15.4.17

Ortstermin: Frühjahrs-Pressekonferenz der Bayerischen Bauwirtschaft

Frühjahrs-Konjunktur-Pressekonferenz der Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern
Teilnehmerinnen der Journalistenakademie informierten sich und gaben fachkundiges Feedback zur Veranstaltung im PresseClub 


Im Rahmen des Seminars „klassische Pressearbeit“ nahmen die Teilnehmerinnen der Fachlehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC10 und Pressereferent/in Crossmedia PC10 am 11. April 2017 an  der Frühjahrs-Pressekonferenz der Bayerischen Bauwirtschaft teil und analysierten den Ablauf. Eingeladen hatte Alexander Tauscher, der die Pressekonferenz im PresseClub München moderierte.
Auf dem Podium von links: Hans Auracher, Alexander Tauscher, Simon Rehm
Der Sprecher des Verbandes, Hans Auracher, präsentierte aktuelle Konjunkturdaten und gab einen Ausblick auf die berufliche Ausbildung im Bau- und Ausbaugewerbe. „Bau ist die Konjunktur-lokomotive Bayerns“, so der Vorsitzende der Landesvereinigung. Die Umsätze Im Wohnungsbau stiegen im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 8,5 Milliarden Euro.

Ziel der Landesvereinigung sei es, aufgrund des Nachwuchsmangels in Deutschland, junge Menschen für Handwerksberufe zu begeistern. Der 23jährige Simon Rehm – Zimmerer-Weltmeister 2015 – ist begeistert von seiner Profession: „Mein Beruf ist zum Hobby geworden“, sagte der Handwerker auf Fragen der Journalisten. „Selbst etwas zu gestalten, gibt Sinn und Zufriedenheit im Leben“, ist Verbandssprecher Hans Auracher überzeugt.
Teilnehmerinnen der Journalistenakademie: Eva Schatz, Nina Stenberg, Julia Rank, Sinje Krieger-Pflaume
Für die angehenden Journalistinnen bot die Pressekonferenz einen praktischen Einblick in den Arbeitsalltag der Medienschaffenden. Sie nahmen die einzelnen Bestandteile der Veranstaltung genau unter die Lupe: Pressematerialien, Ablauf und Moderation. Peter Lokk, Dozent und Geschäftsführer der Journalistenakademie,  ist mit der Exkursion sehr zufrieden: „Hier lernen die Teilnehmerinnen praktische Medienarbeit am konkreten Beispiel.“

29.3.17

Gestern. Heute. Morgen. Das Dossier zum Thema Wandel.

