

Text: Gisela Goblirsch
Fotos: Gisela Goblirsch und Katja Beaujean

15.4.10

Richtlinie zur Online-PR

Mit einer neuen Online-Richtlinie hat der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR), die Selbstkontrollinstitution der PR-Branche Standards der Online-PR entworfen. Wesentliche Elemente sind Transparenz und Absenderklarheit. Der Entwurf wird zurzeit im Internet zur Diskussion gestellt: Originaltext der Richtlinie mit Kommentarmöglichkeit.

13.4.10

Erstmals Pulitzer-Preis für Online-Portal

Zum ersten Mal hat ein Online-Portal den Pulitzer-Preis für Journalismus erhalten: ProPublica, ein Journalismus-Portal, das stiftungs- und spendenfinanzierte Recherchen ermöglicht. Den Pulitzer-Preis in der Sparte „Investigativer Journalismus“ erhielt die Ärztin und Journalistin Sheri Fink für ihren Bericht über das Memorial Medical Center in New Orleans für die Story "The Deadly Choices at Memorial". Sie geht der Frage nach, ob Ärzte und Pfleger Patienten nach dem Hurrikan Katrina vorsätzlich "von ihren Leiden erlöst" haben. Das Pulitzer-Board hatte bereits Ende 2008 angekündigt, Online-Medien künftig in die Auswahl einzubeziehen.

Ausführliche Nachricht bei heise.de

Kamera und Licht für Videojournalisten

Was muss ich als Video- oder Onlinejournalist über digitale Kameratechnik wissen? Wie arbeitet man mit Licht? Wozu Lampen und Leuchten? Wie setzt man Blende, Schärfe und Unschärfe, die Kamerabewegung ein? Der Kurs vermittelt Grundlagen für den Umgang mit der Kamera und ein Gefühl für die Möglichkeiten der Bildarbeit. Im Zentrum stehen praktische Kamera-Übungen. Das Seminar an der Journalistenakademie dauert vom 23.-25. April 2010 beginnt Freitag abend 18 Uhr. Mehr Information und Anmeldemöglichkeit

11.4.10

Fakten checken, Spuren löschen...

...rät das Netzwerk Recherche Journalisten. Nicht alle Journalisten wissen richtig mit dem Internet umzugehen, hat Albrecht Ude vom Netzwerk Recherche beobachtet. Ude geißelt die Wikipedia-Gläubigkeit von Journalisten und anderen Multiplikatoren und warnt davor, unbeabsichtigt Spuren im Netz zu hinterlassen. Sein Tipp: der »Privacy Test« auf tools-on.net.
Der gesamte Beitrag ist bei der Fachzeitschrift Message zu lesen.

10.4.10

44. Münchner Mediengespräch: Medienräte

Die Medien decken Fehlleistungen in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens auf und stellen sie unerbittlich an den Pranger. Aber wie gehen sie mit eigenen Fehlleistungen um? In den letzten Jahrzehnten haben sich in Deutschland und in anderen europäischen Ländern diverse Institutionen der Selbstkontrolle etabliert: Presseräte, Rundfunkräte und Medienräte mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen. Wie sind sie zusammengesetzt? Zum Vortrag am 15. April um 19.30 Uhr, der anschließenden Diskussion und einem kleinen Imbiss nach dem Mediengespräch laden wir herzlich ins Bayernforum, Prielmayerstr. 3, ein. Der Eintritt ist frei. Mehr zum 44. Münchner Mediengespräch