Wandel ist Leben. Und betrifft uns alle. Jeden Tag. Veränderung beflügelt, bedrängt, bereichert. Wir haben uns begeistern und berühren lassen von den Wandel-Geschichten der Menschen, die wir für unser Dossier besucht haben. Die Teilnehmerinnen der Lehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC10 und Pressereferent/in Crossmedia PC10 an der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker haben mit „Wandel“ ein anspruchsvolles Thema und für die Beiträge unterschiedliche journalistische Darstellungsformen gewählt.
Wandel ist Leben. Was dazu gehört, erfährt man im neuen Dossier der Journalistenakademie zum Thema Wandel.
Ein Leben über den Dimensionen Zeit und Raum bedeutet, die Eigenschaften eines friedvollen Kriegers zu besitzen: Mut, Entschlossenheit, Weisheit, Klarheit. Verlieren wir unsere Werte? Ein Ordensoberer nimmt Stellung zum Wertewandel der Gesellschaft aus christlicher Sicht. Wenn der Vorhang erwacht: Nicolas Stemanns Umsetzung des Theaterklassikers Der Kirschgarten von Anton Tschechow ist eine pessimistische Zeitdiagnose. Knapp 500 Jahre Zeitgeschehen liegen hinter ihm: Der alte Südfriedhof - Zeuge des Wandels.
Knapp 500 Jahre Zeitgeschehen liegen hinter ihm: Der alte Südfriedhof - Zeuge des Wandels.
Vier kreative Künstlerinnen folgen ihrer Vision: Schmuckdesign im Schlachthofviertel. Für die Liebe die eigene Heimat verlassen. 13.600 Km in ein neues Leben gibt einen kurzen Einblick in den Weg eines Südafrikaners. Verrückt oder unglaublich gut. Der Franzose um die Ecke macht ein Stück Frankreich in München erlebbar. Schönheit aus dem Norden verkauft eine Finnin in Bayern.
Schönheit aus dem Norden verkauft eine Finnin in Bayern.
Jedes Jahr werfen wir ein Drittel der Nahrungsmittel in den Müll. Die Lebensmittel-Retter versuchen die Verschwendung zu reduzieren. Toasten statt wegwerfen - so lautet das Motto von Bäcker Heinrich Traublinger. Er verkauft in seiner Reste-Filiale „Gutes von gestern“. Zero-Waste in München: „Ohne“ ist der erste verpackungsfreie Supermarkt in München.
Spuren des Klimawandels im Kleingarten schildert, wie der Schrebergarten Raum für Ruhe und Erholung bietet.
Spuren des Klimawandels im Kleingarten schildert, wie der Schrebergarten Raum für Ruhe und Erholung bietet und unser ökologisches Bewusstsein stärkt. Klimawandel in Münchener Schrebergärten: Pflanzen- und Naturschutz für einen biologisch gepflegten Garten. Baumschnitt für bessere Luft: Januar und Februar ist die Zeit für den Frühjahrsschnitt, er leistet einen wertvollen Beitrag zu besserer Luft. In Grünwald fährt man Mit dem Porsche zum Bauernmarkt um die Ecke. Trotzdem ist der Nobelvorort ein Vorbild für saubere Energie.
Im Labyrinth der Bücher riecht es nach altem Papier.
Im Labyrinth der Bücher riecht es nach altem Papier. Viele antiquarische Buchhändler müssen sich Amazon und Internet beugen. Subkultur Hörspiel im Wandel der Digitalisierung: Deutschland gilt als Hörspiel-Mekka. Aber selbst hier fristet es ein Nischendasein und die Herausforderungen in der digitalen Welt sind groß. Wie ein kleines Independent-Label akustische Kinofilme für Erwachsene produziert, erfährt man in der Reportage: Unerhört gut: Die Hörspiele von Lindenblatt Records.

Die sechs Autorinnen haben ihre Beiträge in den journalistischen Unterrichtseinheiten und der folgenden Dossier-Phase entwickelt. Alle Texte wurden sorgfältig gegengelesen. Fast alle Fotografien wurden extra für das Dossier Wandel aufgenommen und bearbeitet. Das mit WordPress gestaltete Dossier ist in Punkto Gestaltung auf dem neuestem Stand und lesefreundlich aufgebaut. Die Autorinnen der Journalistenakademie freuen sich auf Feedback zu ihren Beiträgen!

17.3.17

Sim Games: Wo Gamer arbeiten

"Serious Games und Sim Games haben inhaltlich und technisch eine große Nähe zu Simulation und industriellen Anwendungen", schreibt Wolfgang Höhl. In transmedialen Projekten zeige sich die Nähe zwischen Games, Film, TV und Web. Aber auch in den Ingenieurwissenschaften, zum Beispiel Baukonstruktion, Architektur, Automotive, Aviation und in den Life Sciences werden interaktive Oberflächen und die Echtzeitsimulation eingesetzt.


Simulation hilft, die üblicherweise hohen Kosten im Produktionsbereich durch bessere Vorbereitung im Pre-Development zu senken. Open Innovation kann man als „dritte Evolutionsstufe der arbeitsteiligen Organisation“, als Erweiterung der bereits vorhandenen Instrumente und Maßnahmen, betrachten.

Der Münchner Informatiker Wolfgang Höhl hat diesen Beitrag zu Sim Games per Open Access zur Verfügung gestellt. Er wurde erstmals publiziert in "Ringvorlesung Games" (ebenfalls komplett als PDF frei verfügbar).

2.3.17

Wettbewerb um den Alternativen Medienpreis 2017 läuft bis 31. März


Anspruchsvolle Anlässe, fundierte Recherche, themengerechte Umsetzung:
Wettbewerb um den Alternativen Medienpreis 2017 läuft
Bis zum 31. März 2017 können sich Journalistinnen und Journalisten bewerben


Nürnberg, 2. März 2017. Für den aktuellen Wettbewerb um den Alternativen Medienpreis 2017 sucht die Jury Journalistinnen und Journalisten, die unsere Welt kritisch und aus einer ungewohnten Perspektive betrachten. Es braucht Mut, die Welt mit anderen Augen zu sehen, Missstände aufzudecken und über Unrecht zu berichten. Für den Alternativen Medienpreis können sich Medienschaffende in den sechs Kategorien Macht, Geschichte, Leben, Vernetzung, Zukunft und Medienkritik bewerben. Ob Print, Film, Hörfunk, Internet, Blog oder Crossmedia – jede Art von Beitrag ist willkommen. Die Besten werden beim Alternativen Medienpreis gekürt. In diesem Jahr vergeben ihn die Nürnberger Medienakademie und die Stiftung Journalistenakademie zum 18. Mal. Der Verein „Die Zweite Aufklärung“ stiftet dabei zum sechsten Mal den Sonderpreis Medienkritik. Alle sechs Medienpreise sind mit je 500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 2. Juni 2017 in der Nürnberger Akademie statt. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017.
Die Kategorien beim Alternativen Medienpreis: Macht, Geschichte, Leben, Vernetzung, Zukunft und Medienkritik
Medienprojekte von und für Flüchtlinge wie der Blog „Blicktausch“ oder das Referee Radio Network, die Rolle der Firma Kühne und Nagel im Dritten Reich und was passiert, wenn Zeugenschutzprogramme scheitern: Davon handeln die im Vorjahr ausgezeichneten Print-, Hörfunk-, Fernseh- und Onlinebeiträge. Sie schildern das Leben einer Zeitzeugin nach dem Überleben im KZ, stellen eine jüdisch-moslemische WG vor und analysieren die Kampagne „Facebook rettet die Welt“. Die Beiträge stammen von Journalistinnen und Journalisten, die genau hinsehen, gerade wenn ein Thema unbequem ist. Wettbewerbsbeiträge, die kompetent gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen, kritisch durchleuchten und themengerecht aufbereiten, wünscht sich die Jury für den Alternativen Medienpreis 2017.

Die Jury akzeptiert beim Wettbewerb Beiträge aus nichtkommerziellen Medien ebenso wie aus etablierten Medien. Größtmögliche Freiheit haben die Autoren bei der Wahl von Form, Format und Thema der Publikationen. Informationen und das verpflichtende Online-Anmeldeformular für den Wettbewerb finden sich auf www.alternativer-medienpreis.de. Die Beiträge können online oder per Post an die Stiftung Journalistenakademie, Alternativer Medienpreis, Arnulfstr. 111-113, 80634 München, info@journalistenakademie.de eingereicht werden. (2307 Zeichen)

Der Alternative Medienpreis fördert kritische Medienkultur im deutschsprachigen Raum: Themen und Ansätze, die von kommerziellen Medien vernachlässigt werden, bekommen so mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Er steht in der Tradition des Graswurzeljournalismus der 70er und 80er Jahre. Damals entstanden Stadtzeitungen, nichtkommerzielle Lokalradios und Computernetzwerke von unten. Das Ziel war Gegenöffentlichkeit. Diese Art des Journalismus hat durch Blogger und Social Media neue Aktualität erlangt. Der Alternative Medienpreis wurde erstmals im Jahr 2000 verliehen und wird 2017 zum 18. Mal ausgeschrieben.

26.2.17

Start 24.4.2017: LG Onlineredakteur/in und Pressereferent/in Crossmedia


Am 24. April 2017 startet die Journalistenakademie in München die neuen Fachlehrgänge Onlineredakteur/in Crossmedia OC11 und Pressereferent/in Crossmedia PC11. Wer als Journalist oder Akademiker mit Medienerfahrung Wissenslücken schließen, fundierte Online- und Social-Media-Kenntnisse erwerben oder in das Berufsfelder Pressearbeit online wechseln will, kann mit den crossmedialen Fachlehrgängen der Journalistenakademie seine Chancen am Arbeitsmarkt zielgerichtet verbessern.

Pressekonferenz 'Lange Nacht des Menschenrechtsfilms': Anna Falkenberg, Daniel Tapia Montejo und Marko Junghänel
Jeder der beiden Lehrgänge dauert sechs Monate und ist nach AZAV zertifiziert. Der Fachlehrgang Onlineredakteur/in Crossmedia OC11 hat die Maßnahmenummer 843 1346 2014, der Fachlehrgang Pressereferent/in Crossmedia PC11 die Maßnahmenummer 843 1343 2014. Die Lehrgänge kombinieren Fachunterricht mit redaktioneller Praxis. Aktuelle Referenzen und Arbeitsproben erwerben die Teilnehmenden in den kursbegleitenden Praxisprojekten. Beispiele der Online-Dossiers, digitalen Pressemappen, Videos und Webauftritte finden sich im Blog der Journalistenakademie unter http://journalistenakademie.blogspot.de/

Das journalistische Dossier zum Thema ANDERS schildert Wissenswertes aus ungewöhnlichen Perspektiven
Wer sich über die praxisorientierte Arbeit unserer Fachlehrgänge der letzten Monate informieren will, findet hier ausgewählte Praxisprojekte der Journalistenakademie:
Das journalistische Dossier ANDERS der aktuellen Fachlehrgänge mit vielen spannenden redaktionellen Beiträgen zum Thema „Anders“, veröffentlicht im Januar 2017
Die digitale Pressemappe zur Pressekonferenz „Bei Menschenrechtsverletzungen: Nicht wegschauen – hinsehen!“ am 31. Januar 2017 im PresseClub München im Vorfeld der Langen Nacht des Menschenrechts-Films am 8. Februar 2017 im Münchner ARRI-Kino

Im Netzwerk MORGEN kooperieren 54 Migrantenorganisationen. Sunu Dome e.V. ist im Februar 2017 Verein des Monats

Den Relaunch des Webauftritts www.morgen-muenchen.de des Netzwerks Münchner Migrantenorganisationen MORGEN, in dem sich 54 Mitgliedsvereine aus unterschiedlichsten Kulturen für eine vielfältige und tolerante Zivilgesellschaft einsetzen, veröffentlicht im Oktober 2017
Den Videofilm „Trimediales Arbeiten - PULS erklärt wie es geht, veröffentlicht im Januar 2017: Die Redaktion PULS zeigt, wie sie innerhalb des BR die Verzahnung von Radio, TV und Online umsetzt.

Aktuelles Video: Die Redaktion PULS zeigt, wie sie innerhalb des BR die Verzahnung von Radio, TV und Online umsetzt.
Das detaillierte Zertifikat bestätigt den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss die neu erworbenen Kenntnisse. Unsere Vermittlungsquote ein halbes Jahr nach Lehrgangsende liegt bei 80 bis 90 Prozent. Informationen gibt es unter http://www.journalistenakademie.de/index.php?p=253

Das Team der Journalistenakademie berät und gibt Tipps bei der Auswahl des richtigen Lehrgangs. Informationen im Internet unter www.journalistenakademie.de und telefonisch unter 089 1675106.

5.2.17

Rückblick: Pressekonferenz zur Langen Nacht des Menschenrechts-Films


Rückblick: Pressekonferenz zur Langen Nacht des Menschenrechts-Films in München
Filmnacht mit den Preisträgerfilmen im ARRI-Kino am 8. Februar, 19 Uhr, ist ausgebucht


Podiumsgast Marko Junghänel zeigte sich nach der Pressekonferenz im Vorfeld der Langen Nacht des Menschenrechts-Films zufrieden: „Die große Resonanz freut mich sehr.“ Die Stiftung Journalistenakademie hatte am Dienstag, 31.1.2017, in den PresseClub München geladen und der Gesamtkoordinator des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises konnte den anwesenden Pressevertretern mitteilen: „Die 400 Plätze sind fast ausgebucht.“

Vor dem Ansturm: Der Pressetisch bei der Pressekonferenz am 31.01.2017
Zuvor hatte Junghänel ein Plädoyer für die Relevanz filmischer Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen gehalten: „Kein Diktator wird unseretwegen abdanken, aber man muss dafür kämpfen, dass solche Dinge im Gespräch bleiben. Außerdem kann man jemanden, der in der Öffentlichkeit ist, nicht so leicht verschwinden lassen.“ Begeistert lobte Junghänel die prämierten Filmemacher: „Sie verstehen sich als Chronisten, wollen aber auch selbst aktiv werden. Am meisten beeindruckt mich die Beharrlichkeit der Filmemacher, die ihre Protagonisten zum Teil über Jahre begleiten.“

Die Podiumsgäste von links: Daniel Tapia Montejo, Marko Junghänel
Besonderer Schwerpunkt der Pressekonferenz war das Thema "Verschwinden lassen kritischer Bürger", das zwei der sechs ausgezeichneten Filme anhand eines aktuellen Falls aus Mexiko aufgegriffen hatten. Filmemacher Oliver Stiller, per Skype zugeschaltet, ging in seinem Kurzfilm „Esperanza 43“ dem mysteriösen Verschwinden einer Gruppe von Studenten auf den Grund. Über den Preis freut er sich auch im Namen der mexikanischen Bevölkerung. „Es ist wichtig für die Menschen, dass jemand hinsieht. Sie hoffen auf Impulse aus dem Ausland, um die Fälle aufzuklären.“ Der seit jeher Mexiko-affine Stiller stellte nach dem Vorfall eine Veränderung der Stimmung im Land fest. „Dem wollte ich nachspüren und ein Porträt über eine Familie drehen – aber dann waren da plötzlich viel mehr Familien. Jeder meiner Gesprächspartner hatte nach einiger Zeit Tränen in den Augen. Aber trotzdem war da immer auch Hoffnung.“ Der Regisseur glaubt fest an eine Aufklärung des Falles.


Preisträger Oliver Stiller im Gespräch mit Moderatorin Anna Falkenberg

Die Hintergründe zu der Menschenrechtslage in Mexiko erläuterte Daniel Tapia Montejo, Mexiko-Referent beim Ökumenischen Büro München für Gerechtigkeit und Frieden. Seine Erklärung dafür, dass so viele Menschen einfach „verschwinden“ konnten, ist so simpel wie schockierend: „Staat und mafiöse Strukturen arbeiten zusammen. Nach Tätern wird nur dort gesucht, wo man ohnehin nichts finden wird. Eine Hand wäscht die andere, und beide Hände waschen das Gesicht.“ Die Lage der Bevölkerung beschrieb er als „gelernte Machtlosigkeit“ und ergänzt: „Gewalt und Straflosigkeit führen zu mehr Gewalt – ein Teufelskreis.“ Auch Montejo sieht den Fall der 43 Studenten als Wendepunkt: „Durch diesen Vorfall sind der Gesellschaft die Schuppen von den Augen gefallen. Die Menschen sind sich jetzt ihrer Rechte bewusst geworden.“

Podiumsgast Daniel Tapia Montejo, Ökumenisches Büro München für Gerechtigkeit und Frieden
Nach der gelungenen Pressekonferenz blicken die Veranstalter der Langen Nacht des Menschenrechts-Films am 8. Februar (19:00 Uhr) im ARRI-Kino zuversichtlich entgegen. Die Filmnacht ist ausgebucht. Interessierte können sich auf die Warteliste setzen lassen (ohne Gewähr). Kontakt dazu unter muenchen@menschenrechts-filmpreis.de Porträts der ausgezeichneten Filmemacherinnen und Filmemacher, Interviews und Hintergrundtexte bringt die digitale Pressemappe unter www.journalistenakademie.de/presse/langenacht Sie stellt auch den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis, die aktuellen Preisträger und die Jury vor. 

Autor: Alexander Karl, Projektteam Lange Nacht des Menschenrechtsfilms
Fotos: Brigitte Tacke und Adalbert Zehnder, Projektteam Lange Nacht des Menschenrechtsfilms

29.1.17

Mobiler Journalismus: Björn Staschen zeigt Tools und Techniken

Wer setzt „mobile journalism“ wie ein? Mit welchen Erfahrungen, Erfolgen und Misserfolgen? Hilft #Mojo, wenn es darum geht, Inhalte für die mobile Nutzung auf Smartphones zu produzieren? Taugt #Mojo“ vor allem dazu, Geld zu sparen? Wie verändert sich das Berufsbild des Journalisten?

Allen, die journalistisch viel unterwegs sind, zeigt der neue Band aus der Gelben Reihe Journalistische Praxis "Mobiler Journalismus" von Björn Staschen, wie mobiler Journalismus funktioniert, und was sich dadurch für die journalistische Arbeit verändert. Björn Staschen, Redakteur der Tagesschau beim NDR, stellt aktuelle Technik und Tools vor, erklärt Software und Plattformen und erklärt Schritt für Schritt die journalistische Planung und Produktion. Tipps von erfahrenen Praktikern, die ihre Ausstattung vorstellen, runden das Praxisbuch ab.

Hier kann man das Buch "Mobiler Journalismus" bestellen, hier gibt es auch das E-Book "Mobiler Journalismus".

24.1.17

Lange Nacht des Menschenrechts-Films: ARRI-Kino, 8.2.2017, 19 Uhr


Bei Menschenrechtsverletzungen: Nicht wegschauen – hinsehen!
Lange Nacht des Menschenrechts-Films in München am 8. Februar 2017
ARRI-Kino, Türkenstraße 91, 19 Uhr, Eintritt frei


43 Studenten verschwinden spurlos in Mexiko. Aber ihre Eltern, Geschwister und Freunde geben sie nicht auf und kämpfen unbeirrt weiter: für die Vermissten, für Aufklärung – für die Menschenrechte. Bei der Langen Nacht des Menschenrechts-Films können sich Interessierte davon beeindrucken und berühren lassen, wie couragierte Menschen in aller Welt elementare Rechte täglich neu erstreiten: Am Mittwoch, 8. Februar, zeigt das ARRI-Kino München die Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016. Die Geschichten führen uns nach Mexiko, Indien, Zentralafrika, Israel – und Deutschland.

Preisträger Kategorie Kurzfilm: Esperanza 43 von Oliver Stiller
„Unsere Idee ist es, Menschenrechtsverletzungen anzuprangern“, erläutert Marko Junghänel, Gesamtkoordinator des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. „Darüber hinaus geht es darum, Erfolgsstorys zu schildern, bei denen der oft gefährliche Kampf für das empfindliche Gut der Grundrechte am Ende mit Erfolg gekrönt war: als Vorbild und zur Ermutigung für andere.“

Preisträger Kategorie Magazinbeitrag: Mexiko - Künstler gegen das Verbrechen
von Alexander Bühler und Jens-Uwe Korsowsky
Nicht nur im Inhalt, auch im Stil setzt sich der Preis dezidiert von herkömmlichen Film- und Medienpreisen ab. „Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist keiner, bei dem sich die Filmbranche selbst feiert“, sagt Junghänel. „Bei uns zählen einzig und alleine ein überzeugendes Thema und eine überzeugende filmische Darstellung. Wir können Auszeichnungen unabhängig von den Interessen von Verwertern oder Rechteinhabern vergeben. Damit machen wir dem Publikum Filme zugänglich, die im kommerziellen Kino kaum eine Chance hätten.“

Preisträger Kategorie Amateure: Morgenland
von Sonja Elena Schroeder, Luise Rist, Hans Kaul und Thomas Kirchberg
Aus 385 eingereichten Filmproduktionen hat eine 20-köpfige Fachjury die besten ausgewählt. Preise wurden in den fünf Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule und Amateure vergeben. Zusätzlich wurde ein Preis in der Sparte Bildung verliehen. Bei der Filmnacht im ARRI-Kino sind Filmemacher anwesend und stehen für ein Publikumsgespräch zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.  
 Kartenreservierung: muenchen@menschenrechts-filmpreis.de oder Telefon 089 74389657.


Preisträger Kategorie Bildung: Durch den Vorhang von Arkadij Khaet
Die Lange Nacht des Menschenrechts-Films veranstalten Amnesty International, Bezirk München und Oberbayern, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern, Landesmediendienste Bayern, missio – Internationales Katholisches Missionswerk, medien und kommunikation – Fachstelle der Erzdiözese München und Freising, Münchener Anwaltverein sowie die Stiftung Journalistenakademie. Neu im Kreis der Veranstalter ist die Gesellschaft für bedrohte Völker, Regionalgruppe München. Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München fördert die Filmnacht.

Preisträger Kategorie Hochschule: Where to, Miss? von Manuela Bastian
Pressekonferenz: Lange Nacht des Menschenrechts-Films im ARRI-Kino München
Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016 

Im Vorfeld dieser Filmnacht läden wir für Dienstag, 31. Januar 2017, 10.30 Uhr, zu einer Pressekonferenz in den PresseClub München ein (Tal 12, 2. Stock, U-/S-Bahn Marienplatz).
Termin: Dienstag, 31. Januar 2017, 10.30 Uhr
Ort: PresseClub München, Tal 12, 80331 München, U-/S-Bahn Marienplatz

Die Stiftung Journalistenakademie als Mitveranstalterin unterstützt den Deutschen Menschen­rechts-Filmpreis bei der Pressearbeit für die Lange Nacht des Menschenrechts-Films in München. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter presse.langenacht@gmail.com oder per Fax an 089 131406.